Elefanten, Krokodile, Wasserbüffel, Pelikane und noch viel mehr

Im Udawalawa Nationalpark ist ein großer Traum von mir in Erfüllung gegangen. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben freilebende Elefanten aus der nächsten Nähe beobachten und bestaunen können. Ich war und bin noch immer überwältigt und überaus begeistert!

Wir schliefen direkt in Udawalawa in einem schönen Bungalow und haben von unserer Vermieterin das Angebot erhalten, dass uns ein ihr bekannter Fahrer durch den Nationalpark führen kann. Da sie alles für uns organisieren würde und ihm das Frühstück mit in den Park geben würde, haben wir das Angebot gleich angenommen und gebucht. Es gibt sehr viele Anbieter für eine Safari und wir hofften daher, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben und ich kann gleich vorab sagen, das haben wir! Zum Glück haben wir von der überaus netten Vermieterin auch noch den Tipp erhalten, dass wir uns mit einem Pullover und Moskitospray ausrüsten. Am Anfang war es nämlich noch ziemlich kalt und Moskitos waren im Park auch überall.

Um 6 Uhr in der Früh ging es dann los. Wir fuhren mit einem speziellen Safari-Auto los und es ging Richtung Nationalpark Udawalawa. Schon auf der normalen Straße konnten wir den ersten Elefanten sehen und unser Führer hat sich auch gleich Zeit genommen und ist kurz stehen geblieben. Dass wir so früh einen Elefanten sehen, damit haben wir nicht gerechnet. Es ging dann nämlich noch weiter und kurz nach der Einfahrt in den Nationalpark hat uns unser Fahrer gleich ganz viele schöne Vögel gezeigt. Die Namen konnte ich mir leider nicht merken, aber sie waren bunter als daheim – meistens grün, blau oder gelb. Alle Vögel waren wunderschön.

Das Tier, das wir am öftesten gesehen haben, war der Pfau. Wir haben sehr viele Männchen und Weibchen gesehen. Am Anfang in der Früh sind sie noch am Baum gesessen und etwas später dann herunten auf dem Boden und wir haben auch ein paar Mal gesehen wie das Männchen seine Federn aufgestellt und ein Rad geschlagen hat – das sieht sehr beeindruckend aus. Einmal ist der Fahrer auch einfach stehengeblieben und hat uns gefragt ob wir Pfauen-Federn wollen, weil welche auf dem Weg gelegen sind. Das war sehr nett von ihm.

Nach all den Vögeln und Pfauen haben wir auch bald die großen Tiere des Parks gesehen: die Elefanten! Wir haben Weibchen und Männchen gesehen. Wir haben auch junge Elefanten gesehen. Wir haben gesehen wie sie fressen und wie sie gehen. Wir haben gesehen wie sie Wasser trinken und wie sie sich mit Wasser abkühlen. Wir haben gesehen wie ruhige Elefanten aussehen und wir haben gesehen wie wütende Elefanten aussehen. Und es war alles einfach unglaublich spannend und ein unvergessliches Erlebnis. Besonders beeindruckend war, wie man erkennen konnte in welcher Stimmung der Elefant gerade ist. Ein männlicher Elefant war nämlich beispielsweise auf der Suche nach einem Weibchen und deshalb sehr unruhig und wütend – da wurde es für uns auch ein bisschen gefährlich als wir auf dem Weg standen. Der Fahrer hat nur gesagt: „He wants a female and he doesn’t like cars.“ und dann haben wir zurückgeschoben, denn genau dieser Elefant hat anscheinend schon zwei Autos umgeworfen als er wütend war. Und ein zweites Mal ist ein Weibchen wütend geworden. Wir haben es mit ihrem Jungen beobachtet und als alle wieder im Gebüsch versteckt waren, wollten wir weiterfahren. Doch durch das Motorgeräusch hat sie sich bedroht gefühlt und ist sofort wieder heraus und auf uns zugelaufen. Elefanten können auch ziemlich schnell laufen wenn sie wollen. Unser Fahrer hat es geschafft, sie zu beruhigen und dann sind wir noch etwas stehen geblieben und nachdem sie dann wieder gegangen sind, sind wir weitergefahren. Das waren wirklich sehr einzigartige Erlebnisse, bei denen das Herz doch etwas schneller geschlagen hat. Alle anderen Elefanten, die wir gesehen haben, waren aber sehr ruhig und sind gemütlich herumgeschlendert oder haben gefressen.

Im Park haben wir auch ein paar Krokodile gesehen. Einem haben wir zum Beispiel zugeschaut wie es aus dem Wasser gekrochen ist und sich dann an Land gelegt hat. Ein anderes größeres haben wir gesehen, wie es auf einem Stein gelegen ist und das Maul ganz weit offen hatte – unglaublich wie groß dieses Maul ist. Ein paar Krokodile haben wir dann auch noch im Wasser gesehen, da sieht man nur einen Teil vom Kopf und Körper.

Einige Reptilien haben wir auch gesehen, aber die gefallen meinem Freund besser als mir und deshalb kann ich mir auch nicht merken wie die heißen.

Weitere Tiere, die wir gesehen haben sind die Tiere im bzw. am Wasser: Wasserbüffel, Pelikane und viele andere Wasservögel. Die Büffel sehen zwar gefährlich aus, sind aber ganz ruhig und liegen entspannt im Wasser. Der Pelikan ist auch ein ganz besonderes Tier – der schaut richtig süß aus mit dem langen und großen Schnabel.

