Ein neuer Tag, ein neuer Tempel, eine neue Farbe und eine neue Massage!

Am zweiten Tag in Chiang Rai haben wir uns einen weiteren Tempel angesehen und wir waren wieder massieren.

In Chiang Rai gibt es noch einen zweiten ganz besonderen Tempel. Der Wat Rong Seua Ten ist wieder etwas traditioneller gehalten und hat daher sehr viel Gold. Alles was zwischen Gold ist, ist Blau. Deshalb wird der Tempel auch Blue Temple genannt. Am Anfang hat mich der Anblick etwas schockiert, zwei so intensive Farben gemeinsam, ergeben eine sehr grelle Kombination. René hat der Tempel sofort sehr gut gefallen – dieser Tempel ist nun sein absoluter Favorit unter den bisher gesehenen Tempeln. Am Eingang stehen zwei riesengroße blaue Statuen – die sind sehr beeindruckend. Nicht nur außen sondern im Tempel selbst ist auch ganz viel in Blau und es schimmert alles in bläulichem Licht.

Was mir bei diesem Tempel am besten gefallen hat ist, dass wir uns von Mönchen Opfergaben zum Beten kauften. Dieses Set beinhaltete Blumen, zwei Kerzen und drei Räucherstäbchen. Die Blumen legt man in eine Schale und die Kerzen und Räucherstäbchen zündet man an und steckt es in den dafür vorgesehenen Sand. Bei den Kerzen nahm jeder von uns eine. Bei den Räucherstäbchen hätten wir auch so getan – eins zündet René an, eins zünde ich an und eins heben wir uns auf für die Buddha-Statue außerhalb des Tempels. Doch plötzlich hat mich eine junge Thailänderin angesprochen und gesagt, dass wir unbedingt alle drei Räucherstäbchen auf einmal anzünden und hinstecken sollen. Ein alleiniges Räucherstäbchen ist nämlich für die Toten und soll zum Beten beim Tempel nicht verwendet werden. Solche Begegnungen und Erfahrungen machen das Reisen für mich aus – ich bin sehr froh und dankbar, dass mir diese Dame erklärt hat, wie man das hier in Thailand macht.

Am Nachmittag haben wir uns zum Zweiten Mal eine Massage gegönnt. Ich habe diesmal die Kopf-Schultern-Rücken-Massage ausgewählt. Die Masseurin hier in Chiang Rai hatte kräftigere Hände als die letzte Masseurin – das hat man bereits bei den ersten Massagegriffen an den Füßen bemerkt. Es wurden zuerst meine Beine massiert und dann hat sie meinen Rücken und die Schultern mit einer wohlriechenden Paste eingecremt und massiert. Durch das jahrelange Sitzen in der Schule, Universität und schlussendlich im Büro habe ich besonders im oberen Rücken ganz viele Verspannungen. Bei der Massage habe ich sehr stark gespürt wo die Verspannungen genau sind. Die Massage war eine Wohltat für meinen gesamten Körper. Die Masseurin hat die Verspannungen natürlich gespürt und ist an der jeweiligen Stelle länger geblieben – es hat so gut getan, dass sich endlich mal jemand darum kümmert. Im Laufe der Massage habe ich schon gespürt, dass sich dadurch etwas verändert und auch Stunden später merkte ich, dass sich mein Rücken nun anders anfühlt. Dass nun alle Verspannungen verschwunden sind, kann ich nicht sagen. Aber ich habe mir versprochen, dass ich jetzt so oft eine Schulter- und Rückenmassage nehmen werde, bis alle Verspannungen weg sind. Bei dieser Massage wurde neben Schultern und Rücken auch meine Füße, Hände und der Kopf massiert. Es war also im Endeffekt ein Ganzkörpermassage mit Fokus auf den Rücken und die Schultern. Wenn ihr mal in Thailand seid, dann müsst ihr unbedingt eine Massage ausprobieren – die können das so gut, arbeiten mit dem ganzen Körper in es ist nebenbei noch sehr günstig!

Am Abend sind wir mit unserem Moped noch eine Runde gefahren. Wir wollten sowohl den White als auch Blue Temple bei Nacht besichtigen, da wir davon ausgingen, dass diese schön beleuchtet sind. Beim White Temple hatten wir leider Pech, der wird nicht beleuchtet. Den Blue Tempel haben wir aber nochmal bei Nacht bewundern können und das war mindestens genauso beeindruckend wie am Vormittag.

Valentinstag 2022

Den Valentinstag 2022 werde ich so schnell nicht vergessen, lest gerne nach warum.

Um den Valentinstag überhaupt feiern zu können, hatten wir einen Tag davor Großes vor uns. Wir haben uns ein Moped gemietet, um von Pai nach Chiang Rai fahren zu können. Über 300 km und mehr als 6 Stunden werden wir dafür brauchen, das hat uns Google Maps schon vorausgesagt. Wir haben uns für die Route ganz im Norden entschieden, damit wir viel vom Land sehen können. Gleich nach dem Frühstück ging es los. Am nördlichsten Punkt der Route haben wir Mittagspause gemacht – da waren wir nur 18 km Luftlinie von Myanmar entfernt. Ziemlich müde sind wir am späten Nachmittag in unserer Unterkunft in Chiang Rai angekommen. Wir waren sehr froh, dass alles geklappt hat und gut gegangen ist.

Der 14. Februar ist – wie jedes Jahr – Valentinstag. Da wir auf Reisen sind, haben wir vorab vereinbart, dass es keine Geschenke geben wird. Wir haben uns dazu entschieden, dass jeder dem anderen einen Brief schreibt und beim Abendessen werden diese übergeben. Das stand aber alles für den Abend am Programm, mehr dazu später.

