Länderguide Kambodscha ist online

Eine neue Seite im Länderguide ist online. Viel Spaß beim Nachlesen.

Wir waren fast 3 Wochen in diesem Land und ich weiß gar nicht was ich zu Kambodscha sagen soll. Bevor wir eingereist sind, haben wir viel Böses gelesen und sind tatsächlich mit einem ungutem Gefühl im Bauch eingereist. Wir haben während der Reise das Land und die Leute von Kambodscha jedoch sehr in unser Herz geschlossen. Die Menschen hier sind einfach wunderbar! Auch die sehr selten gesehenen Bettler oder oft lästigen Tuktuk-Taxifahrer haben hier immer ein Lächeln auf den Lippen und alle sind sehr respektvoll.

Die Zusammenfassung über unseren Aufenthalt in Kambodscha ist nun im Länderguide online. Hier kommst du direkt auf die neue Seite.

Die schlimme Vergangenheit und all die Bilder aus dem Gefängnis und den Killing Fields werden wir nicht so schnell vergessen. Es ist wirklich unglaublich traurig, was sich die Menschen hier mitmachen mussten. Umso mehr freut es mich und finde ich es schön, dass die Kambodschaner die Lebensfreude und den Lebensmut nicht verloren haben und so irrsinnig nett und freundlich sind.

An allen Ecken vom Kambodscha sieht und spürt man die Aufbruchsstimmung und den Entwicklungsschub, den das Land aktuell durchmacht. Überall wird gebaut und das Land wird sich ziemlich schnell verändern – in ein paar Jahren wird hier alles ganz anders aussehen.

Ein großes Problem ist jedoch die Armut. Viele Menschen hier leiden noch immer an den Folgen der schrecklichen Jahre der Roten Khmer. Die psychische Belastung begleitet verständlicherweise viele bis heute. Zusätzlich gibt es einige, die täglich körperlich mit den Nachwehen kämpfen. Wie bereits erwähnt, hat Kambodscha viele Landminen-Opfer. Die Häuser, in denen die Menschen leben sind teilweise sehr klein und eher Hütten als Häuser. Was mit dieser Armut einher geht ist die große Problematik mit dem Müll. Wenn man nicht gerade in einer großen Stadt ist, liegt sehr viel Müll herum. Die Regierung hat zwar während Corona alle aufgefordert zusammen zu räumen, damit die Touristen es dann schön haben, aber das ist leider nicht überall geschehen. Wir haben auch hautnah erlebt, dass die Menschen sehr nachlässig damit umgehen. Es ist zum Beispiel völlig normal vom fahrenden Auto den Plastikmüll in den Straßengraben zu werfen – als ich das gesehen habe, hat es mich wirklich sehr geschreckt.

Ich kann dir trotzdem eine Reise nach Kambodscha sehr und aus voller Überzeugung empfehlen. Es ist sehr schön und äußerst interessant ein noch so ursprüngliches und noch nicht so weit entwickeltes Land zu bereisen. Hier landet man wirklich in einer anderen Welt und der Horizont erweitert sich gewaltig.

Falls du noch weitere Fragen über Kambodscha hast, kannst du dich gerne bei mir melden. Hier ist noch einmal der Link zum Länderguide: Kambodscha.

Mui Ne ist ein Fischerdorf, hat rote Sanddünen und wir lernten eine ganz nette Familie kennen

Die meiste Zeit hier in Mui Ne verbrachten wir mit einer ganz netten Familie. Dadurch konnten wir sehr viel über Vietnam lernen.

Vor Corona war Mui Ne ein bekannter Ort am Strand. Es waren immer viele Touristen zum Baden hier. Aktuell ist es hier sehr ruhig. Viele Lokale und Unterkünfte sind geschlossen, da die Touristen ausbleiben und viele Unternehmen die Krise nicht überstanden haben. Der Aufenthalt hier erinnerte uns ganz stark an Arugam Bay in Sri Lanka. Dort war es auch wie ausgestorben.