Ziemlich am Schluss unserer Safari haben wir noch eine richtig große Gruppe von Affen gesehen. Die waren überhaupt nicht scheu und einer wollte sogar zu uns rauf ins Auto – die wissen genau, dass manche Touristen Obst dabei haben. Am beeindruckendsten fand ich jedoch das nur wenige Wochen alte Baby, das bei seiner Mama getrunken hat. Ich kann euch nicht sagen, wie süß das war. Und auch da waren wir bis auf 1 m nah, wir konnten es also wirklich gut beobachten.

Zum Glück haben wir eine Halbtagestour gebucht und konnten so bei den Tieren auch immer eine Zeit lang stehenbleiben und schauen. Der Fahrer hat uns außerdem sein Fernglas gegeben – so konnten wir die Tiere in der Ferne noch genauer beobachten. Wir hatten wirklich Glück mit unserem Fahrer – der hat das wirklich toll gemacht. Die Straßen im Park sind nämlich auch teilweise richtig schlecht und er ist immer sehr vorsichtig gefahren und hat auch darauf geachtet, dass wir keine Blätter oder Äste ins Gesicht bekamen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das wieder ein Erlebnis war, das ich mein ganzes Leben lang nicht vergessen werde und wahrscheinlich noch ganz oft davon erzähle und berichte. Es war wirklich ein sehr gelungener Tag und ich habe wieder einmal über mich selbst erfahren, dass ich eine große Liebe zu Tieren habe. Und am allerliebsten ist es mir, wenn die Tiere frei und wild leben können und sich der Mensch nicht zu sehr einmischt sondern die Natur einfach Natur sein lässt. Die Tierwelt ist so wunderbar!

Mirissa und seine Meeresbewohner

Ein neuer Ort, ein neuer Strand, neue Schwerpunkte. Mirissa ist auf jeden Fall eine Reise wert, besonders wenn man Meerestiere sehen will.

Mirissa liegt wieder nur eine Bucht weiter als Weligama und hat trotzdem ganz andere Schwerpunkte. Mirissa ist bekannt für die Wale, Delfine und Schildkröten, die beobachtet werden können. Zuerst haben wir uns gleich den Strand angesehen und wir haben bemerkt, dass dieser wieder ganz anders ist als die letzten beiden. Die Wellen sind noch viel größer und stärker als in Weligama. In Mirissa reihen sich Strandrestaurants und Bars aneinander und man kann nur wenige Surfanbieter finden. Das Meer ist perfekt zum Wellenhüpfen. Es ist wirklich faszinierend diese Unterschiede zu beobachten. Wenn ihr also selbst mal nach Sri Lanka wollt, könnt ihr euch gerne melden und ich kann euch noch mehr Details zu den Unterschieden bzw. eine Empfehlung zu euren Wünschen und Bedürfnissen geben.

Hinsichtlich Wal-, Delfin- oder Schildkrötenbeobachtung gibt es leider in Sri Lanka keine Regulationen und Bestimmungen bezüglich Tierschutz. Deshalb habe ich mich selbst auf die Suche gemacht und ein Unternehmen herausgesucht, das die Tiere nicht zu sehr stört und gut behandelt. Mir ist es wichtig, dass liebevoll mit ihnen umgegangen wird. Zum Glück bin ich auch fündig geworden und dann haben wir gleich gebucht. Eine Wal- und Delfinbeobachtungstour, die um 6 Uhr in der Früh startet. Das Unternehmen nennt sich „Raja & the Whales“ und ist ein Familienbetrieb. Mehrere einheimische Brüder haben sich zusammengetan, haben zwei Boote und machen diese Beobachtungstouren. Es wird hier kein Sonar oder andere Hilfsmittel zur Suche verwendet. Die Brüder haben Kontakte zu vielen Fischern und sie sprechen sich ab, wann und wo jemand einen Wal gesehen hat – so wie die Brüder und Fischer haben auch wir nur mit den Augen gesucht. Das finde ich wirklich sehr schön und es freut mich, dass wir die Tiere somit nicht gestört haben.

Bei unserer ersten Tour haben wir leider keine Wale gesehen, aber dafür mehr als 100 Delfine. Ich kann euch nicht sagen, wie schön das war! Wir sind mit dem Boot gefahren, plötzlich hat jemand Delfine gesehen, das Boot wurde abgestellt und es war ganz ruhig und alle haben geschaut. Diese „spinner dolphins“ waren sehr aktiv. Sie sind herumgesprungen und haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. Wir haben auch Babys gesehen. Es war einfach wundervoll. Was ich zu der Firma auch noch positiv anmerken kann ist, dass man sich bei der Beobachtung wirklich auf das Schauen konzentrieren kann, denn einer der Brüder fotografiert mit einer tollen Spiegelreflexkamera und diese Fotos bekommt man dann später per Mail. Es war ein sehr beeindruckendes und schönes Erlebnis, so viele Delfine in der freien Wildbahn zu beobachten. Die Fotos unterhalb sind übrigens von der Firma, ich habe die Erlaubnis bekommen, diese auf meiner Website herzuzeigen.

