As Salt, Jerash und Irbid – im Norden des Landes finden wir eine beeindruckende Stadt und viele Ruinen

Da wir noch Zeit hatten, ging es für uns auch ganz in den Norden von Jordanien. Wir haben viele archäologische Stätten besucht.

Gegen Ende unserer Jordanien-Reise haben wir uns auf den Weg in den Norden des Landes gemacht. Wir haben einige archäologische Ausgrabungen besucht. Eigentlich sind René und ich beide nicht so Fans davon. Lieber sind wir draußen in der Natur und erleben etwas mit Tieren, aber da wir noch Zeit hatten, haben wir die bekanntesten Stätten im Norden auch besucht.

Ganz spontan machten wir einen Zwischenstopp in einer kleinen Stadt namens As Salt. Obwohl der Verkehr in der Stadt ziemlich chaotisch war, waren wir sehr froh, dass wir diesen Stopp gemacht haben. Wir haben nämlich eine richtig schöne Einkaufsstraße entdeckt. Es waren nur Einheimische unterwegs, die Stimmung war sehr ruhig und entspannt, das Gemüse und Obst hat herrlich ausgesehen. Man konnte Haushaltsgeräte, Kleidung und auch alles weitere kaufen. Die Gewürze haben wieder herrlich geduftet und bei den Mehlspeisen konnte ich nicht vorbeigehen ohne etwas zu kaufen. Wir gingen auch lecker Mittagessen in dieser Straße, der Stopp war wirklich sehr gelungen.

Danach fuhren wir nach Jerash und haben dort die archäologischen Stätten der Griechen und Römer besichtigt. Des weiteren sind wir zur Ajloun Burg gefahren und haben den Rundblick genossen. Zu guter Letzt sind wir auch noch nach Umm Quais gefahren und wir haben auch dort die Ausgrabungen besichtigt. Dort haben wir auch eine kleine Schildkröte entdeckt. Wir waren da so weit nördlich von Jordanien, dass wir wieder die Nachbarländer Israel und Syrien gesehen haben. Bei guter Sicht hätten wir auch bis nach Libanon gesehen. Diese Aussicht hat mich jedoch etwas nachdenklich gemacht, denn in Syrien hinter den Bergen, die wir sahen, wird Krieg geführt und alleine der Gedanke stimmt mich sehr traurig.

Die Autofahrten durch das Land waren sehr angenehm. Die Straßen sind gut ausgebaut und wir konnten überall gut hinfahren. Jordanien ist sehr hügelig und deshalb kam es auch öfter vor, dass die Straßen ziemlich steil waren. Interessant war auch, dass die Straße bei Regen extrem rutschig war. Durch den Sand, der überall war wurde es sehr gefährlich wenn die Straße nass war.

Generell war auch sehr spannend, dass wir in Jordanien sehr viele Elektro-Autos gesehen haben. Es gibt auch überall viele Photovoltaik-Anlagen und an manchen Stellen fanden wir sehr viele Windräder. Es scheint also so, als wäre Jordanien hinsichtlich nachhaltiger Energiegewinnung schon sehr weit vorangeschritten.

Madaba – Erinnerungen und Entdeckungen aus der Zeit von Jesus

Wir besuchten die Taufsstelle von Jesus, die erst vor ungefähr 20 Jahren ausgegraben wurde. Auch viele schöne Kirchen waren in dieser Gegend zu sehen.

Als wir von Karak nach Madaba weitergefahren sind, kamen wir in einen richtigen Sandsturm. Es hat sich ein bisschen so angefühlt als wäre alles Nebel aber tatsächlich war hier sehr viel Sand in der Luft. Der Wind hat auch extrem geweht, das haben wir im Auto total gespürt. Als wir dann angekommen sind und in einem Gastgarten Platz genommen haben, war der Tische voll mit Sandstaub. Der Kellner hat uns dann erklärt, dass dies im Herbst immer so ist, während wir dann unsere Falafel mit Humus gegessen haben, wurde wieder alles staubig und wir waren froh, dass wir mit dem Essen fertig waren.

In der Stadt Madaba konnten wir uns zu Fuß einige katholische Kirchen ansehen. Die Besonderheiten dieser Kirchen sind die vielen Mosaik-Bilder, die man überall am Boden findet. Es wurden auch richtige Stadtpläne aus Mosaik ausgegraben und gefunden. So konnten die Archäologen nachvollziehen wie die Stadt und die Umgebung früher ausgesehen hat.

Am nächsten Tag machten wir uns auf dem Weg zur israelischen Grenze. Erst vor ungefähr 20 Jahren wurde am Jordan, dem Fluss der die Grenze zwischen Jordanien und Palästina bzw. Israel ist, die ehemalige Taufstelle von Jesus ausgegraben. Heute ist der Fluss und somit auch die Grenze ziemlich schmal, weil das Wasser des Flusses für die israelische Bevölkerung abgepumpt und umgeleitet wird. Da man sich hier direkt auf der Landesgrenze befindet, darf man nur mittels Führung zu der Taufstelle. Überall sind auch Grenzbeamte und Militär zu sehen.

