Noch einmal Quarantäne und hoffen, dass wir negativ sind – eine tolle Belohnung wartet!

Auch an Tag 5 mussten wir uns einen PCR-Test unterziehen, um sich dann endlich in ganz Thailand frei bewegen zu können! Es wartet eine tolle Belohnung auf uns.

So wie an Tag 1 mussten wir auch an Tag 5 einen PCR-Test machen und bis zum Erhalt des Ergebnisses im Hotelzimmer in Quarantäne bleiben. Wir haben den Test gleich in der Früh gemacht, damit wir bald wieder frei sind. Für den Test mussten wir nicht lange herumfahren oder suchen, es ist ein kleiner Test-LKW vor das Hotel gekommen. Die Rezeptionistin hat uns angerufen als er da war und dann sind wir schnell raus – einmal in der Nase und einmal in den Mund und wir waren wieder fertig. Nun hieß es aber Quarantäne und wir mussten im Zimmer bleiben und hoffen, dass wir bald wieder frei sind. Vom Hotel haben wir 2 Bananen und frisches Wasser als Snack erhalten.

Zum Glück sind die Ergebnisse noch vor Mittag per Mail gekommen. Wir waren beide negativ und somit haben wir den Zeitpunkt erreicht, ab dem wir uns wirklich völlig frei im ganzen Land bewegen dürfen. Eigentlich klingt das sehr komisch und ziemlich unglaublich – Wahnsinn, wie Covid-19 alles verändert hat.

Zur Feier des Tages gönnten wir uns zu Mittag köstliches Thai Food und einen leckeren Kaffee mit Süßem. Auch den Nachmittag verbrachten wir ganz entspannt und gemütlich. Da Thailand für seine Thai Massagen so bekannt ist, mussten wir das natürlich auch probieren. Als Belohnung für den negativen Test, gönnen wir uns eine Massage, haben wir gesagt. Wir entschieden uns für eine 60-minütige Thai Massage und ich kann euch bereits vorab sagen, dass es herrlich war!

Mit vollem Körpereinsatz haben uns zwei Damen in einem etwas größeren Raum massiert. René und ich sind nebeneinander gelegen und wir wurden fast komplett synchron massiert. Die Thai Massage ist ohne Öl und man bekommt eine spezielle Thai-Hose und ein Shirt – beides sehr angenehm und bequem. Mit diesem Gewand wurden wir dann massiert – begonnen haben sie an den Beinen, dann die Hände und am Schluss den Rücken und die Schultern. Die Masseurinnen sind auch direkt auf unserem Bett gesessen und haben sowohl die Hände als auch Füße zum Massieren eingesetzt. Der Raum war verdunkelt und es wurde ruhige Musik gespielt. Es war wirklich sehr entspannend und angenehm.

Sehr lustig war außerdem auch, dass René und ich unabhängig voneinander nach der Massage gesagt haben, dass wir das unbedingt öfter machen müssen. Man spürt den eigenen Körper so gut und merkt voll, dass es dem gesamten Organismus sehr gut tut. Ich freue mich auch sehr auf die noch kommenden Massagen!

Chiang Mai – die Stadt mit hunderten von buddhistischen Tempeln

Etwas müde aber doch sehr neugierig waren wir gleich mitten im Geschehen und wir haben selbst gesehen warum und wofür Chiang Mai so bekannt ist.

Unser Frühstück haben wir direkt vor einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Chiang Mai genossen. Nämlich vor dem Tha Phae Gate. Das ist wohl das wichtigste Tor der Stadt, denn es ist ein Tor aus der Frühgeschichte in den historischen Stadtmauern von Chiang Mai.

Wenn man durch das Tor geht, kommt man zur Tha Phae Walking Street. Diese Straße sind wir bis ans Ende durchgegangen. Ganz am Ende wartet nämlich ein Tempel auf seine Besucher. Das historische Zentrum von Chiang Mai ist ein Quadrat und in diesem Quadrat haben wir uns eigentlich die ganze Zeit über aufgehalten. Auch unser Hotel war hier drinnen und man konnte die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuß besuchen. Es gibt auch viele tolle Restaurants und Cafés in dieser Gegend. Eine tolle Gegend zum Wohnen!

Als wir diese Straße durchgegangen sind, wurde uns sofort klar und bewusst, warum Chiang Mai „Stadt mit Hunderten von Tempeln“ genannt wird. Ich kann euch gar nicht sagen, wie viele Tempeln wir entlang dieser Straße auf engstem Raum gesehen haben. Einmal links, einmal rechts – wir sind immer hin- und hergelaufen und haben einfach gestaunt. Jeder einzelne davon ist sehr gut erhalten, schön geschmückt und verziert. Außerdem ist genauso wie in Bangkok sehr viel vergoldet. Während unserem Frühstück haben wir auch viele Mönche gesehen, die in der Früh zu diesen Tempeln gegangen sind. Da wir so früh unterwegs waren, hat sich noch nicht viel getan und die Stimmung bei der Ruhe und Stille war sehr besonders.

Zum Glück haben wir dann so um ca. 10 Uhr ein Mail erhalten, dass unser Zimmer für den Check-In bereit ist. Da der Vortag in Bangkok dermaßen heiß war und wir in der Nacht sehr gefroren haben, haben wir uns irrsinnig auf das Zimmer bzw. eine Dusche gefreut. Wir sind sofort zurückgegangen und haben uns geduscht – danach fühlten wir uns wie neue Menschen und endlich haben wir uns in unserer Haut wieder gut gefühlt. Da die Busfahrt nicht so erholsam war, wie eine Nacht im Hotel haben wir über Mittag die Zeit im Zimmer gemütlich verbracht.

Am Nachmittag haben wir uns aber wieder auf den Weg gemacht und gingen zuerst etwas Essen und auf einen Kaffee. Da wir immer noch ziemlich müde und nicht richtig in Schwung waren, sind wir wieder zurück ins Hotel gegangen.

Am Abend haben wir uns aber nochmal aufgerafft und gingen Abendessen. Wir wollten auch die Stimmung in dieser kleinen und ruhigen Stadt bei Dunkelheit genießen. Außerdem habe ich mich auf die Tempel bei Nacht sehr gefreut. Wir sind nämlich davon ausgegangen, dass diese sicher schön beleuchtet sind. Leider hatten jedoch die meisten schon geschlossen. Doch der große Tempel am Ende der Walking Street, der Wat Phra Singh war schön beleuchtet. Am Vormittag haben wir den Tempel innen besichtigt und er hat uns sehr gut gefallen. Am Abend war leider abgesperrt, aber er war schön beleuchtet und wir konnten den Anblick trotzdem durch das Gitter genießen!

Über Nacht in den Norden des Landes – die einzige Herausforderung: ungewohnte Kälte!

In Thailand ist es immer warm? Fehlanzeige! Diese Nacht hat uns temperaturmäßig an unsere Grenzen gebracht!