Da wir am ersten Tag keine Wale sehen konnten, haben wir das Angebot erhalten, am nächsten Tag kostenfrei noch einmal mitzufahren. Natürlich haben wir das Angebot angenommen, doch leider wurden wir wieder nicht belohnt. Auch am zweiten Tag konnten wir keinen Wal sehen. Aber so ist das eben, wir sind nicht böse – die Natur ist eben einfach unberechenbar und mir ist es lieber, dass wir keinen Wal sehen bevor ganz viele Hilfsmittel verwendet werden und wir den Wal dann vielleicht auch noch belästigen – er wollte sich eben einfach nicht zeigen und das muss man auch akzeptieren. Delfine haben wir aber trotzdem wieder gesehen und die waren wieder sehr bezaubernd.

Was uns in Mirissa auch passiert ist, ist dass wir pitschnass in unserem Zimmer angekommen sind. Das Wetter ist in den Tropen auch völlig anders als daheim. Wir waren noch am Strand als sich dunklere Wolken breit gemacht haben. Wir sind aber noch geblieben, da der Himmel auf der anderen Seite noch ganz schön blau war. Leider haben wir jedoch zu lange gewartet und es hat plötzlich sehr stark geregnet. Nun standen wir vor der Entscheidung, warten wir den Regen ab oder laufen wir? Da wir nicht wussten wie lange der Regen dauern wird und wir sowieso schon etwas nass waren, haben wir die Variante des Laufens gewählt. Im Zimmer sind wir dann natürlich gleich duschen gegangen und wir waren froh, dass wir gleich gelaufen sind, denn der Regen hat länger gedauert als gedacht und wir wären auch unter den Bäumen pitschnass geworden.

Ein weiterer Tipp für Mirissa ist der „Coconut Hill„. Das ist ein Berg, der direkt am Meer liegt und auf dem viele Palmen stehen. Es sieht wundervoll aus, wenn man im Hintergrund das Meer hat und zwischen all den Palmen steht. Überraschenderweise haben wir von dort aus auch zwei Schildkröten gesehen, auf die uns ein einheimischer Mann aufmerksam gemacht hat. Eine war sehr groß und die zweite etwas kleiner – da sie sehr gut getarnt sind, konnte man sie zwischen den Steinen fast nicht erkennen.

Was ich euch auch unbedingt noch erzählen muss ist ein besonderer Besuch am Strand. Direkt über unserem Strandtuch hörten wir Geräusche vom Baum kommend. Als wir nach oben schauten, sahen wir einen Affen, der ein Plastiksackerl voll Obst in den Händen hatte. Er hat das Obst herausgeholt und gefressen. Es sind dann auch noch weitere Affen gekommen, die sich über die Beute hermachten. Wenig später kam ein Pärchen, das neben uns am Strand lag, von der Kaffeepause zurück und es hat etwas gefehlt. Das Sackerl Obst haben sie sich gekauft und wurde von den Affen gestohlen und gefressen. Das war wirklich ein lustiger Moment – also passt auf euer Obst immer gut auf!

Was mir auch noch sehr gut gefallen hat ist, dass am Strand von Mirissa viele Schildkörteneier eingegraben und eingezäunt sind. So kann ihnen nichts passieren. Hoffentlich schlüpfen da mal ganz viele kleine Schildkröten.

Mirissa ist also wieder ein toller Ort mit leckeren Restaurants, hat einen schönen Strand und sehr viel zu bieten. Wir haben sehr viele Meerestiere beobachten können und auch die Palmen auf den Hügel sind sehr bezaubernd. Ich bin froh, dass wir hier einen Stopp eingelegt haben.

Eine holprige Fahrt zum Strand

Der Weg von der Hauptstadt Colombo zu einem wunderschönen Sandstrand im Süden des Landes.

Um von Colombo in den Süden zu den schönen Stränden zu kommen, haben wir uns ein Zugticket gekauft. Dieses Ticket kostete für uns beide in der 2. Klasse und für ca. 140 km nur 540 Rupien (ca. 2,33 €). Die ganzen 3 Stunden lang, die wir im Zug waren, sind wir entlang der Westküste in den Süden gefahren. Wir haben fast immer das Meer an der Seite gehabt – das war wirklich wunderschön. Die Fenster und Türen sind bei diesen Zügen offen und man spürt den Wind sehr stark, die Bahngleise selbst sind auch nicht neu und deshalb kann es manchmal auch ganz schön holprig sein. Entlang der Zuggleise kann man auch sehr gut sehen, wie die Einheimischen hier leben. Die ärmere Bevölkerung lebt in ganz kleinen Hütten, wo viele Leute herumlaufen, es gibt aber auch Bereiche wo die Leute gemauerte Häuser und etwas größere Hütten haben. Während der Zugfahrt haben wir da einen tollen Einblick bekommen. Wir konnten auch viele Pflanzen sehen. Palmen, Bananensträucher und auch sonst ist die Insel sehr grün. Einige Tiere konnten wir auch beobachten, freilaufende Hunde oder Kühe.

Nach dem Aussteigen haben sofort wieder Tuktuk-Fahrer gewartet um ein Taxi für die Touristen zu sein. Wir haben uns auch eines genommen und wurden in unsere Unterkunft gebracht. Diesmal schliefen wir in einer Holzhütte, die nicht sehr viel Licht hatte – das war besonders in der Nacht aber auch oft tagsüber etwas lästig, da wir fast nichts sehen konnten. Das Frühstück war aber sehr lecker, wir bekamen frisches Obst und tolle Sri Lankan Pancakes. Die Umgebung generell und unsere Terrasse sowie der Garten, das war alles sehr nett. Ganz spannend war auch als plötzlich vor unserer Terrasse ein einheimischer Mann bis nach ganz oben auf eine Palme geklettert ist und dann Kokosnüsse und dürre Blätter heruntergeschnitten hat. Wahnsinn, wie schnell der auf der Palme war!