Die Taufstelle selbst ist eine kleine Kapelle neben einer Kirche. Das ist alles noch ziemlich gut erhalten. Ganz in der Nähe von dieser Taufstelle wurden zehn weitere Kirchen erbaut. Die sind im Laufe der Zeit dazugekommen. Die Taufstelle selbst ist heute leider trocken, weil das Wasser dermaßen zurückgegangen ist. Es war trotzdem interessant zu sehen, wo Jesus damals getauft wurde. Am Schluss durften wir dann sogar den Jordan-Fluss berühren. Auf der israelischen Seite haben wir sogar Taufen im diesem Fluss beobachtet. Die Stimmung an dieser Wasserstelle war sehr besonders und es war für uns eine interessante Erfahrung mal an einer christlichen Stätte zu sein.

In Jordanien ist die größte Religionsgemeinschaft der Islam. Deshalb war es für uns umso spannender, dass das Christentum, das bei uns daheim in Europa am weitesten verbreitet ist, hier im mittleren Osten seine Ursprünge hat.

Aqaba und Kerak – wir waren auch im roten Meer und haben eine Burg besucht, die im Winter mit Schnee bedeckt ist

Wir waren in einem weiteren uns unbekannten Meer und wurden von der Kälte in den Bergen von Jordanien sehr überrascht.

Ganz im Süden von Jordanien liegt die Stadt Aqaba. Hier hat man Zugang zum roten Meer. Es ist sehr cool, dass wir in Jordanien zwei Meere besuchen durften. Wir waren außerdem nur eine halbe Stunde von der Grenze zu Saudi-Arabien entfernt und haben über das Meer nach Ägypten und Israel gesehen. Das finde ich immer besonders spannend, wenn man über Ländergrenzen hinweg blicken kann.

In Aqaba gibt es eine schöne Promenade, an der sind wir entlang spaziert. Wir haben die große Flagge bewundert und nebenbei den Sonnenuntergang genossen. Es gibt auch eine wunderschöne Moschee. Außerdem haben wir ganz in der Nähe von unserer Unterkunft einen Bäcker entdeckt. Überall in Jordanien wird zu jeder Mahlzeit Pita-Brot gegessen und in Aqaba hatten wir die Möglichkeit genau zu sehen, wie dieses Brot hergestellt wird. Das war sehr spannend und natürlich war das ganz frische Brot besser als jedes andere.

Am Abend haben wir in einem netten Café am Strand einen Kaffee und die typischen arabischen Süßigkeiten, nämlich Baklava verspeist. Dabei haben wir den Blick auf Israel genossen. Aqaba ist generell sehr touristisch, auf den Straßen sieht man viele Touristen. Zum Glück war dies aber am Strand vom Roten Meer nicht so. Einen ganzen Tag waren wir dort. Wir gingen aber beide nur einmal in das Wasser und haben geschnorchelt, weil das Wasser so kalt war. Hier gibt es auch Jahreszeiten und es ist jetzt Herbst, da sind die Temperaturen geringer als im Sommer. Die Stimmung am Strand mit dem Blick aufs Meer und der Windbrise im Haar war sehr entspannend und schön.

Nach Aqaba fuhren wir nach Karak und dort wurden wir beim Aussteigen richtig überrascht. Es war kalt. Es war sogar so kalt, dass wir die Weste bzw. Jacke ausgepackt haben. Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet. Es wurde uns erklärt, dass die Stadt auf fast 1.000 Meter liegt und jetzt im Herbst ist es kalt und im Winter liegt sogar ab und zu mal für ein paar Tage Schnee. Das haben wir erst geglaubt, als wir auch wirklich Fotos gesehen haben.

In unserer Unterkunft in Karak hatten wir einen ganz netten Gastgeber. Er fuhr mit uns am Abend zum Sonnenuntergang über dem toten Meer und wir bekamen ein sehr leckeres heimisches Frühstück. Als wir danach die Burg Karak besucht haben, haben wir die Kälte gespürt. Der Wind hat sehr stark geweht und es war wirklich richtig kalt. Die Burg war aber sehr beeindruckend und hat uns gut gefallen. Die Sandsteine machen das Flair sehr interessant und wir konnten uns in manchen Räumen richtig gut vorstellen, wie das früher bewohnt wurde.

Wadi Rum, danke für die tolle Erfahrung in der Wüste

Wir haben zwei unglaubliche Nächte in der Wüste verbracht. Es ist sehr spannend zu hören und sehen, wie Beduinen leben.

Jordanien hat uns von Anfang an beeindruckt und fasziniert, je weiter wir hinaus aufs Land gekommen sind, desto besser hat es uns gefallen. Natürlich konnten wir uns deshalb auch die Möglichkeit in der Wüste Wadi Rum zu nächtigen nicht entgehen lassen. Ich sag es dir, es war unglaublich schön! Wir durften sehr viel über das Leben der Beduinen erfahren und wir haben etwas erlebt, dass es in der Wüste nur äußerst selten zu sehen gibt.