In Chiang Rai kann man eine besondere Sehenswürdigkeit besichtigen. Der Wat Rong Khun wird auch White Temple genannt. Dieser Tempel ist von der Form her den anderen Tempeln sehr ähnlich. Doch es gibt etwas, das ganz anders ist. Der Tempel ist in Weiß und Silber gehalten. Normalerweise schimmern die thailändischen Tempel in Gold und anderen Farben, doch dieser ist einfach nur Weiß und Silber. Die Verzierungen sind auch sehr spektakulär – es ist wieder alles mit sehr viel Liebe zum Detail gemacht worden. Ich war vom ersten Anblick an völlig verzaubert! Der Tempel ist wirklich so schön. Ich bin generell ein Fan von schlichter Schönheit und mag es, wenn es schlicht aber elegant ist. Dieser Tempel ist mein absoluter Favorit von allen Tempeln, die wir bisher gesehen haben. Wir haben zu dem Tempel auch recherchiert, die Farbe Weiß steht in Thailand eigentlich für Trauer. Deshalb sind die anderen Tempel auch Gold und Bunt. In Zusammenhang mit dem White Temple soll die Farbe Weiß jedoch die Reinheit von Buddha repräsentieren. Interessant ist auch, dass dieser Tempel ein privates Kunstwerk ist und nur mit Spenden finanziert wird. Bereits 1997 wurde mit dem Bau begonnen und für 2070 wird die komplette Fertigstellung geschätzt. Es wird wahrscheinlich alles noch mehr verziert, der Tempel ist aber bereits jetzt ein absolutes Muss, wenn man in der Gegend ist.

Was auch noch sehr spannend ist, ist das Bauwerk rund um die Toiletten. Ein großes goldenes Gebäude beherbergt nämlich die Toiletten – das ist auch sehr schön und ich war noch nie in einem so golden verzierten Klo.

Aufgrund des Valentinstags haben wir bei diesem Tempel etwas Besonderes gemacht. Wir haben bereits vorab gesehen, dass bei den überdachten Gängen ganz viele Herzen hängen – das hat uns gut gefallen. Als wir dann ein kleines Ständchen entdeckt haben, das „Lucky Bodhi Leaf„s verkauft, konnten wir nicht widerstehen. Diese Blätter vom Bodhi-Baum, unter dem Buddha seine Erleuchtung hatte, sollen Glück bringen. Da wir das auf unserer Reise und für unsere gesamte Zukunft gut gebrauchen können, haben wir zur Feier des Tages ein Blatt gekauft. Man schreibt dann seine Wünsche und den Namen drauf und hängt es auf einem Baum. Wir haben „Happy Valentinesday“ darauf geschrieben. So haben wir uns bei diesem White Temple verewigt und sollten wir wieder mal herkommen, könnten wir unser Blatt suchen! Ich habe mich über diese kleine Geste sehr gefreut und werde es mein Leben lang nicht vergessen, dass wir am Valentinstag 2022 ein Glücksblatt beim weißen Tempel in Chiang Rai beschriftet und aufgehängt haben.

Das Abendessen werde ich auch nie vergessen. Bei Live-Musik haben wir am Chiang Rai Night Bazar eine Hotpot Soup zu uns genommen. Das essen die Einheimischen dort auch in Unmengen. Auf Kohle wird in einem Tontopf Suppe gekocht und in diese Suppe gibt man Gemüse und Fleisch. Wenn alles gekocht ist, schöpft man das Gemüse mitsamt der Suppe heraus und löffelt die Spezialität. Man kann es mit einem Fondue vergleichen. Es war herrlich lecker und ein wunderschöner Abschluss von unserem ganz besonderen Valentinstag 2022.

Auch die Umgebung von Pai hat einiges zu bieten

Mit einem Moped haben wir die Umgebung von Pai bewundert, neben Buddha-Statuen ging es zu einer besonderen Brücke und zu einem Aussichtspunkt.

Nicht nur der wunderschöne Ort Pai sondern auch die nächste Umgebung von Pai hat einiges zu bieten. Wir haben uns deshalb wieder für einen Tag ein Moped gemietet, um die Sehenswürdigkeiten rund um Pai zu besuchen.

Zuerst stand die Kho Kuu So Bamboo Bridge am Programm. Ein bisschen mehr als 10 km waren es bis zu dieser Sehenswürdigkeit. Da wir so bald in der Früh losfuhren, waren wir ganz alleine dort – es waren keine Touristen weit und breit! Das war sehr cool! Neben der Bambus-Brücke ist dort die gesamte Umgebung einen Besuch wert. Man kann sich das so vorstellen, dass überall ganz viele Reisfelder sind und über diesen Reisfeldern wurde eine Bambus-Brücke erbaut, die man begehen kann. Da im Moment die trockene Phase des Jahres ist, haben wir leider keine grün leuchtenden Reisfelder gesehen. Der gesamte Reis wurde bereits abgeerntet und es ist jetzt alles braun. Natürlich wäre es schöner gewesen, das Grün der Reisfelder zu sehen, doch der natürliche Jahreskreislauf ist nun mal so und es ist für die Natur sehr wichtig, dass es diese unterschiedlichen Saisonen gibt. Wir waren also deshalb nicht böse oder unzufrieden mit dem Anblick. Es war sehr schön über die Brücken zu gehen. Für mich gab es auch einige Bambus-Schaukeln, die ich natürlich ausprobieren musste.

Als nächstes sind wir zum Big Buddha Pai gefahren. Die großen Buddha-Statuen beeindrucken uns mittlerweile nicht mehr so stark, da wir schon so viele davon gesehen haben. Bei diesem Big Buddha ist jedoch der Zugang selbst das eigentliche Highlight. Große, bunt bemalte Drachen zieren die Brücke zur Anlage und Statue.

