Es wird Zeit sich zu Verabschieden!

Die 3,5 Wochen in Sri Lanka sind sehr schnell vergangen. In diesem Beitrag findet ihr meine Zusammenfassung für die Insel – mit positiven und negativen Aspekten.

Unsere letzten Tage in Sri Lanka haben wir sehr genossen. Wir hatten nicht mehr viel vor und konnten so die Zeit sehr genießen! Ich habe es auch geschafft Yoga zu machen, das hat mich persönlich sehr gefreut. Von Pinnawala haben wir uns mit dem Tuk Tuk zurück auf den Weg in Richtung Westküste gemacht. Am vorletzten Tag haben wir unser Gefährt in der Nähe vom Flughafen abgegeben. Da waren wir fast ein bisschen traurig als wir das Tuk Tuk hinter uns lassen mussten…

Ein besonderes Erlebnis der letzten Tage in Sri Lanka war der PCR-Test, den wir für die Weiterreise brauchten. Im Internet haben wir leider keine Informationen gefunden, wo diese Tests gemacht werden. Wir haben dann bei unserem Vermieter-Ehepaar gefragt und der Mann war so nett und hat uns sogar zum Krankenhaus begleitet und für uns in die Wege geleitet, dass wir einen PCR-Test machen können. Bis zum Ergebnis dauert es mehr als 30 Stunden und deshalb ist das Ehepaar so nett und holt unser Ergebnis ab und schickt es uns dann per WhatsApp weiter, damit wir es haben. Das Krankenhaus selbst kann leider das Test-Ergebnis nicht per Mail zur Verfügung stellen und wir sind zum Zeitpunkt der Abholung schon in Negombo. Da unser nächster Flug ganz bald in der Früh geht, müssen wir die letzte Nacht in Sri Lanka in der Nähe vom Flughafen verbringen.

Rückblickend kann ich sagen, dass Sri Lanka ein wunderschönes Land ist. Die Natur hier hat wirklich sehr viel zu bieten! Die Küche ist auch wunderbar. Reis mit Curry ist nun eines unserer Lieblingsgerichte. Wir lieben aber auch Roti und Kottu – das haben wir auch ziemlich oft gegessen. Und mit dem Sri Lankischem Frühstück haben wir uns auch sehr gut anfreunden können. Als pikanten Teil gibt es da Reis oder Nudeln mit Curry und als süßen Teil die Sri Lankan Pancakes. Diese Kokos-Honigfüllung in Palatschinken oder Nudeln schmeckt wirklich herrlich. Ich will die Speisen nach der Reise daheim unbedingt nachkochen. Hoffentlich schmeckt daheim auch alles so gut wie hier in Sri Lanka. Die tropischen Früchte muss ich hier natürlich auch nochmal erwähnen – Kokosnuss, Ananas, Passionsfrucht, Mango, Papaya, Bananen und Wassermelonen schmecken hier einfach köstlich und ich hoffe, dass ich auch in den nächsten Ländern genug davon bekommen kann.

Was außerdem sehr positiv anzumerken ist, ist dass die meisten Leute hier in Sri Lanka sehr nett, freundlich und hilfsbereit sind. Als einmal unser Tuk Tuk mitten auf der Kreuzung nicht mehr anspringen wollte, sind gleich Einheimische gekommen und hätten uns geholfen. Auch alle Familien, bei denen wir übernachtet haben, waren irrsinnig nett und hilfsbereit. Wir haben oft einfach Tee serviert bekommen oder es wurde uns die Wäsche kostenlos gewaschen oder wie bereits oben erwähnt wir wurden ins Krankenhaus begleitet. In den Restaurants sind die Leute hier auch immer irrsinnig nett und sehr zuvorkommend. Besonders die Menschen in den einheimischen Lokalen haben eine Freude wenn man ihre lokalen Spezialitäten kostet. Bei den Straßenverkäufern kann man es gut oder nicht so gut erwischen, aber im Großen und Ganzen sind auch die sehr nett.

Leider kann man dies allerdings nicht von allen Einheimischen sagen. Besonders bei Touristenattraktionen oder bei Tempel kommt es oft vor, dass die Einheimischen unbedingt eine geführte Tour verkaufen wollen. Oder viele davon wollen den Touristen unbedingt etwas verkaufen. Leider akzeptieren die meisten ein einfaches „No, thank you.“ nicht und laufen einige Meter hinterher und rufen laut nach. Das hat mir nicht so gut gefallen. Es ist zwar grundsätzlich nett gemeint, aber meist zahlt man dann überhöhte Preise und oft landet man sogar in einer richtigen Abzocke. Besonders in Spicy Garden kann man darüber auch viel im Internet lesen. Zum Glück ist uns so etwas nicht passiert, wir sind sehr hartnäckig geblieben und haben uns die meisten Dinge ganz alleine und in Ruhe angesehen. Wenn man der Typ ist, der gerne einen Reiseführer bei sich hat, dann würden wir empfehlen, diesen bereits vorab zu buchen und den gesamten Aufenthalt in Sri Lanka über bei diesem einen Führer zu bleiben.