Wir sind dann natürlich auch gleich zum Strand gegangen – zum Midigama Beach. Ein kleiner wunderschöner Sandstrand. Dort haben wir uns dann gleich von einer einheimischen Familie eine Kokosnuss gekauft und das leckere Kokoswasser genossen. Die Familie dort am Strand war sehr nett, der Opa ging fischen, der Papa hatte ein Tuktuk und brachte Touristen herum und die Mama hat Früchte verkauft. Die Tochter hat sich im Meer gespielt und allen von der Familie ein bisschen geholfen. An diesem Strand waren auch Einheimische baden – das fand ich besonders schön.

So konnten wir nach dem Großstadt Getümmel in Dubai und Colombo endlich etwas entspannen und die Ruhe am Strand und am Meer genießen. Das war wunderschön!

Next Stop: Colombo, Sri Lanka

Wir sind in Sri Lanka angekommen und haben uns die Hauptstadt Colombo angesehen.

Um in Sri Lanka quarantänefrei einreisen zu können, muss man vollständig gegen Covid-19 geimpft sein und einen aktuellen negativen PCR-Test vorweisen können. Zusätzlich muss man ein Visa beantragen und eine Health Declaration ausfüllen. Bereits beim Boarding in Dubai wurden diese Unterlagen kontrolliert und bei der Einreise in Colombo mussten wir nochmals alles vorlegen. Alles hat geklappt, es war schon spät in der Nacht, aber angenehm warm – willkommen in Sri Lanka!

Bevor wir uns in Richtung Süden zum Strand machten, haben wir uns vorgenommen, die Hauptstadt für einen Tag lang zu besichtigen. In Colombo gibt es nicht sehr viele Sehenswürdigkeiten, aber wir haben uns zwei Tempel angeschaut, den Gangaramaya-Tempel und Seema Malaka. Bevor wir noch bei der Moschee Jami Ul-Alfar waren, machten wir im Viharamahadevi Park eine kurze Pause.

Im Vergleich zu Dubai hatten wir natürlich einen Kulturschock. Colombo ist zwar auch relativ sauber, es ist jedoch ein Entwicklungsland und das merkt sofort. Am Flughafen warten viele Taxifahrer, die Geld verdienen wollen. Der Verkehr ist (für uns) sehr chaotisch – es sind viele Tuktuks und Motorräder auf der Straße und es wird ständig gehupt und für unsere Gewohnheiten ziemlich wild gefahren. Die Häuser sind alle eher klein und schon in die Jahre gekommen, manchmal sieht es in Wohngegend überhaupt nicht sauber aus. Auch sonst liegt oft Müll herum und niemand räumt es weg. Das Leben hier in Sri Lanka ist im Vergleich zu unserem mitteleuropäischen Standard völlig anders. Ganze Familien leben in kleinen Hütten, das kann man sich bei uns nicht vorstellen. Und doch hat Sri Lanka auch sehr viel zu bieten – sie wird oft als „die grüne Perle“ bezeichnet, weil der Boden sehr fruchtbar ist und die Natur echt viel zu bieten hat. Sind wir mal gespannt, was wir alles noch sehen.

Die einheimischen Leute hier sind ziemlich dunkel, sie haben ganz schwarze Augen und schwarze Haare und auch die Haut ist wirklich dunkel. Unsere helle Hautfarbe fällt deshalb stark auf und die Einheimischen wissen sofort, dass es sich bei uns um Touristen handelt. Dementsprechend wollen sie uns Taxifahrten anbieten, uns etwas verkaufen oder sie erzählen uns von ganz besonderen und schönen Plätzen, die sie uns unbedingt zeigen wollen. Da muss man oft ziemlich hartnäckig bleiben, um nicht mit jemanden ins Geschäft zu kommen, denn meistens zahlt man bei diesen Angeboten viel mehr als sonst üblich ist. Zum Glück bin ich nicht alleine unterwegs, als alleinreisende Frau stelle ich mir das nicht so angenehm vor.

Der Uber-Fahrer, der uns vom Flughafen zum Hotel gebracht hat, war aber sehr nett und freundlich und wir haben uns gut mit ihm unterhalten. Natürlich haben wir dann auch eine Tuktuk-Fahrt unternommen. In Colombo ist dies auch mit Uber möglich – das ist sehr bequem, da man sich dabei das Preisverhandeln erspart. Den Tag in Colombo haben wir also gut genutzt, an die Wärme (ca. 28 Grad) haben wir uns gleich gut gewöhnen können und damit stieg auch die Freude auf den Strand und die weiteren Tage in Sri Lanka.

Dubai lässt einem einfach staunen!

Der letzte Tag in Dubai ist sehr schnell vergangen und es bleibt nur noch ein kurzes Fazit zu geben, denn dann geht’s auch schon weiter zum Flughafen.

In Dubai ist die offizielle Staatsreligion der Islam. Das merkt man auch sehr rasch, denn man hört mehrmals täglich überall in der Stadt den Muezzin, der an die Gebetszeiten erinnern soll. Überall in der Stadt sind auch Gebetsräume verteilt, meistens in der Nähe von den Toiletten und nach den Geschlechtern getrennt. Um auch den religiösen Kulturanteil von Dubai kennenzulernen, haben wir am letzten Tag die Zentralmoschee Jumeirah besucht.