Weiters gibt es in der Nähe von Pai den Yun Lai Viewpoint. Da ging es für unser Moped ziemlich steil bergauf. Zum Glück sind wir nicht zu schwer und das Moped hatte keine Probleme. Oben angekommen findet man ein nettes Plätzchen, von dem aus man eine tolle Aussicht über Pai und die Umgebung hat. Es gibt dort auch einen Baum, der mit ganz vielen bunten Herzen verziert ist. Als Pärchen kann man diese Herzen dort kaufen und diese aufhängen. Damit verspricht man sich, dass man wiederkommen wird. Das haben wir jedoch nicht gemacht, obwohl die Aussicht ganz nett war, war es für uns nichts besonderes.

Kurz vor Mittag sind wir auch noch zum White Buddha Pai gefahren. Dieser Buddha ist noch größer als der Big Buddha. Das schöne an dieser Buddha-Statue ist, dass sie in einen Hang gebaut wurde und auch etwas höher steht. Vom Ort aus und während der Mopedfahrt habe ich diesen Buddha bereits mehrere Male gesehen. Das hat mir total gut gefallen. Es wirkt so als hätte dieser Buddha immer ein Auge auf den Ort und die Umgebung. Um direkt vor der Statue stehen zu können, sind einige Stufen nötig. In der Mittagssonne war das wieder ziemlich anstrengend. Komisch, dass wir es immer wieder schaffen genau zu Mittag an solchen Punkten zu stehen – das müssen wir erst lernen, dass wir darauf besser achten und anders planen. Hoffentlich bekommen wir das noch in den Griff. 🙂

Nach dem Mittagessen haben wir es uns in unserem Bungalow gemütlich gemacht. Da es am frühen Nachmittag mit 34 Grad sehr heiß war, ist es einfach am besten zu dieser Zeit daheim zu sein und einen Beitrag für den Blog zu schreiben oder die Reise weiter zu planen.

Am Abend sind wir natürlich wieder zum Pai Night Market gegangen. Wir waren in keinem Lokal Abendessen sondern sind durch die Straße geschlendert und haben uns mit köstlichem Street Food ernährt. Die Einheimischen bereiten wirklich leckere Häppchen zu, alles ist ganz frisch und super lecker. Bevor wir zurück gingen, um zu schlafen haben wir uns noch ein Moped geholt. Diesmal eines mit 124 Kubik, da wir für nächsten Tag große Pläne hatten – mehr dazu im nächsten Beitrag!

Liebe auf den ersten Blick – Pai hat mein Herz erobert

Wir sind in einem wunderschönen kleinen Ort angekommen. Warum ich mich hier so wohlfühle, könnt ihr im Beitrag lesen.

Kennt ihr das auch? Es gibt Orte, an denen man sich auf Anhieb wohl fühlt und es gibt Orte an denen man von der ersten Sekunde an, ein komisches Gefühl in sich trägt. Hier in Pai, im Norden von Thailand hatte ich von Anfang an ein wirklich wunderbares Gefühl. Dieser kleine und zuckersüße Ort Pai hat es mir voll und ganz angetan – es ist sooo schön hier!

Die Fahrt von Chiang Mai nach Pai haben wir mit einem Mini-Van absolviert. Da wir bereits wussten, dass die Busse so abgekühlt werden, haben wir uns diesmal noch besser angezogen. Es war aber trotzdem sehr kalt. Ich war froh, dass die Fahrt nur ein paar Stunden dauerte.

Als wir mit dem Mini-Van in den Ort eingefahren sind, waren an der Hauptstraße ganz viele kleine Laternen über die Straße gespannt – das sieht so schön aus und ist eine nette Begrüßung für Neuankömmlinge wie wir. Zu unserer Unterkunft konnten wir zu Fuß gehen, also schnappten wir unsere Rucksäcke und gingen los. Wir gingen durch eine ganz nette Straße – wir sahen viele kleine Lokale und mussten dann über eine Bambus-Brücke. Nach dieser Brücke waren überall ganz viele Bungalows, die an Touristen vermietet werden. Nach kurzer Zeit sind wir bei unserer Unterkunft angekommen und die liebe Gastgeberin hat uns sofort unseren Bungalow gezeigt. Der Garten ist ganz schön und die Hängematte auf unserer Terrasse ist mir auch gleich aufgefallen. Für ein paar Tage haben wir unser eigenes Häuschen.

Den Nachmittag haben wir in diesem Bungalow und die meiste Zeit davon in der Hängematte verbracht. Am Abend gingen wir aber wieder in die Stadt. In den Abendstunden und bei Dunkelheit ist die Stadt noch faszinierender als bei Tag. Die Laternen sind nun eingeschaltet und die Straßen sind dadurch ganz bunt beleuchtet. Außerdem kommen am Abend mehr Leute raus – am Tag ist es bei ca. 30 Grad nämlich immer so heiß, dass man sich nicht richtig wohl fühlt. Mit der Dämmerung kühlt es aber ab und die Leute kommen mit ihren Mopeds und Beiwägen mitsamt Street Food zum Pai Night Market. Live-Musik kommt auch noch dazu. Und jetzt stellt euch bitte diese Stimmung vor: bunte Beleuchtung vor den Augen, angenehme Live-Musik in den Ohren, leckere Düfte in der Nase und warme Temperaturen auf der Haut. Es ist wirklich einfach herrlich und tatsächlich unbeschreiblich wie schön die Stimmung am Pai Night Market ist. Genau deshalb liebe ich die Stadt!