Schon die Ankunft in der Wüste war wunderschön und unkompliziert. Bevor wir in das Camp und zu unserem Hüttchen gebracht wurden, tranken wir mit dem Organisator einen Beduinen-Tee am Teppichboden in seinem Haus. Er hat uns erklärt wie alles abläuft und wir bekamen erste Einblicke in das Leben hier. Anschließend fuhren wir mit einem Jeep in die Wüste, das letzte Camp war unseres – dort wurden wir abgeliefert. In einer großen Hütte gibt es Abendessen und Frühstück und in den kleinen Hüttchen findet man die Betten. Ganz am Ende gab es auch Toiletten und Duschen. Alles war sehr schön, sauber und nett dekoriert. Wir haben uns sofort alles angesehen, der Blick in die Weite der Wüste war sehr schön.

Wir wären diesen Abend ganz alleine in diesem Camp gewesen. Darauf haben wir uns sehr gefreut, wir lieben es die Ruhe in der Natur genießen zu können. Doch leider wurden wir am Abend abgeholt und in ein anderes Camp gebracht, weil unser Koch an einer Nierenkolik litt und ins Krankenhaus musste. Am nächsten Tag wurde uns erzählt dass es öfter passiert, dass Menschen in der Wüste Probleme mit den Nieren haben, weil sie zu wenig trinken.

Im Laufe des Abends wurde das Wetter immer schlechter und wir haben es tatsächlich erlebt, dass es in der Wüste regnet. Seit einem Jahr war dies der erste Regen in der Saison. Du kannst dir nicht vorstellen wie sehr sich die Einheimischen über den Regen gefreut haben. Das war so schön zu sehen. Durch den Regen besteht die Hoffnung, dass mehr Pflanzen wachsen und die Tiere der Wüste Wasser und Futter bekommen. Die Beduinen sind komplett abhängig von ihren Tieren und deshalb ist es das wichtigste, dass es den Kamelen, Ziegen und Schafen gut geht. Auch am nächsten Tag hat es ab und zu mal geregnet und alle waren vollkommen happy mit diesem Wetter.

Natürllich haben wir auch eine Jeep-Tour in der Wüste gemacht. Gemeinsam mit einem deutschen Pärchen haben wir verschiedene Punkte in der Wüste angefahren. Wir haben viele Kamele gesehen, wir sind Felsen erklommen, um einen tollen Ausblick zu haben, wir waren Sandboarden und haben den Sonnenuntergang in der Wüste genossen. Es war ein wunderschöner Tag an dem wir die Wüste noch besser kennenlernen durften.

Am Abend gab es dann ein leckeres Abendessen. Die Beduinen machen im Sand Feuer und grillen so ihre Mahlzeiten. Das wurde uns gezeigt und durften wir auch verkosten. Am schönsten fand ich, dass in der Mitte vom großen Zelt offenes Feuer war. Die Einheimischen haben sich immer um das Feuer gesetzt und Tee getrunken. In der Nacht wird es hier nämlich richtig kalt und man freut sich über Wärme vom Feuer. Besonders beeindruckt hat uns dann auch noch der wunderschöne Sternenhimmel.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Tage in der Wüste unglaublich gut gefallen haben. Ich liebe es mitten in der Natur zu sein und etwas zu erleben, dass einem daheim komplett fremd vorkommt.

Einzigartige Erlebnisse am Toten Meer und beim Weltwunder Petra

Innerhalb von 3 Tagen haben wir zwei ganz besondere Erlebnisse gemacht. Zum einen sind wir im totem Meer geschwebt und zum anderen hat uns das Weltwunder Petra sehr beeindruckt.

Um Jordanien zu bereisen, haben wir uns ein Mietauto genommen. Das erste Mal auf unserer Weltreise machen wir nun also einen Roadtrip. Jordanien ist nicht sehr groß und die Straßen sind gut ausgebaut. Außerdem lieben wir es flexibel zu sein und deshalb ist das Mietauto für uns die beste Entscheidung gewesen. Mopeds, wie in Asien, findet man hier nur äußerst selten. Unser erstes Ziel mit dem Auto war das wohl beeindruckenste Meer der Welt: das tote Meer.

Die jordanische Küste vom nördlichen toten Meer hat nur einen öffentlichen Zugang oder viele Hotels mit direktem Strandzugang. Da der Preis für ein paar Stunden am Meer sowieso ziemlich hoch ist, haben wir uns entschieden, dass wir noch ein bisschen mehr zahlen und dafür eine Nacht in einem Hotel am toten Meer verbringen. Wir haben ein tolles Hotel gefunden, das eigentlich online nirgends zu finden ist, weil es noch ziemlich neu ist. Der Preis war jedoch viel niedriger als alle anderen Hotels und deshalb haben wir uns sehr gefreut und uns gleich entschieden. Wir haben ein tolles Zimmer bekommen und sind dann natürlich gleich runter zum Strand.