In einem Nachtbus ging es für uns von Bangkok nach Chiang Mai. Der Nachtbus war wirklich toll. Die Sitze waren sehr breit und für die Füße hatte man genügend Bewegungsfreiraum. Die Sitze konnte man auch ganz gut nach hinten klappen. Als wir in den Bus eingestiegen sind, war uns irrsinnig heiß. An diesem Tag war es in Bangkok nämlich sehr schwül. Es hatte über 30 Grad und die Luft hat ziemlich gedrückt. Wir waren völlig verschwitzt und haben uns auf eine Abkühlung im Bus gefreut. Der Bus wurde ziemlich voll und neben uns ist ein Mönch gesessen!

Um 20:45 Uhr fuhren wir los. Wir konnten uns Bangkok noch bei Nacht ansehen. Jeder Passagier hat eine Flasche Wasser sowie eine kleine Packung Kekse und einen Eier-Kuchen bekommen. Decken wurden aufgrund von Corona nicht ausgeteilt. Wie uns das mitgeteilt wurde, war sehr witzig. Der Steward, der im Bus mitgefahren ist, hat nämlich sein Handy geschnappt und bei Google Translate den Text auf thailändisch eingegeben. Das übersetzte englische Ergebnis hat er uns dann auf seinem Smartphone gezeigt. Heutzutage kann man der Sprachbarriere also sehr leicht entgegenwirken – wir fanden das wirklich witzig. Im letzten Hotel in Bangkok ist es uns nämlich auch passiert. Da hat mich die Rezeptionistin in ihr Handy reinsprechen lassen, damit sie den Text auf thailändisch hat.

Da wir über Nacht fuhren und nächsten Morgen in der neuen Stadt sind, habe ich versucht auch gleich zu schlafen. Überraschenderweise hat das auch ganz gut geklappt. Um kurz nach Mitternacht haben wir dann mal eine Pause gemacht. Das war eine kleine Raststätte, an der man Street Food kaufen oder die Toilette benutzen konnte. Ich hatte jedoch keinen Hunger und war nur kurz am Klo. Wenig später ist die Reise weitergegangen und je länger wir fuhren, desto unangenehmer wurde es. Wir waren zwar darauf vorbereitet, dass es im Bus aufgrund der Klimaanlage kalt wird, aber dass es so kalt wurde, damit haben wir nicht gerechnet. Ich hatte zum Glück eine lange Hose, Socken, Stirnband und mein Strandtuch dabei aber René hatte nur eine lange Hose und ein langes Shirt. Hier im Norden ist es generell in der Nacht kühler als in Bangkok und durch die Klimaanlage wird es natürlich nicht besser. Die letzten Stunden haben wir deshalb nicht mehr schlafen können. René hatte generell nicht gut schlafen können. Jetzt wollten wir einfach nur noch ankommen und uns irgendwo aufwärmen. Mit unseren Handys haben wir auf Google Maps geschaut und es war tatsächlich nicht mehr lange – zum Glück sind wir früher als geplant in Chiang Mai angekommen.

Als wir dann ausgestiegen sind, wurde es jedoch nicht besser. Denn auch draußen war es noch sehr kalt. Es war ca. 05:30 Uhr und finstere Nacht – die Sonne ist erst später aufgegangen. Wir nahmen uns ein Taxi zum Hotel und auch während der Fahrt konnten wir uns nicht aufwärmen, weil das Taxi auch klimatisiert war. Als wir im Hotel angekommen sind und in die Lobby gingen, war es endlich ein bisschen wärmer. Wir haben unser Gepäck abgegeben und recherchiert welche Cafés um 07:30 Uhr öffnen – glücklicherweise haben wir einen Starbucks gefunden, der zu Fuß für uns erreichbar war. Dort haben wir uns dann einen warmen Tee, Mocha und Bananenmuffin als Frühstück gegönnt.

Da wir im Hotel erst später einchecken konnten, machten wir uns gleich auf dem Weg die Stadt zu erkunden. Wir haben gleich sehr viel davon gesehen, mehr dazu im nächsten Beitrag!

Verliebt in die Farbe Gold, verliebt in Details & verliebt in eine Top-Aussicht!

In Bangkok haben wir uns gleich einige große und wunderschöne Tempel angesehen. Am Abend haben wir den Ausblick in einer Rooftop-Bar genossen!

Als wir endlich frei waren und die großen Rucksäcke wieder im Zimmer verstaut haben, ging es in die Stadt. Es standen ein paar Tempel am Programm, die wir zu Fuß erreichen können. Als wir durch die Stadt schlenderten, ist mir sofort aufgefallen, dass hier alles total sauber und ordentlich ist. Man fühlt sich hier auch als Europäer gleich richtig wohl. Ich traue mir vielleicht sogar sagen, dass es hier sauberer ist als in mancher europäischen Großstadt.

Zuerst gingen wir zum Wat Pho. Diese Tempel-Anlage dürfte aus dem 17. Jahrhundert stammen und besteht aus mehreren Gebäuden. Was sofort auffällt ist, dass hier alles mit viel Liebe zum Details gemacht wurde. Man sieht überall ganz viele Mosaik-Steine, es ist sehr viel vergoldet und es gibt sehr viele Gebäude, von denen jedes einzelne seine Besonderheit hat. Das Highlight dieser Tempelanlage ist ein riesengroßer, goldener, liegender Buddha. Dieser Buddha füllt ein ganzes Gebäude aus und wirkt sehr beeindruckend, wenn man direkt davor steht.

Dann wollten wir mit der Fähre über den Fluss zum Wat Arun fahren, den der Wat Pho und der Wat Arun liegen direkt gegenüber. Doch leider haben wir die richtige Anlegestelle nicht gefunden und als wir bei einer anderen waren, wollten uns einige Damen eine 1-stündige Rundfahrt verkaufen, doch das wollten wir nicht. Nach einem kleinen Snack zur Mittagszeit, ging es am frühen Nachmittag weiter zum nächsten Tempel.

Der Wat Phra Kaeo ist der Tempel, der direkt neben dem Royal Grand Palace steht. In diesem Tempel ist ein kleiner Smaragd-Buddha die Hauptattraktion. Interessant ist, dass dieser Buddha eigentlich aus grünem Jade besteht, das wurde jedoch erst später festgestellt und deshalb bliebt der Name bei Smaragd-Buddha. Auch hier gibt es viele Gebäude. So wie beim ersten Tempel ist die Liebe zum Detail sehr offensichtlich. Außerdem ist auch hier ganz viel vergoldet und alles schimmert und glitzert im Sonnenlicht.

Natürlich haben wir uns dann auch noch den Royal Grand Palace angesehen. Dieser war die offizielle Residenz der Könige von Siam (heute: Thailand) vom Ende des 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Auch hier ist der Stil zu den anderen beiden Tempeln sehr ähnlich. Es gibt jedoch nicht so viel Mosaik und alles ist etwas schlichter. Trotzdem wunderschön anzusehen.

In Bangkok hatten wir täglich mehr als 30 Grad. Bei diesen Temperaturen Sightseeing zu betreiben, ist ganz schön anstrengend. Deshalb haben wir uns dann einen köstlichen Eiskaffee bei Starbucks gegönnt.

