Sri Lanka

Sri Lanka ist eine Insel und liegt im indischen Ozean. Die Insel hat fast 66.000 km² und ca. 22 Millionen Einwohner. Sri Lanka wird aufgrund seiner Form und der fruchtbaren Erde von vielen die grüne Perle genannt und dies kann ich nur bestätigen. Der Inselstaat hat sehr viele große Waldflächen und die meisten Häuser sind so niedrig, dass sie unter den Wäldern verschwinden. Das gesamte Gemüse und Obst, das hier wächst und gedeiht schmeckt köstlich. Die meisten Menschen hier sind sehr freundlich und hilfsbereit. In touristischen Gegenden muss man jedoch aufpassen, da können so manche Männer sehr aufdringlich werden. Als alleinreisende Frau würde ich mich in Sri Lanka nicht wohlfühlen.

Einreise

Um in Sri Lanka einreisen zu dürfen, muss man vorab online ein Visum beantragen. Dies ist hier möglich. Es muss einfach alles ausgefüllt werden und nach ein paar Tagen bekommt man das bestätigte Visum per Mail zugestellt. Mit diesem Visum darf man sich 30 Tage im Land aufhalten. Aufgrund der Corona-Pandemie benötigten wir im Jänner 2022 zusätzlich zum Impfnachweis einen negativen PCR-Test und mussten am Flughafen eine Health Declaration ausfüllen. Bitte beachte diesbezüglich die aktuellen Informationen vom Außenministerium.

Die Krankenhäuser in den Städten entsprechen nicht unserem Standard und in den ländlichen Gebieten ist die medizinische Versorgung nicht gewährleistet. Es wird die Tollwut-Impfung empfohlen, da die streunenden Hunde eine Gefahr sind. Durchfallerkrankungen treten häufig auf – wir haben deshalb die Cholera-Schluckimpfung genommen und hatten zum Glück nie ein Problem. Außerdem sollte unbedingt Insektenschutz verwendet werden, um Tropenkrankheiten wie Dengue-Fieber zu vermeiden. Dies ist besonders in der Regenzeit zu beachten.

Reiseroute

Wir haben fast 4 Wochen in Sri Lanka verbracht. Unsere Route sah wie folgt aus, in der Klammer siehst du die Anzahl der Nächte: Colombo (2) – Midigama (2) – Weligama (2) – Mirissa (2) – Udawalawe (2) – Buttala (1) – Arugam Bay (2) – Ella (4) – Kandy (2) – Dambulla (3) – Pinnawala (3) – Negombo (1).

Top-Sehenswürdigkeiten & Insidertipps

Udawalawa Nationalpark
Mein absolutes Highlight unserer Sri Lanka Reise war der Besuch im Udawalawa Nationalpark. Wir sind bald in der Früh gestartet und hatten einen tollen Tag. Es waren so viele Elefanten in der freien Wildbahn zu sehen. Wir sahen auch viele Vögel, Affen, Wasserbüffel, Pfaue und Krokodile. Besonders toll war unser Führer, der von der Unterkunft gebucht wurde – nächtigt unbedingt bei Green View Safari Resort – dieses Ehepaar ist äußerst nett, das Essen köstlich und der Bungalow schön.

Delfin- und Walbeobachtung in Mirissa
Ein weiteres Highlight war für mich die Tiere im Wasser zu beobachten. Mirissa ist bekannt dafür und leider gibt es hier keine Tierschutzbestimmungen und die Wale und Delfine werden teilweise richtig belästigt. Fährt daher unbedingt mit der Firma Raja & the Whales. Die Brüder, die diese Firma führen, achten auf das Tierwohl und man kann direkt auf deren Homepage buchen. Man bekommt die Fotos direkt von ihnen und kann daher die Bootsfahrt richtig genießen.