Es hat nicht lange gedauert und wir waren im Wasser. Wir waren schon sehr aufgeregt und haben uns irrsinnig gefreut. Als wir dann das erste Mal geschwommen sind, konnten wir es selbst nicht glauben. Das Meer hat tatsächlich so einen Auftrieb, dass man schwimmt ohne etwas zu tun. Es drückt einem richtig nach oben. Egal ob am Bauch oder am Rücken, wir sind immer geschwommen ohne etwas tun zu müssen. Als ich versucht habe zu stehen, ist es mir sogar passiert, dass die Schultern nach oben gedrückt wurden und ich den Boden nicht erwischen konnte. Worte können nicht beschreiben wie es sich anfühlt im toten Meer zu sein. Traurig ist nur zu wissen, dass es dieses Meer in ca. 80 Jahren nicht mehr geben wird, weil der Pengel jährlich um 45 cm sinkt. Insgesmat waren wir dreimal im Meer und wir haben es voll genossen.

Als nächstes stand das Weltwunder Petra auf dem Programm. Da dieses Areal so groß ist, haben wir uns zwei Tage dafür genommen. Die Stadt Petra war zur Zeit der Nabatäer die Hauptstadt. Seit ca. 9.000 vor Christus wird diese Stadt besiedelt. Es ist schwer beeindruckend, dass vor so vielen Jahren die Menschen aus dem natürlichen Gestein eine komplette Stadt mit allem drum und dran erbaut haben. Noch heute sind viele Teile sehr gut erhalten und können besichtigt werden. Wir sind täglich schon um 6 Uhr morgens gestartet um den Menschenmassen gegen Mittag zu entgehen und wir wurden belohnt.

Wir gingen teilweise alleine durch das riesige Areal und haben wunderbare Ausgrabungen und Höhlen entdeckt. Am besten gefallen hat uns nicht das berühmte Schatzhaus ganz am Anfang sondern die Monastery ganz am Ende des Areals. An beiden Tagen sind wir über 10 Kilometer gegangen. Es war unglaublich schön und sehr spannend. Wir haben uns immer sehr gefreut als wir ein Gebäude entdeckt haben. Schau dir einfach selbst die Fotos an, um sehen zu können wie gut diese Stadt noch erhalten ist.

Next Stop: Amman, Jordanien

Wir sind in einer uns komplett neuen Welt gelandet und freuen uns sehr auch diesen Teil unserer Erde hautnah erleben zu dürfen.

Über 9 Monate waren wir in Asien und wir sind dankbar für alle Erfahrungen, die wir machen durften. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sowie das Lächeln der Asiaten werden wir ewig in Erinnerung behalten. Aufgrund der Hochzeit meiner Schwester waren wir dann eine Woche auf Heimaturlaub in Österreich. Die Gefühle waren gemischt, aber die Freude über das Wiedersehen der engsten Familie und Freunde wunderschön. Die Hochzeit war das absolute Highlight und ein wunderbarer Tage für alle Beteiligten. Nur wenige Tage später ging unser nächster Flug. In nächster Zeit bereisen wir einen ganz anderen Teil der Welt.

Im nahen Osten gibt es leider viele Konflikte, doch es gibt auch Länder die sicher sind und die man bereisen kann. Wir haben uns für Jordanien entschieden und sind von Anfang an komplett überwältigt. Zum einen von der für uns völlig anderen Landschaft aber auch der arabisch angehauchten Kultur. Mit der Lauda Air-Maschine sind wir in der Nacht in der Hauptstadt Amman angekommen und bereits im Landeanflug haben wir viele schöne Lichter gesehen. Die Einreise war völlig unkompliziert, die Fahrt zur Unterkunft angenehm und in unserem Zimmer haben wir noch die Jause verspeist, die wir von meiner Schwester als Proviant bekamen. Dann haben wir erstmal gut geschlafen.

Bereits zum Frühstück wurden wir dann von dem jordanischen Essen überrascht. Es gab köstliches Pita-Brot mit Falafel und Hummus. Dazu gab es heimische Oliven. Das Essen aus Jordanien schmeckt uns besonders gut. Natürlich haben wir auch einen Shawerma, bei unser besser bekannt als Kebab, gekostet. Das Pita-Brot bekommt man überall und schmeckt herrlich lecker. In den vielen Cafés gibt es auch leckeren arabischen bzw. türkischen Kaffee. Der wird ganz frisch direkt nach der Bestellung gemacht und hat durch das Kardamon-Gewürz einen ganz besonders guten Geschmack. In jedem Café findet man auch viele Shishas. Hier rauchen alle immer Shisha, egal ob Mann oder Frau. Neben dem Getränk steht auch immer eine Shisha und überall duftet es herrlich.

Unsere Unterkunft ist sehr zentral gelegen. Deshalb konnten wir zu Fuß alle Sehenswürdigkeiten besuchen. Zuerrst waren wir beim römischen Theater. Dort haben wir auch ein Museum über Beduinen besucht. Weiters sind wir zur Zitadelle gegangen. Die Bauwerke sind sehr alt und nur teilweise gut erhalten. Eigentlich hat es uns aber das Stadtbild selbst ziemlich angetan. Alle Gebäude in Amman sind sandbraun. Das wirkt so harmonisch und wunderschön. Die Stadt hat mich gleich an die Städte aus den biblischen Kinderbüchern erinnert. Es schaut hier alles ganz anders aus als daheim und man kann es auch mit Asien nicht vergleichen – doch es ist wunderschön und wir sind so dankbar, dass wir das alles erleben dürfen.