Was auch nicht so nett gegenüber Touristen ist, sind die erhöhten Eintrittspreise bei fast allen Touristenattraktionen. Sei es zum Beispiel beim Sigiriya, im Elephant Orphanage oder im Botanic Garden – dort überall haben wir sehr viel höhere Preise bezahlt als die Locals. Das finde ich nicht fair und sehr diskriminierend. Schließlich kann man es uns von der Weite ansehen, dass wir keine Einheimischen sind und das wird bei den Eintrittstickets beinhart ausgenutzt.

Leider ist die Luftqualität hier in Sri Lanka trotz der vielen Pflanzen und Bäume nicht sehr gut. Es wird ständig neben der Straße oder neben den eigenen Häusern etwas verbrannt – meist kommt da der gesamte Müll (auch Plastik) zusammen und es wird angezündet. Erstens stinkt das erbärmlich und es ist auch nicht schön, wenn zwischen den Wäldern dicke Rauchwolken aufsteigen. Die Busse und Fahrzeuge rauchen auch sehr stark und lassen sicher viel Schmutz in die Luft. Wir haben beim Tuk Tuk Fahren oft die Luft angehalten, um nicht alles so stark einzuatmen. Leider liegt auch sonst oft viel Müll im Straßengraben oder in irgendwelchen Ecken oder Hängen – das wäre meiner Ansicht nach eine Aufgabe der Regierung, dass die Mülltrennung und Müllentsorgung besser funktioniert.

Was Sri Lanka jedoch sehr schön ist, ist dass die meisten Häuser und Gebäude unter den Bäumen und Wäldern verschwinden. Wenn man auf einer Erhöhung ist und über das Land blickt, sieht man fast nur grüne Flächen, da die Häuser der Familien darunter stehen. Das finden wir sehr toll! Außerdem werden hier die Pflanzen bei Bauarbeiten viel mehr eingebunden. Wir haben oft Zäune oder Mauern gesehen, wo für einen Ast einfach eine Ausparung gemacht wurde. Bei uns würde man alles umreißen oder umschneiden. Das finde ich sehr toll von Sri Lanka!

Was ich am Schluss auch unbedingt noch anmerken muss, ist die tolle Tierwelt hier in Sri Lanka. Es ist so nett wenn man überall Affen trifft. Egal ob am Strand, neben der Straße, auf den Bäumen, neben den Unterkünften oder bei Sehenswürdigkeiten. Ich habe sie immer gerne beobachtet. Die Elefanten haben es mir auch richtig angetan, aber wie bereits erwähnt sind mir die frei und wild lebenden am liebsten. Und was ich noch nie erwähnt habe ist, dass hier in Sri Lanka ganz viele wilde Hunde leben. Fast täglich hört und sieht man Hunde – die gehören aber niemanden sondern laufen einfach überall frei herum. Daran muss man sich am Anfang auch erst gewöhnen, denn die bellen auch einfach wenn es ihnen passt. Leider sind aber viele Hunde in keinem guten Zustand, die meisten haben viele Läuse und Flöhe und sind sehr abgemagert. Das finde ich sehr schade, aber die Leute lassen die Hunde zumindest leben!

Die Insel Sri Lanka ist auf jeden Fall eine Reise wert und ich kann es nur empfehlen, hier her zu kommen. Ein Aufenthalt bietet sehr viel Abwechslung. Schöne Strände und hohe Berge, wundervolle Tempel und Nationalparks – in Sri Lanka ist wirklich für jeden etwas dabei! Man muss sich aber auch dessen bewusst sein, dass man in einem etwas ärmeren Land unterwegs ist und die Sauberkeit und Hygiene mit dem europäischen Standard nicht zu vergleichen ist.

Falls ihr mal Lust habt nach Sri Lanka zu kommen, könnt ihr euch natürlich gerne melden und ich kann euch noch mehr und nähere Details dazugeben. Für mich ist jetzt aber Schluss, denn das nächste Land wartet auf uns – mehr dazu im nächsten Beitrag!

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