Wir haben jedoch trotzdem eine wunderschöne Zeit hier verbracht. Wir haben uns das Fischerdorf angesehen. Die Fischerboote sehen hier ganz besonders aus. Die sind nämlich rund und wenn sie heraußen am Strand stehen, sehen sie wie kleine Plantschbecken aus. Mehrere Leute haben in so einem Boot Platz und es geht auch tatsächlich nicht unter. Wir haben gesehen, wie die Fischer mit diesen Booten fahren.

Ein weiteres Highlight war der Besuch der roten Sanddünen. Nur ein paar Moped-Minuten vom Zentrum entfernt, hat man das Gefühl in einer Wüste gelandet zu sein. Wir waren auch genau in der Mittagszeit dort und es war irrsinnig heiß. Der Sand war so heiß, dass man sogar mit Flip-Flops fast nicht gehen konnte. Und außerdem sind hier nur sehr wenige Bäume, die Schatten spenden. An diesem Tag und bei diesem Ausflug ist mir bewusst geworden, wie schwer das Leben in der Wüste ist. Es muss wirklich unglaublich anstrengend und kraftzerrend sein, in der Wüste zu leben. Der Sand ist nämlich auch nicht fruchtbar und es wächst und gedeiht nichts – das geht nur bei Oasen.

Unser Besuch in Mui Ne wurde durch eine Familie zu etwas ganz Besonderem. Wir werden die Erlebnisse, Gespräche und Erzählungen lange nicht vergessen. Hier in Mui Ne hatten wir nämlich die Möglichkeit das Leben von einer vietnamesischen Familie hautnah mitzuerleben. Bei der Busfahrt von Ho Chi Minh nach Mui Ne haben wir einen gebürtigen Holländer kennengelernt. Er hat eine vietnamesische Frau geheiratet und wohnt seit einigen Jahren mit ihrer Familie in einem Haus am Land. Er hat uns eingeladen, sie im Haus zu besuchen. Wir haben uns über die Einladung sehr gefreut und haben diese dankend angenommen.

Die Fahrt zum Haus war schon sehr aufregend. Da wir in die ländliche Gegend fuhren, haben wir gesehen wie die Bauern hier leben. Wir sahen zum Beispiel riesige Felder von Drachenfrüchten. Kurz bevor wir angekommen sind, hat uns ein starker Regenguss erwischt – wir waren völlig durchnässt als wir angekommen sind. Das letzte Stück zum Haus war ein ganz kleiner und schmaler Wanderweg – mit dem Auto hätte man hier nicht fahren können. Wir bekamen eine Führung im Haus und im Garten. Wir durften außerdem beim täglichen Abendessen mit der ganzen Familie dabei sein. Es war wirklich ein sehr toller und gelungener Abend.

Da wir erst spät in der Nacht zurückfuhren, haben sie uns Jacken geliehen und der Holländer hat uns bis zur Hauptstraße begleitet. Am nächsten Tag haben wir uns zum Mittagessen wieder getroffen und wir haben den Nachmittag am Pool verbracht. Wir haben wieder sehr viel getratscht und durch die beiden konnten wir Vietnam aus einer ganz anderen Sicht kennenlernen. Die Gespräche waren sehr intensiv und aufschlussreich und wir sind sehr froh und dankbar diese Familie getroffen zu haben.

Ho Chi Minh City & Cu Chi Tunnel

In dieser großen Stadt von Vietnam tut sich sehr viel – sowohl auf der Straße als auch auf der Partymeile. Die Tunnel hingegen bieten einen Blick in die traurige Vergangenheit des Landes.

Von Can Tho nach Ho Chi Minh haben wir einen Bus genommen. Noch nie zuvor sind wir mit einem so modernen und schönen Schlafbus gefahren. Beim Einstieg mussten wir die Schuhe ausziehen und drinnen hatte jeder ein Bett. Durch die Klimaanlage war es ziemlich kalt, aber die Ausstattung war wirklich ein Traum. Nach ungefähr 4 Stunden waren wir in der größten Stadt im Süden von Vietnam: Ho Chi Minh City. Vom Busbahnhof nahmen wir einen Stadtbus, der uns ganz in die Nähe von unserem Hostel brachte. Das Full House Hostel liegt total zentral und hat eine tolle Dachterrasse. Das Zimmer war klein aber voll gut ausgestattet – wir haben unseren Aufenthalt dort sehr genossen.