Die Freundlichkeit der Jordanier muss ich auch gleich in meinem ersten Blog-Beitrag erwähnen. Es sind zwar auf den Straßen und öffentlichen Plätzen mehr Männer als Frauen zu sehen, doch freundlich sind alle. Überall werden wir sofort freundlich begrüßt und wenn wir ein Lächeln schenken, kommt auch eines zurück. Wir durften schon viele schöne und interessante Gespräche mit Einheimischen aus Jordanien führen.

Ijen, Bromo und Merapi – so heißen die ersten Vulkane unseres Lebens

Nach 3,5 Wochen in Bali sind wir auf die nächste indonesische Insel weitergereist, nämlich nach Java. Das ist die wohl bekannteste Insel, denn hier befindet sich auch die Hauptstadt Jakarta. Der Hauptgrund warum wir nach Java wollten, sind die vielen Vulkane, die es hier gibt. Ich weiß jetzt gar nicht wie ich anfangen soll. Die ersten drei Vulkane unseres Lebens haben sich sehr stark in unser Erinnerungsvermögen geprägt. Es war ein Wahnsinn!

Unser erster Vulkan heißt Ijen. Als wir mit der Fähre von Bali nach Java fuhren, haben wir den hohen Vulkan bereits gesehen. In unserer Unterkunft haben wir eine Tour gebucht, die bereits um 1 Uhr früh startete. Wir fuhren zuerst mit dem Auto und mussten dann ca. 2 Stunden auf den Vulkan wandern. Es war noch stockfinster und wir hatten Stirnlampen dabei. Als wir am Krater waren, waren wir jedoch noch nicht an unserem Ziel. Wir mussten wieder 800 Meter in die Tiefe, wir stiegen quasi in den Krater hinein, um etwas ganz Spektakuläres sehen zu können. Ca. bei der Hälfte mussten wir unsere Gasmasken aufsetzen, weil der Schwefel-Rauch schon so stark war. Den Geruch hatten wir bereits beim Aufstieg doch nun war auch der Rauch da und dieser ist giftig. Als wir dann ganz unten waren, hat ein Mann Wasser an die Stelle vom Schwefel-Austritt geschüttet und es entstand blaues Feuer. Dieses blaue Feuer zu sehen, war sehr spektakulär. Es hat danach jedoch noch mehr geraucht und wir waren froh, dass wir wieder zurück zum Krater gegangen sind. Von dort aus konnten wir dann einen wunderschönen Sonnenaufgang beobachten und erst dann kam mein persönliches Highlight. Als es nämlich hell war, hat man den Vulkansee gesehen. Erst da wurde mir bewusst, dann ich meinen 1. Vulkan erklommen habe. Der Ausblick war traumhaft und das Gefühl in mir sehr schön. Ich war so glücklich, zufrieden und dankbar diese Momente unserer Weltreise so genießen zu können.

Unseren zweiten Vulkan haben wir mit einer Jeep-Tour besichtigt. Der Bromo ist ein aktiver Vulkan, die letzte Eruption war am 21. März 2019. Als wir in der Gegend herum fuhren, habe ich mich gefühlt als wären wir am Mond. Alles war sehr staubig und schwarz. Vom Bromo selbst sieht man nur die letzten paar Meter des Kraters. Und alles von ihm ist grauschwarz und vom Lava verbrannt. Beim Besteigen haben wir große und tiefe Furchen vom letzten Ausbruch gesehen. Es war wirklich alles verbrannt. Den Rauch vom Vulkan konnten wir bereits von herunten sehen. Auf den letzten Metern vor dem Krater haben wir wieder Schwefel gerochen und das Prodeln gehört. Als ich dann ganz oben stand und in den Vulkan blickte, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Tief unten war ein riesengroßes Erdloch. Aus diesem Loch kam sehr viel Rauch. Alles rundherum war wieder grau in grau. Das Prodeln war ziemlich laut und man konnte sogar leicht spüren, dass der Vulkan „lebt“. Es ist wirklich unglaublich, was unsere Welt zu bieten hat. Dieses große Loch tief in der Erde hat René und mich sehr berührt.