Ein Moped und vier Tempel!

Mit diesem pinken Flitzer haben wir die Gegend um Chiang Mai unsicher gemacht und einige Tempel besucht.

Die Altstadt in Chiang Mai ist wirklich sehr schön. Neben den vielen Tempeln und Massageinstituten gibt es auch zahlreiche sehr nette kleine Lokale und Märkte. Kulinarisch gesehen ging es uns wirklich gut. Wir wollten aber noch mehr sehen und haben von unserer Rezeptionistin ein paar tolle Tipps erhalten. Mit einem kleinen Spickzettel haben wir uns also auf den Weg gemacht. Alle empfohlenen Tempel sind mehrere Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, deshalb stellte sich nun für uns die Frage wie wir hinkommen. Wir könnten uns Grab-Taxis bestellen, wir könnten die speziellen Touristen-Taxis nehmen oder wir könnten uns ein Moped mieten. Nach kurzer Überlegung stand die Entscheidung bald fest: wir mieten uns für einen Tag ein Moped. Das ist erstens am günstigsten und zweitens sind wir damit so frei und flexibel wie sonst mit keinem anderen Transportmittel. Hier in Thailand fahren außerdem ganz viele Leute mit Mopeds, wir machen es also wieder so wie die Einheimischen.

Die Rezeptionistin hat uns drei Tempel empfohlen, die ganz besonders sind. Den ersten, den sie genannt hat, ist das berühmteste Wahrzeichen von Chiang Mai. Sie hat gesagt, den müssen wir unbedingt sehen, wenn wir hier sind. Natürlich haben wir die Empfehlung angenommen und wir düsten los. Dieser Tempel nennt sich Wat Phra That Doi Southep. Der Tempel liegt etwas höher und wurde in einem Hang gebaut. Man musste deshalb ein paar Stufen hinaufgehen, um zum Tempel zu gelangen. Von oben hat man dafür auch einen tollen Überblick über Chiang Mai. Das Highlight bei diesem Tempel war für uns die Segnung von einem Mönch. Wir haben Geld geopfert, dann hat er uns gesegnet und wir haben ein weißes Armband erhalten. Dieses Armband muss man so lange am Arm tragen, bis es von selbst herunterfällt. Durch diese erste Segnung von einem buddhistischen Mönch wird uns der Ort in ganz besonderer Erinnerung bleiben.

Der zweite Tempel, den die Rezeptionistin genannt hat, ist ein ganz besonders alter Tempel. Er nennt sich Wat Umong und es handelt sich um einen Höhlen-Tempel. Man weiß nicht genau wann dieser Tempel gebaut wurde, aber es wird davon ausgegangen, dass dieses Bauwerk schon mehr als 600 Jahre alt ist. Alleine zu wissen, dass dieser Tempel so alt ist, ist sehr beeindruckend. Hier ist alles sehr ursprünglich und an der Pagode erkennt man, dass diese schon sehr lange steht.

Über den dritten Tipp waren wir im Nachhinein am dankbarsten, das war nämlich für uns beide der schönste Tempel an diesem Tag. Ich glaube sogar, dass dies ein gewisser Geheimtipp ist. Ich bin der Meinung, diesen Tempel muss man unbedingt sehen, wenn man in die Nähe von Chiang Mai kommt. Merkt euch also den Namen Wat Pha Lat. Dieser Tempel liegt mitten im Dschungel und alleine der Ort und die Atmosphäre dort sind faszinierend. Der Tempel selbst ist sehr schlicht gehalten, es gibt dort einige kleine Gebäude und keinen großen Haupttempel. Alles ist eher in den Farben braun und weiß gehalten und es wurden viele Naturmaterialien verwendet. Mitten durch das Areal fließt ein Fluss und es sind viele große Steine ersichtlich. Hier ist es auch wichtig ganz leise zu sein, denn dort befindet sich ein großer Bereich zum Meditieren. Wir waren fast alleine dort und konnten so die Umgebung sehr genießen. Man hat wieder einmal sehr stark gespürt, dass dieser Ort ganz viel Energie hat und man dies richtig aufsaugen kann.

Einen letzten Tempel haben wir selbst im Internet gefunden und den wollten wir auch unbedingt sehen. Diese Tempelanlage nennt sich Wat Phrathat Doi Kham. Hier steht eine riesengroßen Buddha-Statue und man hat wieder einen schönen Ausblick über die Umgebung.

Unser kleiner pinker Flitzer hat uns überall gut hingebracht und wir sind auch wieder gut zurückgekommen. Es war sehr schön und spannend auch die Umgebung zwischen den Tempeln zu sehen. Dadurch haben wir die Stadt Chiang Mai noch viel intensiver erkunden können. Wir waren sehr froh, dass wir uns für das Moped entschieden haben!

Am Abend haben wir ihn wieder zurückgeben müssen, denn am nächsten Tag mussten wir wieder bald aus dem Bett – die Weiterreise stand am Programm. Mehr dazu im nächsten Beitrag!

Noch einmal Quarantäne und hoffen, dass wir negativ sind – eine tolle Belohnung wartet!

Auch an Tag 5 mussten wir uns einen PCR-Test unterziehen, um sich dann endlich in ganz Thailand frei bewegen zu können! Es wartet eine tolle Belohnung auf uns.