Da wir so zentral wohnten, konnten wir viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß besuchen. Wir schlenderten durch viele Gassen im Stadtzentrum. Besonders gut gefallen hat mir die Book Street. Dort gibt es viele kleine Buchläden und 2 Cafés. Die Stimmung dort war sehr entspannt und ruhig. Ein anderes Highlight war die Bui Vien Walking Street. Eigentlich wollten wir am Abend zurück in unsere Unterkunft, da haben wir ziemlich laute Musik gehört und sind diesen Geräuschen gefolgt. Angekommen sind wir in einer wahnsinnigen Partymeile. Ein Lokal nach dem anderen hatte viele Sesseln und Tische stehen, die Musik war so laut, dass René und ich nicht mal reden konnten. Mädels und Burschen tanzten und posierten. Viele Security-Männer lockten Besucher in die Bars. Ich kann euch nicht gut genug beschreiben, wie es dort zugeht. Noch nie zuvor habe ich eine Partymeile in diesem Ausmaß gesehen.

Die Nguyen Hue Walking Street war auch sehr beeindruckend. Dort wird nicht so laute Musik gespielt, aber es tut sich total viel. Eine riesige Menschenmenge bewegt sich hier auf und ab. Links und rechts davon sind die Straßen und die sind sehr belebt. Tausende Mopeds fahren hier herum und man sieht auch viele Autos. Besonders am Abend, wenn es draußen angenehmer ist und nicht so heiß wie tagsüber, kommen alle Menschen raus und der Verkehr ist sehr lebendig. Generell ist hier in Ho Chi Minh der Verkehr sehr lebhaft. Es gibt ganz viele Mopeds und wenn man über die Straße gehen will, muss man sehr aufmerksam sein und aufpassen, dass nichts passiert. Es ist aber auch sehr schön so viele Mopeds zu sehen und besonders wenn man in einem Café im 1. Stock sitzt, kann man das Geschehen wunderbar beobachten.

Einen Tag widmeten wir auch wieder der traurigen Vergangenheit von Vietnam. Wir machten eine Tour zu den Cu Chi Tunnel. Ein 71-jähriger Tourguide, der selbst lange im Krieg war, hat mit uns eine ganz besondere Tour gemacht. Es ist unglaublich welche Tunnel und Fallen die Einheimischen hier während des Kriegs gebaut haben. Die Tunnel waren 3-stöckig. Der erste Stock war 1 Meter tief, der 2. Stock 3 Meter und der 3. Stock war 6 Meter tief. Das Leben dort war sehr hart und die Löcher und Tunnel waren sehr klein und wirklich eng. Wir gingen durch den extra errichteten Touristen-Tunnel. Der ist viel größer als der echte und mit Strom, das ist natürlich völlig anders als ein echter Tunnel. Aber wenn man 100 Meter durch diesen Tunnel kriecht, kann man sich schon eher vorstellen wie das damals war. Am schrecklisten fand ich die persönlichen Geschichten von unserem Führer. Er erzählte von Bombenangriffen, wie die Kameraden um ihm herum starben. Er erzählte von den vielen jungen Soldaten, die getötet wurden und er ließ uns spüren, dass noch heute in seinem Körper Splitter von den Angriffen sind.

Von 1955 bis 1975 hat der Vietnamkrieg stattgefunden. Anfangs war es ein Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südvietnam. Als die USA eingriff, wurden schwere Waffen eingesetzt. Es wurden ganz viele Bomben abgeworfen und außerdem wurden vielen Chemikalien eingesetzt. Die Bäume haben durch das Gift all ihre Blätter verloren und der Boden wurde verseucht. Deshalb ist die Generation der Nachkriegszeit zu einem großem Teil behindert. Wir waren auch in einer Behinderten-Werkstätte, die diesen Behinderten die Möglichkeit gibt kunstvoll tätig zu sein. Leider konnten wir nichts kaufen, weil unsere Rucksäcke keinen Platz dafür haben.