Leider kann man diese Moschee nur bei einer Führung innen besichtigen. Das wäre sich bei uns leider nicht mehr ausgegangen, deshalb haben wir uns die Moschee nur außen angesehen. Es ist ein sehr schönes Gebäude und die Umgebung mit den Palmen ist sehr nett und einladend. Ich bin froh, dass wir den Ort noch besucht haben.

Und dann ging es schon wieder zum Flughafen. Zwei Tage vor der Weiterreise haben wir in unserem Hotel einen PCR-Test für die Weiterreise gemacht. Das war sehr super für uns, denn eine Krankenschwester ist in unser Hotelzimmer gekommen und hat uns vor Ort getestet. Zum Glück war dieser negativ und dem nächsten Flug stand nichts mehr im Weg.

Die Zeit in Dubai ist sehr schnell vergangen und ich kann definitiv sagen: Dubai ist eine Reise wert! Oft kennt man die Stadt nur aufgrund des großen Flughafens und weil dort viele Zwischenstopps stattfinden. Aber ich kann es nur empfehlen aus dem Zwischenstopp einen Aufenthalt zu machen. In Dubai gibt es wirklich sehr viel zu entdecken und zu sehen. Alles in Dubai ist supermodern, es ist alles ordentlich und sauber. Es wird alles gut geregelt und organisiert und man fühlt sich völlig sicher. Und alles was man in Dubai sieht, lässt einem staunen. Der etwas negative Beigeschmack ist jedoch, dass es ein ziemlich teures Plätzchen ist, aber es wird einem dafür auch viel geboten.

Mein erster Eindruck hat sich also auch über die nächsten Tage hinweg noch mehr bestätigt und ich kann mich für das Fazit nur wiederholen: Dubai ist einfach gewaltig!

Expo 2020

Die Weltausstellung der besonderen Art. Da kommt Freude auf wenn all die Zukunftspläne und Visionen der verschiedensten Länder in Erfüllung gehen.

Die Expo 2020 ist eine Weltausstellung, die das Motto „Connecting Minds, Creating the Future“ hat. Eigentlich hätte diese Veranstaltung von 20. Oktober 2020 bis 3. April 2021 stattfinden sollen. Aufgrund von Covid-19 wurde sie auf 1. Oktober 2021 bis 31. März 2022 verschoben und behielt den Namen Expo 2020.

Es wurde abgestimmt, wer diese Weltausstellung machen darf und als die Wahl auf Dubai fiel, kündigte der Emir von Dubai Muhammed bin Raschid Al Maktum an, dass es eine Veranstaltung wird, die die Welt staunen lassen werde. Und diese Ankündigung kann ich nur bestätigen. Es ist wirklich ein Wahnsinn, was Dubai da auf die Beine gestellt und errichtet hat.

192 Nationen nehmen an der Veranstaltung teil und gestalteten einen eigenen Pavillon. Die Unterthemen Sustainability, Mobility und Opportunity sollen dabei im Fokus stehen. Und ich bin beeindruckt was die Länder alles präsentiert haben. Die Zukunftsvisionen und -pläne der einzelnen Staaten sind beeindruckend. Sei es die weitere Erkundung des Weltraums oder der extreme Fokus auf Nachhaltigkeit – ich hoffe und wünsche mir, dass die Länder diese Ziele nicht aus den Augen verlieren und die Welt dadurch wirklich ein Stück weit besser machen können. Was mich auch beeindruckt hat ist der Zusammenhalt und das gemeinsame Auftreten so vieler Länder. Ich finde es so schön wenn Friede und Harmonie zwischen allen Ländern, Kulturen und Menschen herrscht. Das war richtig schön zu sehen wie alle zusammenhelfen – bleibt nur zu Wünschen, dass es wirklich endlich mal Friede auf der ganzen Welt gibt. Als wir in dem Myanmar-Pavillon waren, war es zum Beispiel ein ganz eigenartiges Gefühl – das Land ist wunderschön und hätte sehr viel zu bieten, doch seit das Militär die Macht übernommen hat, geht es drunter und drüber und die Leute dort sind richtig arm. Das stimmt einem sehr traurig.

Der österreichische Pavillon war für uns natürlich besonders interessant und ich kann euch sagen, darauf können wir wirklich stolz sein. Es gibt einige Gemeinsamkeiten zwischen Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nämlich dass beide Länder ungefähr gleich viele Einwohner haben und auch die Größe vom Land selbst ist sehr ähnlich und dann kommt noch dazu, dass sowohl in Österreich als auch den Vereinigten Arabischen Emiraten gerne Kaffee getrunken wird. Der Pavillon besteht aus mehreren Kegeln, die mit importierten Material aus Österreich erbaut wurden. Aufgrund der Bauweise ist keine elektrische Klimatisierung nötig, die Kegel sind aber angenehm kühl und werden gut durchlüftet – deshalb braucht der österreichische Pavillon im Vergleich zu anderen sehr wenig Energie.

Ich kann jetzt leider nicht zu jedem Pavillon etwas schreiben, da würde ich nie fertig werden. Was ich aber sagen kann ist, dass unsere Reiselust durch die Präsentationen nochmal gestiegen ist, alle Länder haben sich sehr bemüht einen schönen Pavillon herzeigen zu können. Die Welt hat wirklich so viele schöne Plätze und Orte, die man einfach sehen muss!