Crocodile Rock in Arugam Bay
Eine kurze Wanderung entlang einem Strand führt zu einem großen Stein, der wie ein Krokodil aussieht. Von diesem Stein aus hat man einen perfekten Rundumblick. Begleitet von Naturgeräuschen sieht man auf der einen Seite das wunderbar grüne Land und auf der Seite einen schönen Strand und das Meer. Diese Aussicht muss man nur noch genießen.

Teefabrik in Ella
Im Landesinneren von Sri Lanka sieht man überall ganz viele Teepflanzen. Ein Besuch in der Teefabrik ist daher auch ein absolutes Must-Do. Wir waren in der Halpé Tea Fabrik und ich kann den Besuch dort sehr empfehlen. Ein Ticket bekommt man direkt vor Ort – einfach in der Früh hinfahren und dann geht es los. Man bekommt die Schritte der Teeproduktion sehr gut erklärt und am Schluss gibt es eine Verkostung und Einkaufsmöglichkeit.

eine Zugfahrt
In Sri Lanka sind die Züge aus der britischen Kolonialzeit noch in Betrieb. Die Fahrten mit dem Zug hier, werde ich lange nicht vergessen. Es ist etwas holprig, aber sehr lustig. Die Türen und Fenster sind während der Fahrt offen und es kommen ständig Einheimische vorbei, die alle mit Snacks versorgen. Das Ticket bekommt man zu einem sehr günstigen Preis direkt am Bahnhofsschalter, dann einfach einsteigen und die Fahrt genießen!

Ein absoluter Insidertipp ist die öffentliche Straße durch den Yala Nationalpark. Auf dieser Straße trifft man mit ziemlicher Sicherheit freilaufende und wildlebende Elefanten. Es ist ein einzigartiges Erlebnis Elefanten so nahe zu sehen. Gib im Navi einfach den Ort Galge ein, dann kommst du zu dieser Straße.

Strände-Guide

Midigama Beach
Dies ist ein kleiner aber feiner Strand. Am Abend kommen einige Surfer, die dem Hotspot Weligama ausweichen wollen. Es gibt dort ein Ständchen einer einheimischen Familie, dort gibt es leckere Kokosnuss und Sonnenliegen zum Mieten. Da der Strand nur sehr klein und eher unbekannt ist, sind nur wenige Touristen anzutreffen. Ein Nachteil dieses Strandes ist, dass die Hauptstraße fast direkt vorbei geht und man den Verkehrslärm sehr stark hört. Das Wasser und der Sand laden aber zum Schwimmen und Baden ein.

Weligama Beach
Als Hotspot für Sufbeginner ist dieser Strand sehr bekannt. Dafür ist er auch wirklich perfekt, am Strand gibt es viele Surfbretter und Kursanbieter. Es gibt hier eher kleine Wellen, die für Surf-Anfänger wirklich perfekt sind. Der Strand ist sehr lang und breit. Das Wasser ist sehr seicht. Zum Schwimmen und Baden ist es hier deshalb nicht optimal – außerdem sind hier auch wirklich viele Surfer und man muss Acht geben, dass nichts passiert, wenn man ohne Surfbrett ins Wasser geht. Wenn du aber surfen lernen willst, dann ist es der perfekte Ort.

Mirissa Beach
In Mirissa machen die sehr hohe Wellen den Strand zu etwas ganz besonderem. Surfer sieht man hier nur sehr selten. Der Sand ist sehr schön und das Wasser gleich ziemlich tief. Hier ist es perfekt zum Schwimmen und Baden. Diese Bucht eignet sich außerdem phänomenal dafür auf den Meereswellen zu reiten und mit ihnen herum zu hüpfen. Hier wird man zu einem kleinen Kind, wenn man im Wasser ist. Am Strand findet man viele Restaurants und Bars – für Verköstigung ist also zur Genüge gesorgt.