Schlussendlich konnte der Nordvietnam den Krieg gewinnen und die USA musste ihre erste militärische Niederlage hinnehmen. Es macht mich so traurig zu sehen und hören wie schlimm Krieg ist. Wenn ich daran denke, dass sich in diesem Moment in der Ukraine und in Myanmar ziemlich sicher ähnliche Szenen abspielen, dann bin ich einfach sprachlos. Ich kann nicht verstehen, warum die Menschheit aus der Vergangenheit nicht lernt und so vielen unschuldigen Menschen solches elendige Leid zugeführt wird.

Can Tho – lebhaftes Stadtgetümmel und schwimmende Märkte

Ein wunderschöner Bootsausflug war das Highlight hier in Can Tho. Die Stadt selbst ist jedoch auch sehr interessant.

Trotz der wilden Busfahrt sind wir in Can Tho gut angekommen. Wir gingen in ein Café auf ein Getränk und haben dort das WLAN genutzt, um uns ein Grab-Taxi zu unserem Hotel zu holen. Die SIM-Karte für unseren Aufenthalt in Vietnam haben wir nämlich leider in Ha Tien nicht bekommen. Nach dem Einchecken machten wir uns am Weg zu einem Viettel-Shop. Dort haben wir unsere SIM-Karten kaufen können. Es ist immer eine große Erleichterung wenn das Internet am Handy funktioniert. So sind wir sehr flexibel.

Die Innenstadt von Can Tho ist sehr laut – es sind hier ganz viele Mopeds unterwegs und man hört ständig Hupen. Wenn man über die Straße geht, ist das eine gewisse Herausforderung – man muss sehr achtsam sein. Wir haben uns in der Stadt gleich einige Tempel angesehen. Die Tempel hier in Vietnam haben wieder einen ganz eigenen und einzigartigen Stil. Seht euch die Fotos an und ihr werdet die Unterschiede bemerken.

Das Mekong-Delta hier gilt als sehr fruchtbares Land, weil sich der Fluss Mekong viele Male teilt. Eine der besonderen Sehenswürdigkeiten hier ist der schwimmende Markt Cai Rang. Wir haben eine Bootstour um nur 2 $ gebucht und sind um halb 6 in der Früh los gefahren. Am Boot waren nur Vietnamesen und wir zwei – deshalb hatten wir sehr viel Spaß. Sie wollten uns ständig am Foto und Video haben und waren sehr großzügig. Wir haben von ihnen Kostproben bekommen. Die schwimmenden Märkte an sich sind sehr beeindruckend. Die Familien wohnen und leben hier direkt am Fluss auf dem Boot. Wir haben teilweise gesehen wie die Kleider am Boot hängen. Kleinere und größere Boote bieten dann zu günstigen Preisen frisches Obst und Gemüse an. Es gibt auch Restaurants und Shops sowie Tankstellen direkt am Fluss.

Zum Frühstück haben wir das Nationalgericht von Vietnam erhalten: eine Pho. Das ist eine klare Nudelsuppe, in der Gemüse, Fleisch und Meeresfrüchte enthalten sind. Obwohl für uns eine Suppe zum Frühstück etwas gewöhnungsbedürftig ist, hat es uns geschmeckt. Den nächsten Halt machten wir bei einer Nudelfabrik. Hier musste ich gleich Hand anlegen und mithelfen. Außerdem haben wir hier getrocknete Frösche und Schlangen verkostet. Es gab auch leckere Süßigkeiten aus Kokosnuss und den Kokosnuss-Wein haben wir auch verkostet. Weiter ging es zu einem Fruchtgarten – dort haben wir die heimischen Bäume und Früchte aus der Nähe betrachtet.

Als wir wieder zurückfuhren wurde unser Boot in ein Karaoke-Boot verwandelt. Wir hatten eine große Box mit und die Vietnamesen hatten riesigen Spaß Karaoke singen zu können. Das war wirklich sehr lustig. Der Ausflug war generell ein absoluter Wahnsinn – wir haben mal den echten Preis für Einheimische bezahlt und einen sehr schönen und interessanten Vormittag verbracht.