Ein schönes Sprichwort sagt: „Alle guten Dinge sind drei!“. Deshalb haben wir uns auch noch ein drittes Mal auf den Weg gemacht und dieser dritte Vulkan hat den ersten und zweiten nochmal getoppt. Der Merapi ist derzeit der aktivste Vulkan von Indonesien, er ist sogar der aktivste von ganz Asien. René und ich sind ganz alleine mit dem Moped zu seinem Viewpoint gefahren. Auf den Vulkan darf man nicht klettern, weil es zu gefährlich ist. Es war noch finster als wir angekommen sind und als wir dann ganz ruhig standen, hörten wir ein kräftiges Donnern. Zuerst dachten wir, dass ein Gewitter naht, doch wir haben das Brummen vom Vulkan Merapi gehört, ein Tourguide hat uns das bestätigt – wir beide werden diesen unbeschreiblichen Moment nie vergessen. Als es dann hell wurde und wir den Vulkan besser sehen konnten, haben wir beobachtet wie Lava aus dem Vulkan fließt. Ich sag es dir, es ist unmöglich in Worte zu fassen wie es uns bei diesem Anblick erging. Schau dir nun einfach die Fotos an, um dir alles ein bisschen besser vorstellen zu können.

Ubud – ein Touristen-Hotspot mitten im Reisfeld-Idyll

Im Amed musste ich mich leider vom Meer verabschieden. Wir machten uns nämlich auf den Weg ins Landesinnere von Bali. Unser nächstes Ziel war Ubud. Schon beim Hinfahren haben wir bemerkt, dass diese Stadt sehr belebt ist. Wir hatten viele Staus, sahen viele Shops und überall liefen Touristen herum. Wir wussten sofort, dass wir uns in diesem Ort nicht so richtig wohlfühlen werden. Mittlerweile sind uns die typischen Touristen-Hotspots viel zu belebt. Wir sind lieber irgendwo am Land, direkt bei den Einheimischen.

Den Ankunftstag ließen wir recht gemütlich ausklingen. Während wir zu unserer Unterkunft gingen, machten wir Pause für ein Mittagessen. Dann checkten wir ein und wir schlenderten noch etwas durch die belebten Straßen. Es waren wirklich viele Leute unterwegs und ich war froh, als wir wieder im Zimmer waren.

Den ersten ganzen Tag haben wir im Stadtzentrum verbracht. All unsere Spots, die wir sehen wollten, waren zu Fuß erreichbar. Das nutzten wir natürlich aus. Den ersten Halt machten wir beim Monkey Forest. Das ist ein heiliges Gebiet, das mit Wald bewachsen ist und auch Tempel enthält. Wir durften durch die Wälder gehen und haben dabei sehr viele Affen getroffen. Auf den Bäumen und Wegen sind uns Affen entgegen gekommen. Danach haben wir den Ubud Palace und den Saraswati Tempel besucht. Alle Tempel und berühmten Gebäude hier in Ubud wirken schon sehr alt. Die Bauweise ist aber sehr beeindruckend und hat ein ganz eigenes Flair – schau dir das auf den Fotos an.

Nur wenige Meter von der Innenstadt entfernt gibt es einen kurzen aber tollen Weg durch Reisfelder. Dort habe ich mich gleich viel wohler gefühlt. Wir haben sehr viele Pflanzen und viele Reisfelder gesehen. Der Wanderweg war kurz aber sehr nett. Am besten gefallen hat mir, dass wir dann auch noch gesehen haben, wie der Reis geerntet wird. Natürlich sind wir näher gegangen und wir haben uns alles ganz genau angeschaut. Es ist so schön, dass wir auf unserer Weltreise mittlerweile alle Stufen und Stationen der Reis-Produktion gesehen haben.

Am Abend haben wir uns eine ganz besondere Show angesehen. In dem kleinen Tempel in der Nähe von unserer Unterkunft wurde eine traditionelle balinesische Tanzshow vorgeführt. Viele Männer haben die ganze Show lang die Musik ohne Instrumente gemacht. Die Hauptfiguren waren total schön angezogen und die Masken waren den Tempel-Statuen sehr ähnlich. René und mir hat das sehr gut gefallen. Ganz am Schluss gab es dann auch noch eine Feuershow. Kurz vorher wurde ein Feuer gemacht und dann ist ein Mann mit seinen bloßen Füßen durch das Feuer gelaufen. Das hat er nicht nur einmal gemacht, sondern viele Male. Für uns ist es unverständlich, wie das funktioniert. Als das Licht dann wieder aufgedreht wurde, haben wir gesehen dass seine Füße kohlrabenschwarz waren. Es hat fast so ausgesehen, als wären seine Füße nun verkohlt – ich hoffe sehr stark, dass die sich wieder erholen.

Den zweiten Tag nutzten wir um die Umgebung von Ubud zu erkunden. Wir nahmen uns ein Moped und fuhren einfach mal raus aus der Stadt. Das tat so gut und es hat uns alles auf Anhieb viel besser gefallen. Die Reisfelder sind wirklich wunderschön. Wir haben frische Reisfelder gesehen, welche die soeben geerntet wurden auch auch Felder, die gerade erst geackert wurden. Der Blick über die Reisfelder war immer traumhaft schön, denn überall fand man im Hintergrund Palmen und das machte die Aussicht wirklich atemberaubend.