Anschließend haben wir uns frisch gemacht, denn für den Abend stand noch Großes am Programm. Wir wollten unbedingt auch in das moderne Stadtviertel und den Sonnenuntergang in der Octave Rooftop-Bar genießen. Gesagt, getan – wir nahmen uns ein Taxi und wurden zum Mariott-Hotel gebracht. Dort ging es dann in den 49. Stock hoch und wir hatten einen atemberaubenden Ausblick über die ganze Stadt. Unser Tischchen war auf der Seite, wo die Sonne am Himmel stand. Wir hatten also einen perfekten Platz, um den Sonnenuntergang bei ein paar Mocktails genießen zu können. Mocktails sind übrigens Cocktails ohne Alkohol. Die Stimmung hoch oben im Himmel ist sehr einzigartig. Es wurde gute Musik gespielt, es war angenehm warm und man fühlt sich so frei. Es gibt hier kein Dach, man spürt den Wind und hört die Geräusche von der Stadt. Rund um die Bar ist ein Geländer aus Glas, man sieht also auch sehr gut in alle Richtungen. Diese Bar befindet sich sehr zentral von Bangkok, egal in welche Richtung wir blickten, wir haben nirgendwo das Ende der Stadt gesehen. Hier wurde uns nochmal bewusst, wie groß Bangkok ist! Wir genossen den Abend und den Sonnenuntergang sehr. Der Blick über Bangkok bei Nacht war auch sehr einzigartig. So feierten wir unseren ersten freien Abend in Thailand!

In der Rooftop-Bar haben wir einen Schweizer kennengelernt, der seit einem Jahr in Bangkok arbeitet. Er war ganz nett und hat uns gesagt, dass er später mit seiner vietnamesischen Freundin noch in den „W District“ Essen geht und wenn wir wollen, können wir nachkommen. Das haben wir auch gemacht, nur wenige Minuten später sind wir bei ihnen gewesen. Dort ist ein großer Food Court. Das kann man sich wie folgt vorstellen: in der Mitte stehen ganz viele Tische und Sesseln und rundherum sind viele Container mit verschiedenen Essens- und Trinkspezialitäten aus aller Welt. Wir sind natürlich zu einem Thai Food-Ständchen gegangen und haben ein köstliches Pad Thai zu uns genommen. Gemeinsam mit den beiden haben wir dann den Abend gemütlich ausklingen lassen. Wir haben uns sehr gut unterhalten und hatten viel Spaß. Genau solche schönen und netten Begegnungen machen das Reisen einzigartig! Mich hat es auch besonders gefreut mit der Vietnamesin zu sprechen, wir haben uns über viele verschiedene Welt-Themen unterhalten und ich fand spannend, dass wir ganz viele gleiche Ansichten hatten. Sie hat mir auch sehr viel über Vietnam erzählt, wie es so ist mit den Jobs und warum so viele junge Menschen das Land verlassen – diese Informationen von einer vietnamesischen Staatsbürgerin zu hören, fand ich äußerst spannend!

Next Stop: Bangkok, Thailand

Nach all den Schwierigkeiten und Komplikationen in Sri Lanka, hat hier in Bangkok alles bestens geklappt!

Nachdem beim Check-In und dem Flug alles geklappt hat, sind wir kurze Zeit später in Bangkok – der Hauptstadt von Thailand – gelandet. Ich bin vom Flugzeug ausgestiegen und hatte das Gefühl in einer völlig anderen Welt gelandet zu sein. Es war bei ca. 30 Grad angenehm warm, der Flughafen ist sehr sauber und dann nahm alles seinen Lauf. Das Flughafen-Personal ist sehr nett, freundlich und hilfsbereit und es gibt hier bei der Einreise eine sehr gut organisierte Struktur. Die Passagiere werden sofort eingeteilt wo sie langgehen müssen. Da wir „Test & Go“-Passagiere waren, mussten wir uns auf Sesseln sitzen, bis wir an der Reihe waren. Die Sesseln waren im Flughafenbereich mit genügend Abstand und in sauberer Reihenfolge aufgestellt. Schritt für Schritt kommt man von einer Person zur nächsten und muss die verschiedensten Dokumente vorweisen. Wie bereits erwähnt, alle sind äußerst freundlich und hilfsbereit – da fühlt man sich gleich auf Anhieb wohl im neuen Land. Als wir alles hergezeigt haben, ging es zur Gepäckausgabe. Direkt beim Ausgang wurden wir dann von einer Dame empfangen, die hat uns zu unserem Taxi gebracht und dieser Herr hat uns zum Hotel gefahren. Wir mussten uns um nichts kümmern, es war alles vorbereitet und komplett durchorganisiert! Da wir aus Sri Lanka kamen, wo alles eher drunter und drüber geht, war das für uns eine totale Umstellung, aber es war äußerst angenehm!

Alle Leute, die wir gesehen haben, waren mit Schutzkleidung ausgestattet. Es wird auch ständig alles desinfiziert. Bevor wir zum Beispiel ins Auto eingestiegen sind, wurden unsere Hände desinfiziert. Als die Rucksäcke in dem Kofferraum kamen, wurden diese auch komplett besprüht. Und vorne hat der Fahrer eine komplette Plastikfolie zwischen ihm und den Gästen hinten – wir konnten kein Wort mit ihm sprechen. Die Hygiene-Vorschriften werden also sehr gut eingehalten und umgesetzt. Hier mache ich mir also wirklich keine Sorgen, dass ich mich mit Corona infiziere.

Im Hotel ist es mit der Organisation genau so weitergegangen, wie es am Flughafen begonnen hat. Wir mussten die Hände desinfizieren und dann Platz nehmen, bis die Krankenschwester da war. Noch bevor wir den Schlüssel für unser Zimmer bekamen, wurden wir getestet. Erst dann haben sie uns ins Zimmer gelassen. Und dort mussten wir bis zum Erhalt des Ergebnisses auch in Quarantäne bleiben. Das war für uns kein Problem. Da die letzte Nacht in Sri Lanka ziemlich kurz war, haben wir uns auf ein paar ruhige Stunden gefreut. Am Abend haben wir uns vom Mc Donalds etwas liefern lassen. Das wurde vom Hotelpersonal auch direkt in unser Zimmer gebracht, wir durften ja nicht raus. Das war dann etwas ganz besonderes für uns – der erste Tag in einer neuen Stadt ist bei uns normalerweise der Tag, wo wir gleich raus wollen und die Gegend um die Unterkunft kennen lernen und erkunden. Doch diesmal durften wir nicht und deshalb haben wir das Abendessen im Hotelzimmer genossen. Zuerst wollten wir bei einem heimischen Restaurant bestellen, doch da gab es zwei Hindernisse. Zum Ersten hat die Grab-App viele Namen nur auf thailändisch angezeigt und wir konnten nichts verstehen. Zum Zweiten haben wir dann teilweise verstanden was es heißen soll, aber wir wussten nicht so recht, ob es uns dann schmeckt. Normalerweise schauen wir uns das Essen auch immer gerne in „echt“ an, bevor wir bestellen. Besonders bei uns fremden Gerichten ist es sonst schwierig einschätzen zu können, ob man das mag oder nicht. Das alles wollten wir nicht riskieren und deshalb sind wir auf Nummer Sicher gegangen und haben bei Mc Donald’s bestellt. Der hat hier übrigens auch ganz andere Gerichte als bei uns daheim. Die Lieferung dauerte nicht lange, eine nette Dame hat an der Tür geklopft und dann haben wir alles genüsslich verspeist.