So wie an Tag 1 mussten wir auch an Tag 5 einen PCR-Test machen und bis zum Erhalt des Ergebnisses im Hotelzimmer in Quarantäne bleiben. Wir haben den Test gleich in der Früh gemacht, damit wir bald wieder frei sind. Für den Test mussten wir nicht lange herumfahren oder suchen, es ist ein kleiner Test-LKW vor das Hotel gekommen. Die Rezeptionistin hat uns angerufen als er da war und dann sind wir schnell raus – einmal in der Nase und einmal in den Mund und wir waren wieder fertig. Nun hieß es aber Quarantäne und wir mussten im Zimmer bleiben und hoffen, dass wir bald wieder frei sind. Vom Hotel haben wir 2 Bananen und frisches Wasser als Snack erhalten.

Zum Glück sind die Ergebnisse noch vor Mittag per Mail gekommen. Wir waren beide negativ und somit haben wir den Zeitpunkt erreicht, ab dem wir uns wirklich völlig frei im ganzen Land bewegen dürfen. Eigentlich klingt das sehr komisch und ziemlich unglaublich – Wahnsinn, wie Covid-19 alles verändert hat.

Zur Feier des Tages gönnten wir uns zu Mittag köstliches Thai Food und einen leckeren Kaffee mit Süßem. Auch den Nachmittag verbrachten wir ganz entspannt und gemütlich. Da Thailand für seine Thai Massagen so bekannt ist, mussten wir das natürlich auch probieren. Als Belohnung für den negativen Test, gönnen wir uns eine Massage, haben wir gesagt. Wir entschieden uns für eine 60-minütige Thai Massage und ich kann euch bereits vorab sagen, dass es herrlich war!

Mit vollem Körpereinsatz haben uns zwei Damen in einem etwas größeren Raum massiert. René und ich sind nebeneinander gelegen und wir wurden fast komplett synchron massiert. Die Thai Massage ist ohne Öl und man bekommt eine spezielle Thai-Hose und ein Shirt – beides sehr angenehm und bequem. Mit diesem Gewand wurden wir dann massiert – begonnen haben sie an den Beinen, dann die Hände und am Schluss den Rücken und die Schultern. Die Masseurinnen sind auch direkt auf unserem Bett gesessen und haben sowohl die Hände als auch Füße zum Massieren eingesetzt. Der Raum war verdunkelt und es wurde ruhige Musik gespielt. Es war wirklich sehr entspannend und angenehm.

Sehr lustig war außerdem auch, dass René und ich unabhängig voneinander nach der Massage gesagt haben, dass wir das unbedingt öfter machen müssen. Man spürt den eigenen Körper so gut und merkt voll, dass es dem gesamten Organismus sehr gut tut. Ich freue mich auch sehr auf die noch kommenden Massagen!

Chiang Mai – die Stadt mit hunderten von buddhistischen Tempeln

Etwas müde aber doch sehr neugierig waren wir gleich mitten im Geschehen und wir haben selbst gesehen warum und wofür Chiang Mai so bekannt ist.

Unser Frühstück haben wir direkt vor einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Chiang Mai genossen. Nämlich vor dem Tha Phae Gate. Das ist wohl das wichtigste Tor der Stadt, denn es ist ein Tor aus der Frühgeschichte in den historischen Stadtmauern von Chiang Mai.

Wenn man durch das Tor geht, kommt man zur Tha Phae Walking Street. Diese Straße sind wir bis ans Ende durchgegangen. Ganz am Ende wartet nämlich ein Tempel auf seine Besucher. Das historische Zentrum von Chiang Mai ist ein Quadrat und in diesem Quadrat haben wir uns eigentlich die ganze Zeit über aufgehalten. Auch unser Hotel war hier drinnen und man konnte die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuß besuchen. Es gibt auch viele tolle Restaurants und Cafés in dieser Gegend. Eine tolle Gegend zum Wohnen!

Als wir diese Straße durchgegangen sind, wurde uns sofort klar und bewusst, warum Chiang Mai „Stadt mit Hunderten von Tempeln“ genannt wird. Ich kann euch gar nicht sagen, wie viele Tempeln wir entlang dieser Straße auf engstem Raum gesehen haben. Einmal links, einmal rechts – wir sind immer hin- und hergelaufen und haben einfach gestaunt. Jeder einzelne davon ist sehr gut erhalten, schön geschmückt und verziert. Außerdem ist genauso wie in Bangkok sehr viel vergoldet. Während unserem Frühstück haben wir auch viele Mönche gesehen, die in der Früh zu diesen Tempeln gegangen sind. Da wir so früh unterwegs waren, hat sich noch nicht viel getan und die Stimmung bei der Ruhe und Stille war sehr besonders.

Zum Glück haben wir dann so um ca. 10 Uhr ein Mail erhalten, dass unser Zimmer für den Check-In bereit ist. Da der Vortag in Bangkok dermaßen heiß war und wir in der Nacht sehr gefroren haben, haben wir uns irrsinnig auf das Zimmer bzw. eine Dusche gefreut. Wir sind sofort zurückgegangen und haben uns geduscht – danach fühlten wir uns wie neue Menschen und endlich haben wir uns in unserer Haut wieder gut gefühlt. Da die Busfahrt nicht so erholsam war, wie eine Nacht im Hotel haben wir über Mittag die Zeit im Zimmer gemütlich verbracht.

Am Nachmittag haben wir uns aber wieder auf den Weg gemacht und gingen zuerst etwas Essen und auf einen Kaffee. Da wir immer noch ziemlich müde und nicht richtig in Schwung waren, sind wir wieder zurück ins Hotel gegangen.

Am Abend haben wir uns aber nochmal aufgerafft und gingen Abendessen. Wir wollten auch die Stimmung in dieser kleinen und ruhigen Stadt bei Dunkelheit genießen. Außerdem habe ich mich auf die Tempel bei Nacht sehr gefreut. Wir sind nämlich davon ausgegangen, dass diese sicher schön beleuchtet sind. Leider hatten jedoch die meisten schon geschlossen. Doch der große Tempel am Ende der Walking Street, der Wat Phra Singh war schön beleuchtet. Am Vormittag haben wir den Tempel innen besichtigt und er hat uns sehr gut gefallen. Am Abend war leider abgesperrt, aber er war schön beleuchtet und wir konnten den Anblick trotzdem durch das Gitter genießen!