Wir besuchten mit dem Moped 2 verschiedene Hindu-Tempel. Beim Pura Tirta Empul Tempel haben wir eine hinduistische Tradition beobachten können. Dort sind nämlich heilige Quellen und die Gläubigen baden in diesem Wasser. Leider waren aufgrund dieser Besonderheit auch sehr viele Touristen answesend. Der Candi Tebing Gunung Kawi Tempel war viel ruhiger. Dort mussten wir auch mal viele Stufen nach unten gehen, um zum Tempel zu gelangen. Rundherum sah man wieder wunderschöne Reisfelder. Der Tempel ist auch sehr alt.

Nach den zwei Tagen waren wir froh, die Stadt endlich verlassen zu können. Wir nahmen uns ein Taxi und haben ganz spontan auch noch einen Besuch bei einer Kaffee-Farm gemacht. Vielleicht kennst du den teuersten Kaffee der Welt, das ist der Luwak Coffee. Der Kaffee wird auch Katzenkaffee genannt und ist so teuer, weil Fleckenmusangs (Schleichkatzen) die Kaffeebohnen essen und die Bohnen aus den Exkrementen dann herausgesucht, geputzt, getrocknet und geröstet werden. Am Schluss hatten wir auch noch eine Verkostung – der Kaffee schmeckt nicht so intensiv und enthält weniger Koffein, er ist deshalb sehr angenehm zu trinken.

Amed – ein Schnorchelparadies und mein absoluter Lieblingsort von Bali

In Nusa Lembongan hatten wir noch nicht genug von Sonne, Strand und Meer. Deshalb haben wir uns entschieden ganz in den Osten von Bali zu reisen. Der Ort Amed ist sehr klein und unter Touristen noch weniger bekannt. Jene Touristen, die dorthin kommen, finden jedoch ein Paradies vor. Es gibt einen Ort, der entlang der Hauptstraße verläuft. Dort sind einige sehr nette Cafés und Restaurants und auch Gästehäuser, es ist aber alles sehr ruhig und angenehm. Von Anfang an habe ich mich hier wohl gefühlt und René und ich hätten am liebsten länger hier verbracht, weil es uns so gut gefallen hat.

Bei unserem ersten Abendessen haben wir uns von einer Strand-Verkäuferin ein Freundschaftsband gekauft. Die Steine sind aus Lava-Gestein und es ist eine Schildkröte in der Mitte. Das Band gefällt uns allen sehr gut und tragen wir nun immer. Ich bin auch davon überzeugt, dass uns dieses Band Glück gebracht hat, denn in den nächsten Tagen haben wir insgesamt 3 Mal zwei verschiedene Schildkröten gesehen. Wer weiß wie das gewesen wäre, hätten wir das Band nicht gehabt. Eine Schildkröte unter Wasser zu beobachten ist etwas ganz besonderes. Sie bewegt sich sehr ruhig und frisst genüsslich. Diese Meeresschildkröten wirken immer sehr gelassen und strahlen eine positive Stimmung aus. Wir haben uns alle sehr gefreut über die Beobachtungen.

Der Ort Amed ist bekannt für seine tollen Schnorchel-Spots. Unsere Unterkunft lag in der Jemeluk Bucht. In dieser Bucht findet man viele wunderschöne Korallen. Außerdem gibt es einen Unterwasser-Tempel, der sehr interessant aussieht. In dieser Bucht haben wir auch die Schildkröten entdeckt.

Mit dem Moped haben wir am zweiten Tag eine Runde gedreht und mehrere Buchten besucht. Zuerst fuhren wir zu einem japanischem Schiffswrack. Das fand ich besonders interessant. Anscheinend ist dieses Schiff während des zweiten Weltkriegs gekentert und liegt seither auf dem Meeresboden. Heute, etwa 80 Jahre später sieht man das Wrack noch, es ist aber von vielen Korallen bewachsen und dadurch sieht man auch viele Fische. Wir waren auch noch beim Selong Beach und Lipah Beach schnorcheln. Überall gab es schöne Korallen und Fische. Jede Bucht ist aber etwas anders und ich bin daher sehr froh, dass wir uns mehrere Buchten angesehen haben.

Sowohl die Sonnenuntergänge als auch die Sonnenaufgänge waren in unserer Bucht traumhaft. Im Hintergrund sieht man immer den Mount Agung, das ist ein aktiver Vulkan. Es ist der größte Berg bzw. Vulkan von Bali und er macht die Umgebung von Amed ganz besonders. Der Ausblick auf Strand und Meer, mit dem Vulkan im Hintergrund hat uns extrem gut gefallen.

An den Fotos merkt ihr vielleicht dass der Strand hier teilweise aus Kies bestand und ziemlich schwarz ist. Das wirkt nicht nur so sondern ist auch tatsächlich so. Der Grund dafür ist, dass es sich hierbei um Vulkan-Gestein handelt. Es ist wirklich wahnsinnig interessant, dass es beispielsweise in Nusa Lembongan wunderschöne weiße Sandstrände gibt und hier alles schwarz ist. Was mir besser gefällt, kann ich gar nicht sagen – für mich hat alles seinen Reiz und ich finde die Natur einfach wunderbar.