Im diesem ersten Hotel sind wir um ca. 14 Uhr angekommen und es hat geheißen, dass das Ergebnis des PCR-Testes ca. 8 Stunden dauern wird. Da wäre es dann schon 22:00 Uhr gewesen und die Rezeption hat uns nicht mehr gestört. Deshalb hat René nächsten morgen bei der Rezeption angerufen und nachgefragt und zum Glück waren wieder beide Tests negativ. Das Frühstück mussten wir aber trotzdem noch im Zimmer verspeisen, da dieses für alle Hotelgäste bereits portioniert wurde. So haben wir das Frühstück noch im Zimmer genossen und dann durften wir endlich raus!

Was allerdings beim PCR-Test noch sehr interessant war ist, dass in Thailand ein anderer CT Wert herangezogen wird, als in Österreich. Hier gilt man bei einem CT Wert von <= 40 als „positiv“. Daheim liegt der Wert bei 30. Das fanden wir wirklich spannend.

Als wir nun endlich raus in die Stadt durften, haben wir unsere Rucksäcke geschnappt und diese in das nächste Hotel gebracht. Wir konnten bereits um 9 Uhr am Vormittag einchecken. Das hatten wir noch nie zuvor erlebt – der Grund dafür ist aber einfach, durch Corona sind fast keine Touristen in Thailand und es sind überall genügend Zimmer frei. Auch bei den Sehenswürdigkeiten waren nie viele Touristen zu sehen. Was wir uns alles gleich am ersten Tag angeschaut haben, kommt im nächsten Beitrag!

Es war alles knapp, sehr knapp…

Mehrere Schwierigkeiten im Einreiseprozess haben uns doch etwas aus der Ruhe gebracht.

Die wichtigste Aufgabe, die wir in Sri Lanka noch erledigen mussten, war die Planung und Organisation der Weiterreise. Insbesondere die Einreise ist in Zeiten von Covid-19 anders als früher. Es gibt Vieles zu beachten und befolgen. Wir wussten, dass wir nach Thailand wollen und haben deshalb ganz viel recherchiert und gelesen, um herauszufinden, wie die Einreise am einfachsten gestaltet werden kann.

Seit 1. Februar gibt es in Thailand ein neues System: Test & Go. Menschen aus aller Welt, die doppelt geimpft sind und einen negativen nicht mehr als 72 Stunden alten PCR-Test vorzeigen können, dürfen dieses System in Anspruch nehmen. Es muss bereits vorab der Flughafen-Shuttle und das Hotel von der ersten und fünften Nacht gebucht sein. Dies darf nur in extra zertifizierten Hotels geschehen, denn an diesen beiden Tagen muss man auch einen PCR-Test machen und bis zum Ergebnis in Quarantäne im Hotel-Zimmer bleiben. Wenn das alles glatt läuft, kann man sich in ganz Thailand frei bewegen.

Nach erfolgreicher Beantragung des Test & Go Systems bekommt man den so genannten Thailand Pass, das ist ein QR-Code, denn man bei der Einreise benötigt. Den Flug und das erste Hotel haben wir bereits vor Beantragung des Thailand Passes gebucht, da das System für die Beantragung des Thailand Passes noch nicht online war. Am 1. Februar um 9 Uhr Ortszeit Thailand war das System für das „Test & Go“-Modell dann endlich online. Nun konnten wir das erste Mal sehen, was tatsächlich alles beim Antrag anzugeben ist. Natürlich wollten wir diesen Antrag sofort absenden. Doch es wird auch vom 2. Hotel an Tag 5 die Buchungsbestätigung benötigt, deshalb mussten wir uns schnell entscheiden und ganz kurzfristig buchen. Zum Glück hat das geklappt. Was als Unsicherheit jedoch dazukam war, dass plötzlich angegeben war, dass die Bestätigung für den Thailand Pass zwischen 3 und 7 Tagen dauern kann… Wir haben den Pass am 1. Februar beantragt und es war alles für den 5. Februar gebucht – nun hieß es also hoffen, dass es sich ausgeht und es keine 7 Tage dauert.

Damit der Thailand Pass ausgestellt werden kann, muss man selbst alle seine persönlichen Daten inklusive der Impf-Nachweise angeben. Im zweiten Schritt müssen die Hotels sowohl die Quarantäne-Zimmer bestätigen, einen Flughafen-Shuttle organisieren und PCR-Tests buchen. Das 2. Hotel hat alles sehr rasch erledigt und wir bekamen die Bestätigungen per Mail. Vom 1. Hotel haben wir leider lange nichts gehört. Eigentlich haben wir über die Plattform booking.com gebucht – lt. dem Hotel geht da das „Test & Go“-Package aber nicht, deshalb mussten wir direkt über ihre Homepage noch einmal buchen. Das haben wir gemacht und dann wieder lange nichts von ihnen gehört. Das 2. Hotel hat uns schon ein Mail geschrieben, dass wir so rasch wie möglich unser 1. Hotel kontaktieren müssen, denn sie haben in der Beantragung gesehen, dass das 1. Hotel noch nichts bestätigt hat und deshalb der Thailand Pass abgelehnt werden könnte. Nun wurden wir nervös und wir haben sofort Mails an das 1. Hotel geschrieben. Der 5. Februar kam immer näher und wir wussten, dass beim Thailand Pass alles auf Anhieb passen muss, sonst dürfen wir nicht einreisen! Bei einer etwaigen Änderung vom Antrag kommt es nämlich wieder zu einer Wartezeit von 3-7 Tagen.

Zum Glück haben sie sich einen Tag später gemeldet und das 2. Hotel hat uns auch geschrieben, dass das 1. Hotel alles bestätigt hat. Wir haben das Mail mit dem Thailand Pass jedoch noch immer nicht erhalten. Zum einen waren wir beruhigt, dass uns die Hotels bestätigt haben, dass sie alles erfolgreich weitergeleitet haben. Zum anderen wussten wir aber nicht wie die thailändischen Behörden sind und ob die selbst ausgefüllten Daten passen. Der Flug am 5. Februar ging um 07:35 Uhr in der Früh. Wir wussten also auch, dass der Pass spätestens am 4. Februar kommen muss, sonst haben wir ein richtiges Problem. Die Hotelkosten und PCR-Tests waren sehr hoch und im Falle einer Stornierung bekommt man das Geld nicht zurück, das hätte uns sehr wehgetan! Wir wurden immer unruhiger, je mehr Zeit vergangen war. Zum Glück ist aber dann am 3. Februar am Abend das Mail gekommen und wir hatten unseren Thailand Pass für die Einreise.