Über Nacht in den Norden des Landes – die einzige Herausforderung: ungewohnte Kälte!

In Thailand ist es immer warm? Fehlanzeige! Diese Nacht hat uns temperaturmäßig an unsere Grenzen gebracht!

In einem Nachtbus ging es für uns von Bangkok nach Chiang Mai. Der Nachtbus war wirklich toll. Die Sitze waren sehr breit und für die Füße hatte man genügend Bewegungsfreiraum. Die Sitze konnte man auch ganz gut nach hinten klappen. Als wir in den Bus eingestiegen sind, war uns irrsinnig heiß. An diesem Tag war es in Bangkok nämlich sehr schwül. Es hatte über 30 Grad und die Luft hat ziemlich gedrückt. Wir waren völlig verschwitzt und haben uns auf eine Abkühlung im Bus gefreut. Der Bus wurde ziemlich voll und neben uns ist ein Mönch gesessen!

Um 20:45 Uhr fuhren wir los. Wir konnten uns Bangkok noch bei Nacht ansehen. Jeder Passagier hat eine Flasche Wasser sowie eine kleine Packung Kekse und einen Eier-Kuchen bekommen. Decken wurden aufgrund von Corona nicht ausgeteilt. Wie uns das mitgeteilt wurde, war sehr witzig. Der Steward, der im Bus mitgefahren ist, hat nämlich sein Handy geschnappt und bei Google Translate den Text auf thailändisch eingegeben. Das übersetzte englische Ergebnis hat er uns dann auf seinem Smartphone gezeigt. Heutzutage kann man der Sprachbarriere also sehr leicht entgegenwirken – wir fanden das wirklich witzig. Im letzten Hotel in Bangkok ist es uns nämlich auch passiert. Da hat mich die Rezeptionistin in ihr Handy reinsprechen lassen, damit sie den Text auf thailändisch hat.

Da wir über Nacht fuhren und nächsten Morgen in der neuen Stadt sind, habe ich versucht auch gleich zu schlafen. Überraschenderweise hat das auch ganz gut geklappt. Um kurz nach Mitternacht haben wir dann mal eine Pause gemacht. Das war eine kleine Raststätte, an der man Street Food kaufen oder die Toilette benutzen konnte. Ich hatte jedoch keinen Hunger und war nur kurz am Klo. Wenig später ist die Reise weitergegangen und je länger wir fuhren, desto unangenehmer wurde es. Wir waren zwar darauf vorbereitet, dass es im Bus aufgrund der Klimaanlage kalt wird, aber dass es so kalt wurde, damit haben wir nicht gerechnet. Ich hatte zum Glück eine lange Hose, Socken, Stirnband und mein Strandtuch dabei aber René hatte nur eine lange Hose und ein langes Shirt. Hier im Norden ist es generell in der Nacht kühler als in Bangkok und durch die Klimaanlage wird es natürlich nicht besser. Die letzten Stunden haben wir deshalb nicht mehr schlafen können. René hatte generell nicht gut schlafen können. Jetzt wollten wir einfach nur noch ankommen und uns irgendwo aufwärmen. Mit unseren Handys haben wir auf Google Maps geschaut und es war tatsächlich nicht mehr lange – zum Glück sind wir früher als geplant in Chiang Mai angekommen.

Als wir dann ausgestiegen sind, wurde es jedoch nicht besser. Denn auch draußen war es noch sehr kalt. Es war ca. 05:30 Uhr und finstere Nacht – die Sonne ist erst später aufgegangen. Wir nahmen uns ein Taxi zum Hotel und auch während der Fahrt konnten wir uns nicht aufwärmen, weil das Taxi auch klimatisiert war. Als wir im Hotel angekommen sind und in die Lobby gingen, war es endlich ein bisschen wärmer. Wir haben unser Gepäck abgegeben und recherchiert welche Cafés um 07:30 Uhr öffnen – glücklicherweise haben wir einen Starbucks gefunden, der zu Fuß für uns erreichbar war. Dort haben wir uns dann einen warmen Tee, Mocha und Bananenmuffin als Frühstück gegönnt.

Da wir im Hotel erst später einchecken konnten, machten wir uns gleich auf dem Weg die Stadt zu erkunden. Wir haben gleich sehr viel davon gesehen, mehr dazu im nächsten Beitrag!

Verliebt in die Farbe Gold, verliebt in Details & verliebt in eine Top-Aussicht!

In Bangkok haben wir uns gleich einige große und wunderschöne Tempel angesehen. Am Abend haben wir den Ausblick in einer Rooftop-Bar genossen!

Als wir endlich frei waren und die großen Rucksäcke wieder im Zimmer verstaut haben, ging es in die Stadt. Es standen ein paar Tempel am Programm, die wir zu Fuß erreichen können. Als wir durch die Stadt schlenderten, ist mir sofort aufgefallen, dass hier alles total sauber und ordentlich ist. Man fühlt sich hier auch als Europäer gleich richtig wohl. Ich traue mir vielleicht sogar sagen, dass es hier sauberer ist als in mancher europäischen Großstadt.