Das meiste in der Stadt Can Tho haben wir zu Fuß erkundet. Es gibt entlang des Flusses eine schöne Promenade, die man entlang spazieren kann und die vielen Cafés laden dazu ein einen genüsslichen Kaffee zu konsumieren. Am Tag und besonders über Mittag war es immer sehr heiß. Wir haben hier in Can Tho sehr viel geschwitzt. Doch das hat sich am Tag der Weiterreise komplett gedreht – am Weg in die nächste Stadt war es ziemlich kalt – mehr dazu im nächsten Beitrag.

Ha Tien: Die erste Stadt in Vietnam gefällt uns unglaublich gut.

Die Stadt in der wir angekommen sind, hat uns auf Anhieb gefallen. Am nächsten Tag ging es gleich weiter.

Nach all der Aufregung beim Grenzübergang sind wir zu Fuß einige Meter gegangen. Wir haben die erste Nacht in der Stadt, die dem Grenzübergang am nächsten ist gebucht – nämlich in Ha Tien. Den Transfer von der Grenze zum Hotel haben wir nicht im Voraus gebucht. Direkt nach der Grenze haben uns Mopedfahrer den Transfer angeboten – der Preis war jedoch sehr überteuert und deshalb sind wir die ersten Meter zu Fuß gegangen. Nach einiger Zeit haben uns 2 Mopedfahrer angesprochen und uns ein tolles und angemessenes Angebot gemacht. Die großen Rucksäcke haben die Chauffeure am Moped zwischen die Füße gegeben. Die kleinen Rucksäcke hatten wir am Rücken und so fuhr René mit einem und ich mit dem zweiten Mopedfahrer zu unserem Hotel. Das war sehr lustig!

Angekommen sind wir in einem sehr schönen Hotel. Da wir genau über Mittag einreisten, waren wir völlig durchschwitzt. Mein Top war komplett nass. Deshalb freuten wir uns sehr auf die Dusche. Wir konnten nun auch zum ersten Mal an dem Tag wirklich locker und die erfolgreiche Einreise wirken lassen. Wir haben aber noch nicht wirklich realisiert, dass wir tatsächlich nun in Vietnam sind. Die Einreise mit dem Flugzeug ist definitiv immer mit mehr Aufwand verbunden und die Einreise über die Landesgrenze ist so schnell und problemlos gegangen, dass wir Zeit brauchten um es zu realisieren.

Wir haben uns dann gleich ein Lokal gesucht um Mittag zu essen. Direkt am Fluss haben wir lecker gespeist. Was uns gleich aufgefallen ist, ist dass es hier wieder viel billiger ist als in Kambodscha. Außerdem gibt es hier ganz viele kleinere und größere Kaffeehäuser – das hat uns besonders gefreut, denn bisher war es eher schwierig gemütliche Cafés zu finden. Am Abend haben wir zum Sonnenuntergang noch eine Stadtrundfahrt gemacht. Mit einem Fahrrad-Anhänger wurden wir ca. 30 Minuten herumgefahren. Das war sehr schön. Die Stadt hier ist sehr nett und richtig süß. Es gibt viele Ständchen am Straßenrand und einen großen Markt. Außerdem ist alles sehr liebevoll und schön geschmückt. Die Straßen und Kreisverkehre sind auch beleuchtet. Man merkt sofort, dass Vietnam von der Entwicklung her Kambodscha einen großen Schritt voraus ist.

Ein erfolgreicher Tag ging dem Ende zu und nach der Nächtigung machten wir uns mit einem Bus auf den Weg in die nächste Stadt: Can Tho. Die vietnamesische Schrift hat sehr viele Akzente, ich habe die auf meiner Tastatur jedoch nicht, deshalb mache ich alles ohne diese Striche. Die Fahrt nach Can Tho war sehr aufregend. Der Busfahrer ist ziemlich wild gefahren – generell ist hier sehr viel los auf den Straßen und es gibt viele Schlaglöcher. Regelmäßig hörte man die laute Hupe. Damit machte er die anderen Verkehrsteilnehmer aufmerksam, dass nun ein großer Bus kommt und alle ausweichen sollen.

Einmal hatten wir fast einen Unfall – der Chauffeur hat daher ganz stark gebremst. In unserem Bus ist eine etwas ältere Damen mit ihrem Enkelkind in der ersten Reihe nach dem Gepäck gesessen. Durch die Bremsung hat es sie mitsamt dem Kind überschlagen und bis zur Gangschaltung vom Bus geworfen. Wie ein Käfer ist sie da gelegen. Zum Glück ist nichts passiert, aber das war schon sehr knapp. Ob wir gut angekommen sind, erfährt ihr im nächsten Beitrag.