Die nächste Herausforderung, die uns noch bevorstand war der PCR-Test. Das Gesundheitswesen in Sri Lanka ist leider nicht sehr gut. Dementsprechend haben die Krankenhäuser, Ärzte oder Labore keine ordentlichen Internetseiten und auch bei den offiziellen Informationen ist es schwierig, etwas herauszufinden. Wir konnten deshalb leider im Web nicht herausfinden, wo wir einen solchen PCR-Test machen können. Zum Glück waren wir bei einer netten Familie untergebracht und als wir bei denen nachgefragt haben, haben sie sofort beim Krankenhaus angerufen ob wir kommen können und wie lange es dauert, bis wir das Ergebnis erhalten. Unser Plan war also am 3. Februar testen, das Ergebnis am 4. Februar erhalten und am 5. Februar fliegen. Netterweise ist der Vater von der Familie mit uns gemeinsam in das Krankenhaus gefahren und hat dort organisiert, dass wir einen PCR-Test machen können. Als wir dort angekommen sind, hat sich jedoch eine weitere Schwierigkeit aufgetan, das Ergebnis ist am 4. Februar um 18 Uhr abholbereit und kann nicht per Mail gesendet werden. Da wir am 5. Februar in der Früh fliegen wollen, sind wir am 4. Februar abends jedoch schon in Negombo (nahe dem Flughafen) und nicht mehr in Kegalle, dort wo der Test gemacht wird. Wir können auch nicht bis um 18 Uhr warten, weil wir das Tuk Tuk am Nachmittag abgeben müssen. Glücklicherweise hat sich der Vater dazu bereiterklärt, unser Ergebnis abzuholen und uns dann ein Foto vom Ergebnis zu schicken. Darüber waren wir sehr froh!

Jetzt gab es also nur noch das Risiko, dass wir positiv sind und deshalb nicht fliegen dürfen. Aber daran haben wir gar nicht gedacht. Wir waren irrsinnig froh und haben uns gefreut, dass sich alles so gut ausgegangen hat, obwohl es teilweise wirklich unsicher war, ob tatsächlich alles so klappt. Und wir haben dann am 4. Februar am Abend die Fotos erhalten und beide Tests waren negativ. Nun konnte also wirklich nichts mehr schief gehen – dachten wir, wir wurden aber besseres belehrt.

In Zeiten von Corona muss man spätestens 3 Stunden vor Abflug beim Flughafen sein, da beim Check-In alle Daten kontrolliert werden müssen und das dementsprechend lange dauert. Wir kamen zeitig an und haben uns gleich angestellt. Wir standen ziemlich lange und konnten schon von weiter hinten beobachten, dass fast alle Passagiere irgendwelche Probleme hatten, von der Dame weggeschickt wurden und etwas später wieder zurückkamen. Komisch haben wir uns gedacht, zum Glück haben wir alles beisammen. Doch dem war nicht so, wir brauchten auch ein Weiterflug- oder Rückflugticket, um einreisen zu können. Wir wussten, dass dies bei den Regeln dabei steht, das ist bei mehreren Ländern so, doch meistens wird es dann nicht kontrolliert. In Thailand schon – deshalb hat René ganz kurzfristig direkt am Flughafen ein Ticket für uns gebucht. Sehr gut dachten wir uns, das hat geklappt. Doch dann hat die Dame die Fotos von den PCR-Tests gesehen und gesagt, dass das nicht gilt und sie dies nicht annehmen kann. Wir haben ihr erklärt, dass das Krankenhaus selbst gesagt hat, dass das Ergebnis per Mail nicht möglich ist, doch sie wollte uns das nicht glauben und hat uns klar gemacht, dass wir das Dokument digital direkt vom Labor brauchen, sonst dürfen wir nicht mitfliegen. Zum Glück hat sie uns gesagt wo wir anrufen müssen. Gesagt, getan – unser Telefon hat aber kein Guthaben mehr! Immer wenn jemand abgehoben hat, hat es automatisch aufgelegt… Jetzt wurde ich richtig nervös und bin zum Flughafen-Informationspunkt gegangen. Die Dame wollte uns nicht helfen und hat uns zu einem anderen Herren geschickt. Der hat uns zum Glück sein Handy geborgt und ich konnte anrufen. Ich war auch so froh, als ich eine nette Stimme am Telefon hatte und mir die Dame bestätigte, dass sie uns das Ergebnis per WhatsApp schicken kann, wenn wir ihr unsere Daten geben können. Zum Glück ist das dann auch wirklich sehr rasch gegangen und wir hatten innerhalb von Sekunden die Tests in Original als PDF und konnten einchecken.

Eigentlich wollten wir nach dem Check-In noch frühstücken, doch das ist sich nicht mehr ausgegangen. Auf unserem Weg zum Gate ist nämlich über den Lautsprecher schon der „Final Call“ gekommen. Wir haben uns trotzdem schnell was zum Mitnehmen gekauft und sind gelaufen. Zum Glück haben wir es geschafft, wir konnten das Frühstück noch vor dem Einsteigen ins Flugzeug verspeisen. Und genau zu diesem Zeitpunkt ist mir auch ein riesengroßer Stein von Herzen gefallen, denn jetzt waren wir durch! Jetzt waren wir fast im Flieger und bald in Thailand. Doch es war alles knapp, es war sehr knapp! Hätte nur irgendeine Kleinigkeit bei den ganzen Schritten und verschiedenen Personen, die mitgewirkt haben nicht geklappt, dann würde ich jetzt nicht in einem schönen Hotelzimmer in Thailand sitzen und diesen Beitrag schreiben.

Es wird Zeit sich zu Verabschieden!

Die 3,5 Wochen in Sri Lanka sind sehr schnell vergangen. In diesem Beitrag findet ihr meine Zusammenfassung für die Insel – mit positiven und negativen Aspekten.

Unsere letzten Tage in Sri Lanka haben wir sehr genossen. Wir hatten nicht mehr viel vor und konnten so die Zeit sehr genießen! Ich habe es auch geschafft Yoga zu machen, das hat mich persönlich sehr gefreut. Von Pinnawala haben wir uns mit dem Tuk Tuk zurück auf den Weg in Richtung Westküste gemacht. Am vorletzten Tag haben wir unser Gefährt in der Nähe vom Flughafen abgegeben. Da waren wir fast ein bisschen traurig als wir das Tuk Tuk hinter uns lassen mussten…

Ein besonderes Erlebnis der letzten Tage in Sri Lanka war der PCR-Test, den wir für die Weiterreise brauchten. Im Internet haben wir leider keine Informationen gefunden, wo diese Tests gemacht werden. Wir haben dann bei unserem Vermieter-Ehepaar gefragt und der Mann war so nett und hat uns sogar zum Krankenhaus begleitet und für uns in die Wege geleitet, dass wir einen PCR-Test machen können. Bis zum Ergebnis dauert es mehr als 30 Stunden und deshalb ist das Ehepaar so nett und holt unser Ergebnis ab und schickt es uns dann per WhatsApp weiter, damit wir es haben. Das Krankenhaus selbst kann leider das Test-Ergebnis nicht per Mail zur Verfügung stellen und wir sind zum Zeitpunkt der Abholung schon in Negombo. Da unser nächster Flug ganz bald in der Früh geht, müssen wir die letzte Nacht in Sri Lanka in der Nähe vom Flughafen verbringen.