Zuerst gingen wir zum Wat Pho. Diese Tempel-Anlage dürfte aus dem 17. Jahrhundert stammen und besteht aus mehreren Gebäuden. Was sofort auffällt ist, dass hier alles mit viel Liebe zum Details gemacht wurde. Man sieht überall ganz viele Mosaik-Steine, es ist sehr viel vergoldet und es gibt sehr viele Gebäude, von denen jedes einzelne seine Besonderheit hat. Das Highlight dieser Tempelanlage ist ein riesengroßer, goldener, liegender Buddha. Dieser Buddha füllt ein ganzes Gebäude aus und wirkt sehr beeindruckend, wenn man direkt davor steht.

Dann wollten wir mit der Fähre über den Fluss zum Wat Arun fahren, den der Wat Pho und der Wat Arun liegen direkt gegenüber. Doch leider haben wir die richtige Anlegestelle nicht gefunden und als wir bei einer anderen waren, wollten uns einige Damen eine 1-stündige Rundfahrt verkaufen, doch das wollten wir nicht. Nach einem kleinen Snack zur Mittagszeit, ging es am frühen Nachmittag weiter zum nächsten Tempel.

Der Wat Phra Kaeo ist der Tempel, der direkt neben dem Royal Grand Palace steht. In diesem Tempel ist ein kleiner Smaragd-Buddha die Hauptattraktion. Interessant ist, dass dieser Buddha eigentlich aus grünem Jade besteht, das wurde jedoch erst später festgestellt und deshalb bliebt der Name bei Smaragd-Buddha. Auch hier gibt es viele Gebäude. So wie beim ersten Tempel ist die Liebe zum Detail sehr offensichtlich. Außerdem ist auch hier ganz viel vergoldet und alles schimmert und glitzert im Sonnenlicht.

Natürlich haben wir uns dann auch noch den Royal Grand Palace angesehen. Dieser war die offizielle Residenz der Könige von Siam (heute: Thailand) vom Ende des 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Auch hier ist der Stil zu den anderen beiden Tempeln sehr ähnlich. Es gibt jedoch nicht so viel Mosaik und alles ist etwas schlichter. Trotzdem wunderschön anzusehen.

In Bangkok hatten wir täglich mehr als 30 Grad. Bei diesen Temperaturen Sightseeing zu betreiben, ist ganz schön anstrengend. Deshalb haben wir uns dann einen köstlichen Eiskaffee bei Starbucks gegönnt.

Anschließend haben wir uns frisch gemacht, denn für den Abend stand noch Großes am Programm. Wir wollten unbedingt auch in das moderne Stadtviertel und den Sonnenuntergang in der Octave Rooftop-Bar genießen. Gesagt, getan – wir nahmen uns ein Taxi und wurden zum Mariott-Hotel gebracht. Dort ging es dann in den 49. Stock hoch und wir hatten einen atemberaubenden Ausblick über die ganze Stadt. Unser Tischchen war auf der Seite, wo die Sonne am Himmel stand. Wir hatten also einen perfekten Platz, um den Sonnenuntergang bei ein paar Mocktails genießen zu können. Mocktails sind übrigens Cocktails ohne Alkohol. Die Stimmung hoch oben im Himmel ist sehr einzigartig. Es wurde gute Musik gespielt, es war angenehm warm und man fühlt sich so frei. Es gibt hier kein Dach, man spürt den Wind und hört die Geräusche von der Stadt. Rund um die Bar ist ein Geländer aus Glas, man sieht also auch sehr gut in alle Richtungen. Diese Bar befindet sich sehr zentral von Bangkok, egal in welche Richtung wir blickten, wir haben nirgendwo das Ende der Stadt gesehen. Hier wurde uns nochmal bewusst, wie groß Bangkok ist! Wir genossen den Abend und den Sonnenuntergang sehr. Der Blick über Bangkok bei Nacht war auch sehr einzigartig. So feierten wir unseren ersten freien Abend in Thailand!

In der Rooftop-Bar haben wir einen Schweizer kennengelernt, der seit einem Jahr in Bangkok arbeitet. Er war ganz nett und hat uns gesagt, dass er später mit seiner vietnamesischen Freundin noch in den „W District“ Essen geht und wenn wir wollen, können wir nachkommen. Das haben wir auch gemacht, nur wenige Minuten später sind wir bei ihnen gewesen. Dort ist ein großer Food Court. Das kann man sich wie folgt vorstellen: in der Mitte stehen ganz viele Tische und Sesseln und rundherum sind viele Container mit verschiedenen Essens- und Trinkspezialitäten aus aller Welt. Wir sind natürlich zu einem Thai Food-Ständchen gegangen und haben ein köstliches Pad Thai zu uns genommen. Gemeinsam mit den beiden haben wir dann den Abend gemütlich ausklingen lassen. Wir haben uns sehr gut unterhalten und hatten viel Spaß. Genau solche schönen und netten Begegnungen machen das Reisen einzigartig! Mich hat es auch besonders gefreut mit der Vietnamesin zu sprechen, wir haben uns über viele verschiedene Welt-Themen unterhalten und ich fand spannend, dass wir ganz viele gleiche Ansichten hatten. Sie hat mir auch sehr viel über Vietnam erzählt, wie es so ist mit den Jobs und warum so viele junge Menschen das Land verlassen – diese Informationen von einer vietnamesischen Staatsbürgerin zu hören, fand ich äußerst spannend!

Next Stop: Bangkok, Thailand

Nach all den Schwierigkeiten und Komplikationen in Sri Lanka, hat hier in Bangkok alles bestens geklappt!