Was auch sehr interessant war ist, dass auf dem Gelände der Expo 2020 verschiedene selbstfahrende Roboter herumgefahren sind. Einer war zum Beispiel von der Polizei und hat die Menschen darauf aufmerksam gemacht, dass sie den Mund-Nasen-Schutz tragen müssen und ein anderer hat Essenslieferungen ausgefahren. Ob das in Zukunft überall normal sein wird? Schauen wir, was die Zukunft noch alles bringt!

Auf den Spuren in die Vergangenheit Dubais

Wie hat Dubai früher ausgesehen? Wie haben die Einheimischen hier früher gelebt? Ein Beitrag mit geschichtlichem Hintergrund.

Beduinen sind Araber und großteils islamisch. Ursprünglich lebten sie als Nomaden und zogen mit den Viehherden durch die Wüste. Sie waren stetig auf der Suche nach Weideflächen für ihre Tiere und lebten auch nur von den Produkten der eigenen Tiere. Mittlerweile gibt es nicht mehr viele echte Beduinen und wenn dann sind sie bereits sesshaft und werden leider in den arabischen Ländern diskriminiert, da sie als staatenlos gelten.

Um ein bisschen in den Alltag der Beduinen eintauchen zu können, haben wir uns auf den Weg in die Wüste gemacht. Mit einem großes Allrad-Auto hat unserer Fahrer eine Safari über die Sanddünen gemacht. Diese Sanddünen können ziemlich hoch und steil sein und die Reifen des Autos gehen fast immer durch – das ist also nichts für schwache Nerven. Es ist zum Glück nichts passiert und es hat uns gefallen die Sanddünen auf und ab zu düsen. Im Anschluss haben wir die Wüste am Rücken eines Kamels bewundert. Wir konnten fühlen wie es sich für die Beduinen angefühlt hat, so durch die Wüste zu ziehen. Dann haben wir die Wüstenlandschaft noch etwas genossen. Mit den bloßen Füßen durch den weichen und feinen Sand zu laufen ist sehr schön. Man sieht weit und breit keine andere Landschaft als Sand und ein paar Sträucher.

Bei der Fahrt in die Wüste und zurück sind wir an ein paar Straßenbaustellen vorbeigefahren. Für uns ist es sehr merkwürdig zu sehen, dass die Bauarbeiter nur Sand ausgraben. Auch in der Stadt kann man zwischen den Häusern unbebaute Flächen finden und da ist auch überall Sand. Die ganze Stadt Dubai steht auf Sand. Das höchste Gebäude der Welt steht also auch auf Sand. Für mich ist das sehr schwer zu glauben, dass das alles hält. Aber ich hoffe doch, dass das ordentlich gemacht wurde und noch lange stehen wird.

Am Nachmittag haben wir uns noch Dubai Creek angesehen. An dessen Mündung existierten schon lange kleine Siedlungen von Perlentauchern und Fischern. Deshalb wird Dubai Creek auch oft als die Altstadt bezeichnet. Es ist aber keine klassische Altstadt wo man alte Häuser besichtigen kann, auch dort wurde alles neu aufgebaut und Hochhäuser zieren die Gegend.

Am Abend haben wir dann jedoch trotzdem das Gefühl gehabt durch eine Altstadt zu schlendern. Das Al Seef ist ein kleiner Stadtteil, in dem die klassische arabische Altstadt nachgebaut wurde. Dieser Teil liegt auch am Kanal Dubai Creek. Ende 2017 wurde dieser Stadtteil erst eröffnet und ist ein richtiger Geheimtipp für Reisende aus dem Westen. Wenn ihr mal in Dubai seid, müsst ihr euch das unbedingt anschauen. Es gibt auch einige Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten dort und das Flair ist einfach einzigartig.

Luxus pur – alles künstlich angelegt!

Sowohl die Palmeninsel Jumeirah als auch der Untergrund für das Burj al Arab wurden künstlich angelegt und mit Hotels bebaut. Wer wohnt hier oder macht Urlaub? Leute mit teuren Autos.

Entlang des Stammes der Palme der Palmeninsel Jumareih fährt die Monorail. Natürlich haben wir uns diese Palmeninsel auch näher angesehen und deshalb sind wir mit dieser Monorail bis ans Ende zur Palmenspitze gefahren. Die Struktur der Palme kann man leider aus der Nähe nicht erkennen. Als wir am Burj Khalifa oben waren, konnten wir erkennen, dass es eine Palme ist und auch beim Weiterflug haben wir die Palme von oben sehen können. Wenn man direkt dort ist, sieht man nur dass zwischen den einzelnen „Palmenblättern“ das Meer ist aber das große Ganze kann man nicht erkennen.

An der Spitze der Palmeninsel sind wir ausgestiegen und direkt vor dem Hotel Atlantis gestanden. Das Hotel ist wieder ein Gebäude, das einfach gewaltig ist. In der Mitte ist ein Loch und so kann man ins freie Meer hindurchschauen. Dass hier die Hotelpreise ziemlich hoch sind, haben wir nicht nur durch Recherche im Internet sondern auch durch Beobachtung der Umgebung erkannt. Es fahren hier viele teure Autos herum und dann gibt es da auch noch einen großen Hubschrauberlandeplatz, auf dem in ca. 5-Minuten-Takt Hubschrauber landen und wieder wegfliegen. Die Hotelgäste kommen also per Hubschrauber angeflogen. In etwa 50m vor uns war dieser Hubschrauberplatz und wir konnten denen beim Landen und Starten zuschauen – sehr beeindruckend dies aus der Nähe zu sehen.