Rückblickend kann ich sagen, dass Sri Lanka ein wunderschönes Land ist. Die Natur hier hat wirklich sehr viel zu bieten! Die Küche ist auch wunderbar. Reis mit Curry ist nun eines unserer Lieblingsgerichte. Wir lieben aber auch Roti und Kottu – das haben wir auch ziemlich oft gegessen. Und mit dem Sri Lankischem Frühstück haben wir uns auch sehr gut anfreunden können. Als pikanten Teil gibt es da Reis oder Nudeln mit Curry und als süßen Teil die Sri Lankan Pancakes. Diese Kokos-Honigfüllung in Palatschinken oder Nudeln schmeckt wirklich herrlich. Ich will die Speisen nach der Reise daheim unbedingt nachkochen. Hoffentlich schmeckt daheim auch alles so gut wie hier in Sri Lanka. Die tropischen Früchte muss ich hier natürlich auch nochmal erwähnen – Kokosnuss, Ananas, Passionsfrucht, Mango, Papaya, Bananen und Wassermelonen schmecken hier einfach köstlich und ich hoffe, dass ich auch in den nächsten Ländern genug davon bekommen kann.

Was außerdem sehr positiv anzumerken ist, ist dass die meisten Leute hier in Sri Lanka sehr nett, freundlich und hilfsbereit sind. Als einmal unser Tuk Tuk mitten auf der Kreuzung nicht mehr anspringen wollte, sind gleich Einheimische gekommen und hätten uns geholfen. Auch alle Familien, bei denen wir übernachtet haben, waren irrsinnig nett und hilfsbereit. Wir haben oft einfach Tee serviert bekommen oder es wurde uns die Wäsche kostenlos gewaschen oder wie bereits oben erwähnt wir wurden ins Krankenhaus begleitet. In den Restaurants sind die Leute hier auch immer irrsinnig nett und sehr zuvorkommend. Besonders die Menschen in den einheimischen Lokalen haben eine Freude wenn man ihre lokalen Spezialitäten kostet. Bei den Straßenverkäufern kann man es gut oder nicht so gut erwischen, aber im Großen und Ganzen sind auch die sehr nett.

Leider kann man dies allerdings nicht von allen Einheimischen sagen. Besonders bei Touristenattraktionen oder bei Tempel kommt es oft vor, dass die Einheimischen unbedingt eine geführte Tour verkaufen wollen. Oder viele davon wollen den Touristen unbedingt etwas verkaufen. Leider akzeptieren die meisten ein einfaches „No, thank you.“ nicht und laufen einige Meter hinterher und rufen laut nach. Das hat mir nicht so gut gefallen. Es ist zwar grundsätzlich nett gemeint, aber meist zahlt man dann überhöhte Preise und oft landet man sogar in einer richtigen Abzocke. Besonders in Spicy Garden kann man darüber auch viel im Internet lesen. Zum Glück ist uns so etwas nicht passiert, wir sind sehr hartnäckig geblieben und haben uns die meisten Dinge ganz alleine und in Ruhe angesehen. Wenn man der Typ ist, der gerne einen Reiseführer bei sich hat, dann würden wir empfehlen, diesen bereits vorab zu buchen und den gesamten Aufenthalt in Sri Lanka über bei diesem einen Führer zu bleiben.

Was auch nicht so nett gegenüber Touristen ist, sind die erhöhten Eintrittspreise bei fast allen Touristenattraktionen. Sei es zum Beispiel beim Sigiriya, im Elephant Orphanage oder im Botanic Garden – dort überall haben wir sehr viel höhere Preise bezahlt als die Locals. Das finde ich nicht fair und sehr diskriminierend. Schließlich kann man es uns von der Weite ansehen, dass wir keine Einheimischen sind und das wird bei den Eintrittstickets beinhart ausgenutzt.

Leider ist die Luftqualität hier in Sri Lanka trotz der vielen Pflanzen und Bäume nicht sehr gut. Es wird ständig neben der Straße oder neben den eigenen Häusern etwas verbrannt – meist kommt da der gesamte Müll (auch Plastik) zusammen und es wird angezündet. Erstens stinkt das erbärmlich und es ist auch nicht schön, wenn zwischen den Wäldern dicke Rauchwolken aufsteigen. Die Busse und Fahrzeuge rauchen auch sehr stark und lassen sicher viel Schmutz in die Luft. Wir haben beim Tuk Tuk Fahren oft die Luft angehalten, um nicht alles so stark einzuatmen. Leider liegt auch sonst oft viel Müll im Straßengraben oder in irgendwelchen Ecken oder Hängen – das wäre meiner Ansicht nach eine Aufgabe der Regierung, dass die Mülltrennung und Müllentsorgung besser funktioniert.

Was Sri Lanka jedoch sehr schön ist, ist dass die meisten Häuser und Gebäude unter den Bäumen und Wäldern verschwinden. Wenn man auf einer Erhöhung ist und über das Land blickt, sieht man fast nur grüne Flächen, da die Häuser der Familien darunter stehen. Das finden wir sehr toll! Außerdem werden hier die Pflanzen bei Bauarbeiten viel mehr eingebunden. Wir haben oft Zäune oder Mauern gesehen, wo für einen Ast einfach eine Ausparung gemacht wurde. Bei uns würde man alles umreißen oder umschneiden. Das finde ich sehr toll von Sri Lanka!

Was ich am Schluss auch unbedingt noch anmerken muss, ist die tolle Tierwelt hier in Sri Lanka. Es ist so nett wenn man überall Affen trifft. Egal ob am Strand, neben der Straße, auf den Bäumen, neben den Unterkünften oder bei Sehenswürdigkeiten. Ich habe sie immer gerne beobachtet. Die Elefanten haben es mir auch richtig angetan, aber wie bereits erwähnt sind mir die frei und wild lebenden am liebsten. Und was ich noch nie erwähnt habe ist, dass hier in Sri Lanka ganz viele wilde Hunde leben. Fast täglich hört und sieht man Hunde – die gehören aber niemanden sondern laufen einfach überall frei herum. Daran muss man sich am Anfang auch erst gewöhnen, denn die bellen auch einfach wenn es ihnen passt. Leider sind aber viele Hunde in keinem guten Zustand, die meisten haben viele Läuse und Flöhe und sind sehr abgemagert. Das finde ich sehr schade, aber die Leute lassen die Hunde zumindest leben!