Arugam Bay Beach
Auch dieser Strand ist sehr bekannt unter Surfern. Als wir im Jänner dort waren, hatte die Saison jedoch noch nicht begonnen und seit Corona ist dieser Strand sehr wenig besucht, da die Anreise mit Öffis (z.B. Zug) eher kompliziert ist. Wir waren an diesem riesigen Strand deshalb völlig alleine. Es war wunderschön still und ruhig . Am Ende des Strandes kann man ganz vielen Fischern zusehen, wie sie die großen Fischernetze aus dem Meer holen und ihre Beute verteilen und verkaufen – das haben wir sonst an keinem anderen Strand beobachtet.

Whiskey Beach
Ein absoluter Geheimtipp ist der Strand am Whiskey Point in der Nähe von Arugam Bay. Hierbei handelt es sich wieder um einen riesengroßen, menschenleeren Strand. Die Meereswellen sind sehr hoch, der Sand ist hellbraun und sehr breit. Es wären hier einige Unterkünfte entlang vom Strand – aktuell tut sich hier aber nichts. Es ist unbeschreiblich schön, die Ruhe bei Meeresrauschen genießen zu können.

Unterkünfte & Fortbewegungsmittel

Während unserem Aufenthalt in Sri Lanka haben wir fast immer in Home Stays übernachtet. Ein Home Stay bedeutet, dass man in keinem Hotel oder einer Firma bzw. Organisation nächtigt, sondern bei einheimischen Familien. Viele Familien haben ein paar Zimmer dabei und die werden dann an Reisende vermietet. Ich finde es so bezaubernd und wirklich schön direkt bei den Familien wohnen zu können. Meistens handelt es sich um ältere Paare, deren Kinder außer Haus sind und sie sich deshalb über Besuch riesig freuen. Die Menschen freuen sich so, dass man sogar öfter Mahlzeiten oder Tee mit Mehlspeise von ihnen bekommt. Eine Frau hat uns sogar die Wäsche gratis gewaschen. Diese Unterkunftsart können wir also mit super gutem Gewissen weiterempfehlen. Es ist günstig und macht Spaß mehr von den Familien zu sehen und diese besser kennen zu lernen. Ich liste hier die Home Stays auf, bei denen wir uns sehr wohlgefühlt haben und alles super geklappt hat:

OrtName der UnterkunftAnmerkung
WeligamaWeligama Bay Housesehr kleines aber feines Zimmer
MirissaSoorya Guest Mirissagroßes Zimmer bei netter Familie
UdawalaweGreen View Safari Resorttoller Bungalow, köstliche Speisen (Frühstück & Abendessen) und sehr freundliche Eigentümer, guter Führer für Udawalawe Nationalpark
EllaSolitary Resort Ellaschönes großes Zimmer, tolle Terrasse mitten im Dschungel, leckeres Frühstück und extrem freundlicher Gastgeber
DambullaRock Arch Dambullasehr saubere große Zimmer, ausgiebiges köstliches Frühstück, nette alte Dame als Gastgeberin
PinnawalaSuwani Pinnawala Homestaysehr freundliches Gastgeber-Ehepaar, Kostproben aus der Küche von Sri Lanka

Als Fortbewegungsmittel ist in ganz Sri Lanka das Tuktuk an erster Stelle. Mit diesem Gefährt fahren die Leute aus Sri Lanka überall hin. Um auch selbst sehr flexibel zu sein, haben wir uns auch ein Tuktuk gemietet und wir können dies nur weiterempfehlen. Es macht riesigen Spaß und die Leute freuen sich, wenn sie Touristen im Tuktuk sehen. Hier habe ich bereits während der Reise einen Blog-Beitrag mit dem 7 Gründen für ein Tuktuk geschrieben. Außerdem kann ich euch diesbezüglich auf meinen Rabattcode hinweisen. Mit dem Code JULIETUKTUK bekommt ihr bei Tuktuk Rental einen Rabatt von 5%.