Danach haben wir uns auf dem Weg zum Burj al Arab gemacht. Da es eine Busstation gibt, die sich genau so nennt, dachten wir, dass der Anreise und Besichtigung nichts im Wege steht. Doch als wir ausgestiegen sind und den Pfeilen folgten, kamen wir nur zu einem Ticketverkaufsstand für „Inside Burj al Arab“. Da wir jedoch schon in einigen Hochhäusern waren, wollten wir uns das Ticket nicht kaufen und den Burj al Arab einfach von außen aus anschauen. Dann haben wir uns auf den Weg gemacht und hofften auf einen öffentlichen Strand zu kommen. Leider war das jedoch eine schwierige Angelegenheit. Vom öffentlichen Strand aus konnte man den Burj al Arab nicht gut sehen, weil dazwischen gerade ein Hotel ins Meer gebaut wird. Die Strände rund um den Burj al Arab gehören zu Hotels und nachdem wir es auf der anderen Seite noch einmal versucht hätten, haben wir aufgegeben. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir es total schade finden, dass alles verbaut wird und man sich eine wichtige Sehenswürdigkeit nur ansehen kann, wenn man ein Hotel in der Nähe bucht.

Enttäuscht haben wir uns deshalb auf den Rückweg gemacht. Was ich jedoch positiv anmerken kann ist, dass wir an diesem Tag so viele Autos der Marken Lamborghini, Bentley, Porsche, Ferrari wie nie zuvor gesehen haben. Es ist wirklich gigantisch wie viele teure Autos hier herumfahren – in fast allen Farben und Formen kann man sie auf den Straßen rund um teure Gegenden beobachten.

Ein Tag mit vielen Blumen, Strand und Adrenalinkicks

Den zweiten Tag in Dubai verbrachten wir im Miracle Garden, dem Stadtteil Dubai Marina und am Abend waren wir wieder hoch oben im Himmel.

Den zweiten Tag unserer Weltreise haben wir ziemlich spät begonnen. Durch den Schlafmangel aus der vorigen Nacht und den 12-Stunden-Tag rund um den Burj Khalifa brauchten wir bis Mittag um das Hotel zu verlassen und uns etwas Neues anzusehen.

Als erster Programmpunkt stand der Miracle Garden am Plan. In diesem Garten werden ganz viele Motive mit Blumen geschmückt. Der Eingang ist bereits sehr einladend und dann hat sich gleich ein Teddybär in unser Herz geschlichen. Dieser große Teddy sieht sehr süß aus und ist wunderschön. Es gibt auch viele kleine Kojen, die mit Pflanzen und Herz-Eingängen geschmückt sind. Dort haben wir unser Mittagessen verspeist. Dann gibt es noch große, grüne Pferde. Ganz bezaubernd fand ich auch den Aladin. Links und Rechts von dem Schloss waren zwei ganz liebe Elefanten. Weiters gibt es viele Schlümpfe in dem Garten. Manche sind groß und einige sind klein und haben auch ein Häuschen dabei – alles wieder schön mit Pflanzen und Blumen verziert. Außerdem ist ein großes Emirates-Flugzeug mit Blumen geschmückt. Alles in allem sehr schön anzusehen – man wird zu einem kleinen Kind, das nur staunt, wenn man durch den Garten geht.

Wir bewegen uns täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. So auch bei der Fahrt zum Miracle Garden. Zuerst mussten wir mit der Metro fahren und dann noch mit dem Bus. Um für den Bus ein Ticket zu kaufen, sind wir zu einem Schalter gegangen. Dort hat uns ein Herr eine silbere Karte in Scheckkartenformat ausgestellt. Zuerst waren wir etwas verärgert, da uns diese silbere Nol-Card 6 Dirham (ca. 1,40 €)gekostet hat. Im Laufe der Zeit haben wir jedoch bemerkt, dass wir mit dieser Karte viel günstiger fahren als mit einem normalen Tagespass oder einer Einzelfahrt. Im Nachhinein kann ich also sagen, dass wir Glück hatten, dass uns dieser Herr die Karte ausgestellt hat. Die Infrastruktur der öffentlichen Verkehrsmittel (Metro & Bus) ist in Dubai sehr gut und wir können es nur empfehlen sich mit den Öffis fortzubewegen.

Nachdem Miracle Garden haben wir uns das Stadtviertel Dubai Marina angesehen. Der Name kommt von dem knapp 4 km langen künstlich angelegten Kanal. Entlang dem Kanal sind zahlreiche Restaurants, Cafés und ein Einkaufszentrum zu finden. An der Küste zum Meer gibt es einen großen Strand und eine nette Promenade mit vielen Einkehrmöglichkeiten. Außerdem ist hier ein Riesenrad zu finden. Generell ist das ein sehr belebtes Viertel und besonders am Abend sind die beleuchteten Hochhäuser und das Wasser daneben sehr schön anzusehen.