Der Aufenthalt in Amed hat mir wirklich sehr gut gefallen und sollten wir nochmals nach Bali kommen, werden wir sicher nach Amed fahren. Schade ist nur, dass ich leider kein einziges Unterwasser-Foto habe. Meine GoPro ist nämlich seit Nusa Lembongan kaputt und ich kann keine Videos und Fotos mehr machen. Das ist wirklich sehr schade, aber ich behalte alle Bilder ganz fest in meinem Kopf. Das sind nun meine ganz persönlichen Erinnerungen.

Nusa Lembongan – ein Insel-Paradies, das uns sehr gut gefallen hat

Da wir in Bali sehr viele Touristen und westliche Menschen getroffen und gesehen haben, haben wir uns schon sehr nach einem etwas ruhigerem und nicht so touristischen Plätzchen gesehnt. Die kleine Insel Nusa Lembongan war dafür perfekt. Im Vergleich zu Bali ist die Insel wirklich klein und als wir mit unserem Moped einmal rundherum gefahren sind, wurde uns nochmal bewusster wie klein die Insel wirklich ist. Aber genau das ist es, was wir so lieben. Wir mögen es sehr gerne wenn wir viele Einheimische treffen und die Natur ursprünglich ist und nicht so viel verbaut wurde.

Wir haben unseren Aufenthalt sogar verlängert, weil es uns so gut gefallen hat. Unsere Unterkunft war sehr toll. Im Taos House hatten wir einen schönen Pool und konnten uns daher täglich abkühlen und die Anlage genießen. Außerdem hatten wir einen ganz kleinen Hund namens Blacky, mit dem wir uns sehr gerne gespielt haben. An einem Tag hatte auch die Tochter des Hauses Geburtstag und wir wurden zur Feier eingeladen – das war sehr nett von der Familie.

Zu Fuß konnten wir viele Restaurants und Cafés erreichen und auch die Strände waren nur einen Katzensprung entfernt. Der Hidden Beach hat uns zum Beispiel sehr gut gefallen – da waren nicht viele Leute und wir konnten den Sand und das Meeresrauschen genießen. Am Mushroom Bay haben wir uns fast täglich ein Getränk zum Sonnenuntergang gekauft und den Blick aufs Meer und die Boote genossen.

Die meisten Touristen kommen aus nur einen bestimmten Grund nach Nusa Lembongang. Man kann hier nämlich mit Mantas schwimmen und tauchen. Natürlich haben wir uns das auch nicht entgehen lassen. Wir buchten eine Schnorcheltour und hatten auch das Glück einige sehr große Mantas zu sehen. Das war wirklich sehr beeindruckend und hat uns allen irrsinnig gut gefallen. Leider ist aber genau bei diesem Schnorchelgang meine GoPro kaputt geworden und nun können wir keine Unterwasserfotos mehr machen, das macht mich wirklich sehr traurig.

Was ich aus Nusa Lembongan für mein weiteres Leben auf alle Fälle mitnehme ist die Macht und Kraft des Meeres. Wir waren hier an mehreren Spots und die großen Wellen hat es dermaßen an die Felsklippen geschlagen, dass es heftig gespritzt hat. Noch nie zuvor haben wir gesehen wie wild das Meer sein kann. Von nun an habe ich einen völlig anderen Blick auf das Meer. Mein Respekt ist irrsinnig gestiegen und in Zukunft werde ich nicht mehr so leichtsinnig und ohne große Gedanken ins Meer gehen als ich es bisher gemacht habe. Ich bin sehr froh, dass wir gesehen haben, wie mächtig das Meer sein kann.

An einem Tag haben wir uns ein Moped ausgeliehen und wir sind eine Runde um die Insel gefahren. Das ist schneller gegangen als wir gedacht haben. Außerdem sind wir über eine kleine gelbe Brücke gefahren, die auf die Insel Ceningan führt. Diese Insel ist noch kleiner und wir haben eine schöne blaue Lagune besucht und unseren Kaffee bei einer tollen Aussicht genossen. Auch auf dieser kleinen Insel fanden wir nette Lokale und wir hatten einen tollen Ausblick auf das Meer bzw. die Felder im Meer in denen die Einheimischen Algen wie Spirulina ernteten. Der Moped-Tag hat uns sehr viel Spaß gemacht.

Die nächste etwas größere Insel nennt sich Nusa Penida. Dort könnte man auch nächtigen, aber es wurde uns empfohlen nur einen Tagesausflug zu machen und darüber sind wir im Nachhinein auch sehr froh. In Nusa Penida gibt es nämlich wieder viele Autos und die Touristen werden in den Autos von Spot zu Spot chauffiert. Wir hatten insgesamt 3 Stopps: beim Broken Beach und Angel Billabong, beim Kelingking Beach und Crystal Beach. Die Spots waren sehr schön und haben uns wirklich beeindruckt. Am letzten, beim Crystal Beach, hatten wir auch die Möglichkeit schwimmen zu gehen. Das war sehr toll.

Nusa Lembongan hat uns wirklich gut gefallen und wir haben einige sehr schöne Tage auf dieser kleinen Insel verbracht.