Zusätzlich zu erwähnen ist hier der Zug oder Bus. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in Sri Lanka sehr weit verbreitet und günstig. Außerdem können diese Fahrten zu einem besonderen Erlebnis werden – das Zugfahren habe ich bereits in den Top-Sehenswürdigkeiten und Insidertipps erwähnt. Das Bus fahren ist auch sehr lustig, die Musik ist laut, die Hupe im Dauereinsatz und der Verkehr sehr lebhaft. Man steigt einfach in den Bus ein und zahlt dann je nachdem wohin man fährt.

Es sind außerdem überall Tuktuk-Taxis verfügbar, wenn man lieber in den Genuss eines privaten Chaffeurs kommt. Verwendet dazu am besten das App Uber – in Colombo ist dies verfügbar. Im Rest des Landes kann man sich leider auf kein App verlassen. Hier muss einfach mit den überall wartenden Taxler hart verhandelt werden – lest dazu mehr unter Kosten.

Typische Küche

Die Gerichte in Sri Lanka haben unseren Gaumen sehr verwöhnt. Reis und Curry ist ein traditionelles Gericht. Es werden verschiedenste Currys gekocht, am bekanntesten ist wohl das Dhal-Curry. Das wird von den Einheimischen schon zum Frühstück gegessen. Manchmal haben wir auch einen Sri Lankan Pancake bekommen – das ist eine leckere Palatschinke, die mit karamellisierten Kokosflocken gefüllt ist.

Ein weiteres Gericht, dass du unbedingt probieren musst, ist das Kottu. Dabei handelt es sich um gehacktes Fladenbrot, das gemeinsam mit Gemüse angebraten wird.

Generell ist die Küche in Sri Lanka für unsere Verhältnisse ziemlich scharf. Wenn du nicht scharf isst, musst du dies bei der Bestellung unbedingt mitteilen, sonst könnte es unangenehm werden.

Kosten

Die Währung in Sri Lanka sind Rupien, Sri Lankan Rupees. Die Abkürzung lautet LKR und aktuell sind 100 LKR ca. 0,30 €.

Sri Lanka ist ein armes Land. Dies merkt man sofort bei den Preisen für die Speisen – in Tourismusgebieten sind die Preise jedoch angepasst und man zahlt mehr als im Durchschnitt. Bei den meisten Eintritten ist es auch so, dass Ausländer mehr bezahlen als Einheimische – das muss man einfach so hinnehmen.

Eine Kokusnuss am Strand kostet im Durchschnitt 100 Rupien, das sind. ca. 0,40 €. Pro Essen gehen, haben wir immer ca. 2.000 bis 3.000 Rupien bezahlt. Dabei inbegriffen sind 2 Hauptspeisen und 2 Getränke – meist Fruchtshakes. Das ergibt ca. 8 € bis 13 € pro Mahlzeit. Wir waren hierbei in erster Linie in kleinen einheimischen Restaurants und keinen Touristen-Luxus-Restaurants.

Bei den Tuktuk-Taxis muss man immer handeln. Die Fahrer wollen die Touristen abzocken und starten mit sehr hohen Preisen. Hier muss man stark bleiben und darf den Preis ruhig sehr stark drücken. In Colombo empfehlen wir das App Uber zu nutzen, hier sind die Preise bereits vorab klar und wirklich fair.

Das Zugfahren ist wirklich sehr billig, die Fahrt von Colombo in den Süden zu den Stränden hat uns nur € 2,33 in der 2. Klasse gekostet. Es gibt sogar noch eine 3. Klasse, da kann man noch mehr sparen. Auch das Busfahren ist sehr günstig. Um Kosten zu sparen und nebenbei auch einen kulturellen Aspekt zu erleben, daher manchmal auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

Blog-Beiträge

Hier sind alle Blog-Beiträge aufgelistet, die ich über Sri Lanka geschrieben habe. Wenn du mit dem ersten beginnen willst, scrolle einfach ganz nach unten.

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