Am Rückweg zum Hotel haben wir einen Zwischenstopp beim Skyview eingelegt. Hier fährt man in einem Hochhaus auf ca. 220 m in die Höhe. Man hat wieder einen tollen Blick auf die ganze Stadt. Und dann gibt es dort noch zwei Besonderheiten. Zum einem kann man über einen durchsichtigen Glasboden gehen und man hat die ganze Stadt unter sich. Kaum zu glauben, aber es ist tatsächlich eine Überwindung auf so eine Glasscheibe zu steigen, wenn man unten die Autos fahren sieht und mehr als 200 m in die Tiefe schaut. Auf den Glasscheiben mit darunterliegenden Eisenträgern stieg ich schneller als auf komplett freie Glasscheiben. Es kommt wirklich ein mulmiges Gefühl dabei auf. Und die zweite Besonderheit ist, dass man am Rand des Gebäudes eine Glasrutsche hinunterrutschen kann. Drei von den vier Glasscheiben, die man um sich hat gehen ins Freie. Auch das ist mit einem Kribbeln im Bauch verbunden. Man sieht rundherum Hochhäuser und weiß dass man sich in einer gewaltigen Höhe befindet, aber es ist trotzdem toll zu rutschen und das Adrenalin zu spüren. Es ist nichts passiert und die Erfahrungen waren toll. Ich kann es jedem nur empfehlen sich das anzusehen.

First Stop: Dubai, UAE

Der erste Tag in Dubai.

Nachdem die ersten paar Tage vergangen sind, ist es für mich an der Zeit einen Blog-Beitrag zu schreiben. Unser erster Stopp ist Dubai. Nach dem angenehmen Flug sind wir mitten in der Nacht in unser Hotel gebracht worden. Leider war in dieser ersten Nacht in unserem Nebenzimmer eine kleine Party und aufgrund der Zeitverschiebung (+3 Std.), der inneren Aufregung und dem Lärm konnten wir in der ersten Nacht nicht gut schlafen. Wir sind aber trotzdem zeitig aufgestanden, um in den Rhythmus zu kommen und haben uns gleich am ersten Tag den Stadtteil rund um den Burj Khalifa angesehen.

Wir haben uns ein Ticket für die Metro gekauft und sind losgefahren. Gleich bei der ersten Fahrt hat uns eine Frau darauf hingewiesen, dass wir uns in dem Abteil für Frauen und Kinder befinden und Männer eine Strafe von 100 Dirham (ca. 24 €) bekommen, wenn sie in diesem Abteil mitfahren. Daraufhin haben wir uns getrennt und mein Freund ist ein Abteil weitergegangen. Diese Erfahrung war für uns sehr interessant – hier in Dubai wird öfter zwischen Männern und Frauen unterschieden. Auch beim Sicherheitscheck für den Burj Khalifa gibt es für Frauen eine eigene Schleuse. Und es werden generell eher die Männer als die Frauen angesprochen, deshalb lasse ich auch immer meinen Freund vor, wenn wir nachfragen müssen oder irgendetwas bestellen wollen – das ist hier einfach so. Seit diesem ersten Hoppala fahren wir jetzt immer gemeinsam in einem „normalen“ Abteil – in diesen Abteilen sind sehr viele Männer und nur ab und zu sieht man eine Frau, meistens auch nur in männlicher Begleitung.

Ab dem Zeitpunkt vom Ausstieg aus der Metro kam ich mir vor wie ein kleiner „Hans guck in die Luft“. Rund um uns waren sehr hohe Häuser. Alle Gebäude sind modern und voll mit Glas – es spiegelt und glänzt rundherum. Und dann gibt es da noch ein Gebäude das mitten unter allen Hochhäusern noch viel weiter in den Himmel ragt – das ist der Burj Khalifa. Dieser Turm ist so hoch, dass man ihn fast nicht auf ein Foto bekommt – einfach unglaublich was da gebaut wurde. Natürlich haben wir uns die Aussicht auch von oben angesehen. Wir sind am Nachmittag hochgefahren, um die Stadt sowohl bei Tag als auch Nacht zu sehen. Wenn man so feinfühlig ist wie wir, dann spürt man auch, dass sich das Gebäude bewegt – wenn man darüber nachdenkt, kommt ein mulmiges Gefühl auf, also lieber die Aussicht genießen. Wir haben in der 148. Etage auf rund 555 m einen Ausblick auf die Stadt genossen. Es ist wirklich unbeschreiblich wenn man so weit auf die anderen Hochhäuser nach unten schaut und weiß dass diese Häuser von unten auch riesig aussehen.

Neben dem Burj Khalifa befindet sich die Dubai Mall – ein riesiges Einkaufszentrum mit allen möglichen Marken und Geschäften. Hier findet man sowohl Gucci, Lous Vuitton und Co als auch billigere Marken. Interessant war auch, dass ein Birkenstock-Laden zu finden ist. Weiters gibt es hier viele Möglichkeiten um zu Essen. Wenn man will, kann man mehr als einen Tag in der Dubai Mall verbringen. Es gibt nämlich auch einiges zu sehen: der Dubai Aquarium & Underwater Zoo und die Wasserfälle im Gebäude sind sehr beeindruckend.

Vor dem Burj Khalifa befinden sich die Dubai Fountains. In Begleitung von arabischer Musik werden überragende Wasserspiele präsentiert. Bei Nacht kommt auch noch eine Lichtershow direkt am Burj Khalifa dazu. Wenn man in Dubai ist, sind diese Dubai Fountains meiner Meinung nach ein absolutes Muss. Die Stimmung und alles was man sieht ist einfach beeindruckend und lässt einem den Mund offen stehen.

Das war also unser erster Tag in Dubai. Hundemüde sind wir am Abend ins Bett gefallen, wir sind sehr viel herumgelaufen und hatten viele Eindrücke zu verarbeiten. Mein erster Eindruck von Dubai: einfach gewaltig!