Nachdem beim Check-In und dem Flug alles geklappt hat, sind wir kurze Zeit später in Bangkok – der Hauptstadt von Thailand – gelandet. Ich bin vom Flugzeug ausgestiegen und hatte das Gefühl in einer völlig anderen Welt gelandet zu sein. Es war bei ca. 30 Grad angenehm warm, der Flughafen ist sehr sauber und dann nahm alles seinen Lauf. Das Flughafen-Personal ist sehr nett, freundlich und hilfsbereit und es gibt hier bei der Einreise eine sehr gut organisierte Struktur. Die Passagiere werden sofort eingeteilt wo sie langgehen müssen. Da wir „Test & Go“-Passagiere waren, mussten wir uns auf Sesseln sitzen, bis wir an der Reihe waren. Die Sesseln waren im Flughafenbereich mit genügend Abstand und in sauberer Reihenfolge aufgestellt. Schritt für Schritt kommt man von einer Person zur nächsten und muss die verschiedensten Dokumente vorweisen. Wie bereits erwähnt, alle sind äußerst freundlich und hilfsbereit – da fühlt man sich gleich auf Anhieb wohl im neuen Land. Als wir alles hergezeigt haben, ging es zur Gepäckausgabe. Direkt beim Ausgang wurden wir dann von einer Dame empfangen, die hat uns zu unserem Taxi gebracht und dieser Herr hat uns zum Hotel gefahren. Wir mussten uns um nichts kümmern, es war alles vorbereitet und komplett durchorganisiert! Da wir aus Sri Lanka kamen, wo alles eher drunter und drüber geht, war das für uns eine totale Umstellung, aber es war äußerst angenehm!

Alle Leute, die wir gesehen haben, waren mit Schutzkleidung ausgestattet. Es wird auch ständig alles desinfiziert. Bevor wir zum Beispiel ins Auto eingestiegen sind, wurden unsere Hände desinfiziert. Als die Rucksäcke in dem Kofferraum kamen, wurden diese auch komplett besprüht. Und vorne hat der Fahrer eine komplette Plastikfolie zwischen ihm und den Gästen hinten – wir konnten kein Wort mit ihm sprechen. Die Hygiene-Vorschriften werden also sehr gut eingehalten und umgesetzt. Hier mache ich mir also wirklich keine Sorgen, dass ich mich mit Corona infiziere.

Im Hotel ist es mit der Organisation genau so weitergegangen, wie es am Flughafen begonnen hat. Wir mussten die Hände desinfizieren und dann Platz nehmen, bis die Krankenschwester da war. Noch bevor wir den Schlüssel für unser Zimmer bekamen, wurden wir getestet. Erst dann haben sie uns ins Zimmer gelassen. Und dort mussten wir bis zum Erhalt des Ergebnisses auch in Quarantäne bleiben. Das war für uns kein Problem. Da die letzte Nacht in Sri Lanka ziemlich kurz war, haben wir uns auf ein paar ruhige Stunden gefreut. Am Abend haben wir uns vom Mc Donalds etwas liefern lassen. Das wurde vom Hotelpersonal auch direkt in unser Zimmer gebracht, wir durften ja nicht raus. Das war dann etwas ganz besonderes für uns – der erste Tag in einer neuen Stadt ist bei uns normalerweise der Tag, wo wir gleich raus wollen und die Gegend um die Unterkunft kennen lernen und erkunden. Doch diesmal durften wir nicht und deshalb haben wir das Abendessen im Hotelzimmer genossen. Zuerst wollten wir bei einem heimischen Restaurant bestellen, doch da gab es zwei Hindernisse. Zum Ersten hat die Grab-App viele Namen nur auf thailändisch angezeigt und wir konnten nichts verstehen. Zum Zweiten haben wir dann teilweise verstanden was es heißen soll, aber wir wussten nicht so recht, ob es uns dann schmeckt. Normalerweise schauen wir uns das Essen auch immer gerne in „echt“ an, bevor wir bestellen. Besonders bei uns fremden Gerichten ist es sonst schwierig einschätzen zu können, ob man das mag oder nicht. Das alles wollten wir nicht riskieren und deshalb sind wir auf Nummer Sicher gegangen und haben bei Mc Donald’s bestellt. Der hat hier übrigens auch ganz andere Gerichte als bei uns daheim. Die Lieferung dauerte nicht lange, eine nette Dame hat an der Tür geklopft und dann haben wir alles genüsslich verspeist.

Im diesem ersten Hotel sind wir um ca. 14 Uhr angekommen und es hat geheißen, dass das Ergebnis des PCR-Testes ca. 8 Stunden dauern wird. Da wäre es dann schon 22:00 Uhr gewesen und die Rezeption hat uns nicht mehr gestört. Deshalb hat René nächsten morgen bei der Rezeption angerufen und nachgefragt und zum Glück waren wieder beide Tests negativ. Das Frühstück mussten wir aber trotzdem noch im Zimmer verspeisen, da dieses für alle Hotelgäste bereits portioniert wurde. So haben wir das Frühstück noch im Zimmer genossen und dann durften wir endlich raus!

Was allerdings beim PCR-Test noch sehr interessant war ist, dass in Thailand ein anderer CT Wert herangezogen wird, als in Österreich. Hier gilt man bei einem CT Wert von <= 40 als „positiv“. Daheim liegt der Wert bei 30. Das fanden wir wirklich spannend.

Als wir nun endlich raus in die Stadt durften, haben wir unsere Rucksäcke geschnappt und diese in das nächste Hotel gebracht. Wir konnten bereits um 9 Uhr am Vormittag einchecken. Das hatten wir noch nie zuvor erlebt – der Grund dafür ist aber einfach, durch Corona sind fast keine Touristen in Thailand und es sind überall genügend Zimmer frei. Auch bei den Sehenswürdigkeiten waren nie viele Touristen zu sehen. Was wir uns alles gleich am ersten Tag angeschaut haben, kommt im nächsten Beitrag!