Die Insel Sri Lanka ist auf jeden Fall eine Reise wert und ich kann es nur empfehlen, hier her zu kommen. Ein Aufenthalt bietet sehr viel Abwechslung. Schöne Strände und hohe Berge, wundervolle Tempel und Nationalparks – in Sri Lanka ist wirklich für jeden etwas dabei! Man muss sich aber auch dessen bewusst sein, dass man in einem etwas ärmeren Land unterwegs ist und die Sauberkeit und Hygiene mit dem europäischen Standard nicht zu vergleichen ist.

Falls ihr mal Lust habt nach Sri Lanka zu kommen, könnt ihr euch natürlich gerne melden und ich kann euch noch mehr und nähere Details dazugeben. Für mich ist jetzt aber Schluss, denn das nächste Land wartet auf uns – mehr dazu im nächsten Beitrag!

Eine Geschichte über Elefanten, die mir sehr leid tun.

Unser nächster Stopp war Pinnawala. Das ist ein ganz kleiner Ort in der Nähe von Kegalle und hier gibt es nicht viel außer eine Touristenattraktion. Diese Attraktion nennt sich „Elephant Orphanage“, auf deutsch bedeutet das Elefanten-Waisenhaus.

Unter einem Waisenhaus stelle ich mir eine nette Bleibe für Elefanten vor, die es in ihrem natürlichen Umfeld nicht geschafft hätten zu überleben. Als wir dann gesehen haben, wie diese Elefanten hier behandelt werden und wie die Elefanten waren, die wir in der freien Wildbahn beobachtet haben, wurden wir sehr traurig.

Als um 08:30 Uhr geöffnet wurde, waren wir gleich die ersten Besucher. Niemand außer dem Personal war anwesend und wir sind gleich zu einem kleinen Aussichtsplateau gegangen. Von dort aus hat man auf den Auslauf der Elefanten gesehen. Sie wurden gerade aus ihren Ställen heraus gelassen und wir konnten beobachten wie sie in unsere Richtung marschierten. An dieser Stelle habe ich auch gleich eine nicht so schöne Situation erlebt – ein großer männlicher Elefant war angekettet und wurde gewaschen und dann hat er unter dem Kommando von einem Wärter Holz herumtragen müssen. Ich habe mich aber auf die freien Elefanten konzentriert, die Jungen haben herumgetobt und es gab frisches Futter.

Dann sind wir weiter gegangen und haben wieder 4 angekettete Elefanten gesehen. Etwas weiter waren wir dann länger, weil es dort etwas Nettes zu sehen gab. Es leben hier nämlich zwei 5-monatige Zwillinge und diese beiden kleinen Männchen sind zum Fressen lieb. Sie toben herum, spielen miteinander, raufen sich nieder. Bei Mama gibt es immer Milch und das Futter ist auch schon interessant. Noch etwas tollpatschig laufen sie herum – denen könnte man stundenlang zusehen. Das war auch mein persönlicher Höhepunkt von dem Besuch.

Kurze Zeit später wurden die Elefanten über eine Straße zu einem Fluss getrieben. Grundsätzlich finde ich es ja toll, dass die Elefanten hier eine Abkühlung bekommen aber einige Elefanten wurden nicht einmal beim Fluss freigelassen. Einige freie Elefanten sind in das Wasser gestiegen und haben sich mit dem Schlamm und Staub bedeckt – die Angeketteten mussten im Wasser richtig baden. Die Wärter haben ziemlich laut geschrien. Das hat mir gar nicht gefallen. Nach einiger Zeit wurden die Elefanten sogar im Wasser an eine bestimmte Stelle getrieben, damit Hotelgäste vom Balkon und Zimmer aus Elefanten sehen können. Dann wurden sie noch mit ganz viel Wasser abgespritzt – das hat den Elefanten aber auch nicht gefallen. Einige wollten nicht unter den Strahl gehen und andere die erwischt wurden, sind schneller geworden und wollten weg! Den Staub, der ihnen herunter gewaschen wurde, würde ihnen nämlich als Insektenschutz dienen. Nach 2 Stunden am Fluss wurden sie wieder zurück getrieben in das Gehege. Am Nachmittag findet der ganze Spaß noch einmal statt. Im Endeffekt werden die Elefanten also den ganzen Tag herumgetrieben. Und was auch noch dazukommt ist, dass sie mit spitzen Eisenstangen gestochen werden, wenn sie nicht tun was die Wärter wollen.

Ich finde es zwar schön Elefanten zu sehen, aber sie den ganzen Tag herumzutreiben, nur damit Touristen etwas zu sehen haben, finde ich nicht in Ordnung. Ein Waisenhaus ist für mich etwas anderes, da sollte der Tourismus keine Rolle spielen. Von mir gibt es keine Fotos von angeketteten Elefanten oder Wärtern, die die Elefanten stechen. Der Grund dafür ist, dass ich diese Umgangsweise nicht unterstützen will und den Wärtern nicht das Gefühl geben will, dass es mir gefällt wie sie die Tiere behandeln! Es scheint nämlich so, als wäre die Vorgehensweise für sie völlig in Ordnung. Man hat sogar den Eindruck dass sie richtig stolz sind, über diese großen Tiere Macht ausüben zu können und das mag ich schlicht und einfach nicht!

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sind wir zurück in unsere Unterkunft gegangen. Es hat uns noch lange beschäftigt, was wir an diesem Vormittag erlebt und gesehen haben. Und wir haben für uns den Entschluss gefasst, dass wir Tiere nur noch frei und wild in Nationalparks besuchen wollen und solche Tierquälerein nicht mehr unterstützen werden.

Hohe Temperaturen und ein hoher Fels!

In Dambulla hat uns die Hitze zu schaffen gemacht. Wir ließen uns aber nicht unterkriegen und sind deshalb gleich in der Früh zu einer berühmten Ruine gefahren.

In Dambulla ist es zur Zeit sehr heiß. Von ca. 10 Uhr am Vormittag bis um ca. 15 Uhr am Nachmittag ist es richtig schwül. Es herrschen Temperaturen von über 30 Grad. Wenn man zu dieser Zeit etwas unternimmt, dann ist das wirklich sehr anstrengend. Da wir beim Höhlen-Tempel erlebten wie ungut die Hitze über Mittag ist, haben wir uns dazu entschlossen den nächsten Programmpunkt auf den frühen Morgen zu verschieben. Unsere nette Vermieterin hat uns das Frühstück eingepackt und so konnten wir uns tatsächlich schon um 06:30 Uhr auf den Weg machen. Es stand uns etwas Großes bevor!

Bevor wir die Stadt verließen, waren wir noch tanken und dann konnte es losgehen. Nach ca. 30 Minuten sind wir angekommen. Ein Herr hat uns aber gesagt, dass wir an diesem Ort nicht parken dürfen und hat uns einen anderen Weg gezeigt. Ein weiterer Mann hat uns einen tollen Parkplatz gezeigt. Wir waren mit unserem Tuk Tuk nämlich direkt in der Anlage und haben da einfach geparkt. Normalerweise kann man da nicht parken, weil wir aber so früh dran waren, war noch nichts abgesperrt und die Männer waren so nett und haben uns diesen nahen Parkplatz gegeben. Um Tickets zu kaufen, mussten wir dann weiter hinaus gehen. Das war wirklich lustig – besonders nachher beim Heimfahren haben uns alle ganz schief angeschaut, denn nicht mal die einheimischen Führer hatten so einen tollen und nahen Parkplatz wie wir.

Soviel zu dem – doch wo waren wir eigentlich? Wir waren beim berühmten Sigiriya Rock. Das ist ein riesengroßer Felsbrocken, der mitten in der Landschaft steht. Der Ticketpreis ist gewaltig – im Vergleich zu anderen Eintritten ist es hier richtig teuer, aber wir haben es in Kauf genommen, weil wir uns alles ansehen wollten. Es ging dann auch gleich los, zum Glück waren wir so bald dran, so war es noch angenehm zuerst zu dem Fels zu gehen und dann auf vielen Stufen hochzuklettern. Als wir oben angekommen sind, waren noch nicht viele Leute da – das war sehr schön. Kurz darauf haben wir unser Frühstück ausgepackt und dieses in vollen Zügen genossen. Die Stimmung war sehr einzigartig. Da es so früh war, war es noch ziemlich düster wenn man in die Ferne blickte. Als wir mit dem Frühstück fertig waren, sind wir noch eine Runde gegangen und haben den Ausblick genossen.

Auf und um diesem Sigiriya Fels befinden sich historische Ruinen einer Festung. Der König Dhatusena wurde von seinem Sohn Kassapa, der von einer Nebenfrau geboren wurde, ermordet. So wollte er sich den Thron sichern. Aus Angst vor seinem Halbbruder Moggalana, der rechtmäßiger Thronfolger war, ließ er diese Festung errichten. Später ist der Halbbruder aber zurückgekommen und hat Kassapa besiegt und die vormalige Hauptstadt wieder als Hauptstadt ernannt. Heute kann man nur noch Überreste von dieser Festung erkennen.

Der Gipfel des Felsen liegt fast 300m über den Boden und ca. 500m vom Meeresspiegel entfernt. Das Schwimmbad und einige Thronbänke kann man noch sehr gut erkennen. Einige Gemälde sind auch noch gut erhalten. Insgesamt ist es ein toller Platz und man hat wirklich einen super Ausblick über die Umgebung. Trotz all dem ist meiner Meinung nach der hohe Eintrittspreis nicht gerechtfertigt.

Viele Affen und eine ganz liebe Mama erwarten uns in Dambulla.

In unserer Unterkunft in Dambulla sind wir erst richtig spät angekommen, weil das Shooting so lange gedauert hat. Eine etwas ältere Dame hat uns jedoch sehr herzlich begrüßt und das Zimmer ist wieder wunderschön. Wir haben einen tollen Balkon, ein schönes Bad und genügend Platz für alles. Völlig erschöpft und müde sind wir ins Bett gefallen. Die Dame hat uns auch gleich von ihren Söhnen erzählt, die haben nämlich alle studiert und einer von ihnen ist jetzt für 2 Jahre in Großbritannien. Sie ist sehr stolz auf ihre Söhne und hat große Bilder von deren Sponsion aufgestellt. Dann hat sie uns noch gesagt, dass wir sie „Amma“ nennen sollen – das heißt „Mama“ auf singhalesisch. Und sie ist wirklich wie eine Mama für uns – sie behandelt uns wie ihre Kinder: kocht leckeres Frühstück, reinigt unser Zimmer und wäscht uns unsere Wäsche – und das alles ohne Aufpreis! Das ist wirklich sehr nett von der Dame. Möglicherweise vermisst sie ihre Söhne etwas…

Das Frühstück war wieder einmal sehr köstlich. Es gab Sandwiches, Omelette mit Toastbrot, American Pancakes und Sri Lankan Pancakes sowie Butter und Marmelade. Außerdem haben wir Bananen und einen Tee serviert bekommen. Wir konnten nicht einmal alles zusammenessen, weil sie uns so viel hergerichtet hat. Am liebsten mag ich die sogenannten Sri Lankan Pancakes. Das sind Palatschinken, die mit angerösteten Kokosflocken und karamellisierten Zucker gefüllt sind – das schmeckt herrlich!

In Dambulla haben wir uns dann gleich einen riesengroßen Markt angesehen. Das ist ein richtiger Umschlagplatz. Dort sind keine Touristen und niemand will uns etwas verkaufen – im Gegenteil, die Männer dort haben sich sehr gefreut dass wir gekommen sind. Manche haben uns gleich erklärt wie das Gemüse heißt oder was man damit machen kann. Andere haben uns eine Kostprobe gegeben. Es war wirklich sehr beeindruckend. Ich habe noch nie in meinem Leben so viel frisches Obst und Gemüse gesehen. Da bekommt man richtig Lust auf einen Fruchtsalat oder lecker angebratenes Gemüse!

Außerdem haben wir uns den Höhlentempel von Dambulla angeschaut. Da muss man zuerst einige Stufen raufgehen. Da es hier in Dambulla sehr heiß ist, war das auch richtig anstrengend. Oben angekommen haben wir 5 verschiedene Höhlen besichtigen können. In 4 Höhlen findet man liegende Buddha-Stauten. Das besondere daran ist, dass diese Statuen direkt aus dem Fels gemeißelt wurden, der die Höhle umgibt. Wirklich beachtlich was die Menschen hier geschaffen haben. Die Wände und Decken sind auch sehr hübsch bemalt und insgesamt befinden sich in dieser Tempelanlage 153 Buddha-Statuen.

Was bei diesem Besuch auch sehr schön war, war dass rund um den Tempel sehr viele Affen waren. Wir haben eine richtige Bande mit mehreren Männchen, Weibchen und Kindern gesehen. Die Kinder haben gespielt, manche Affen haben gekuschelt und geschlafen. Und immer wenn sie gerade nichts zu tun hatten, dann haben sie gegenseitig das Fell durchgeschaut und geputzt und die Läuse oder Flöhe oder was auch immer im Fell zu finden war, gefressen. Man könnte der Bande stundenlang zusehen. Witzig ist auch, dass man wirklich sehr viele Gemeinsamkeiten zum Menschen entdecken kann.

Ganz zufällig haben wir bei der Rückfahrt noch den Goldenen Tempel entdeckt. Der große goldene Buddha hat uns von der Straße im Tuk Tuk aus schon gefesselt und wir sind sofort stehen geblieben. Über diesen goldenen Tempel kann man auch zum Höhlentempel hinaufgehen. Sowohl die Pagode als auch die große Buddha-Statue sind komplett vergoldet. Das ist sehr beeindruckend. Da wir am Abend dort waren, haben wir die Statue sowohl bei Tageslicht als auch in der Dämmerung gesehen und ich war und bin immer noch sprachlos. Ich kann das auch gar nicht so gut beschreiben, wie es ist, vor so einer riesigen Statue zu stehen – es ist einfach beeindruckend und man spürt die Energie und dass es sich hier um einen ganz besonderer Ort handelt.