Next Stop: Landesgrenze Ha Tien, Vietnam

Die Einreise über die Landesgrenze nach Vietnam war sehr aufregend. Lest im Beitrag nach, wie das genau war.

Nach fast 3 Wochen in Kambodscha war es für uns an der Zeit ein neues Land zu bereisen. Diesmal haben wir uns dazu entschieden den Weg über die Landesgrenze zu nehmen. Bisher haben wir das nicht riskiert, da aufgrund der Corona-Bestimmungen die Aus- und Einreise über den Flughafen unkomplizierter und einfacher war. Da Vietnam jedoch ein Nachbarland von Kambodscha ist, wollten wir es unbedingt über die Landesgrenze probieren. Es war aber alles gar nicht so einfach!

Zuerst muss ich sagen, dass wir generell Glück hatten, dass die Grenze überhaupt geöffnet wurde. Erst seit 15. März 2022 kann man in Vietnam wieder einreisen. Die Zeit in Sihanoukville (Kambodscha) haben wir dann genutzt um die Weiterreise zu organisieren. Wir haben an einem Tag alle Busunternehmen in Sihanoukville besucht um nachzufragen, ob sie zur Grenze nach Vietnam fahren. Die Fahrt dauert nur ca. 3 Stunden und wurde deshalb vor Corona regelmäßig angeboten. Wir hatten jedoch Pech – kein einziges der vielen Busunternehmen bietet aktuell diese Fahrten an.

Wir wurden schon leicht nervös und haben uns eingestehen müssen, dass wir um den Flug nicht herumkommen, wenn wir nicht zur Landesgrenze kommen. Zum Glück haben wir dann aber auch bei lokalen Reisebüros angefragt – dort wird privates Taxiservice in alle Provinzen von Kambodscha angeboten. Auf Anfrage und nach interner Abstimmung haben sie uns auch ein Privat-Taxi bis zur Grenze nach Vietnam anbieten können. Das war nun der Startschuss für uns, damit wir das Visum beantragen können – da musste man nämlich angeben über welche Grenze man einreisen wird. Die Bearbeitung und Ausstellung des Visums dauert 3 Werktage und da unser Antrag genau über das Wochenende fiel, mussten wir insgesamt 5 Tage darauf warten. Sofort nach Erhalt haben wir die Gesundheitserklärung ausgefüllt und unser Taxi für den nächsten Tag gebucht. Nun kam die Vorfreude – hoffentlich sind wir bald in Vietnam.

Am Tag der Weiterreise war dann schon großes Kribbeln im Bauch. Außerhalb von Europa war es für uns beide die erste Einreise über die Landesgrenze. Man hört und liest, dass es bei Grenzübergängen oft zu Schwierigkeiten kommt und viel Korruption herrscht – deshalb war die Aufregung wirklich groß.

Ziemlich genau nach den 3 Stunden sind wir bei der Grenze angekommen. Die Fahrt war recht angenehm. Es waren dann gleich 2 Typen da, die uns angeboten hätten mit einem Moped durch die Grenze zu fahren – das haben wir aber dankend abgelehnt und sind zu Fuß in das erste Gebäude gegangen. Als erstes Stand die Ausreise aus Kambodscha am Programm. Es waren fast keine Leute da – der Beamte hat gefragt wohin wir wollen und auch gleich die Bestätigung der Krankenversicherung angefordert. Daraus ist er aber nicht schlau geworden. Er hat deshalb René mit den Dokumenten nach Vietnam geschickt. Ich soll mit dem Gepäck hier in Kambodscha warten und René soll mit den Dokumenten nach Vietnam gehen und fragen ob alles passt. Erst dann will er uns den Ausreisestempel geben.

Gesagt – getan. René ging los und ich wartete. Nach kurzer Zeit kam er wieder zurück, die Beamten in Vietnam haben alles akribisch kontrolliert und es passte. Ein erster Stein ist uns von Herzen gefallen. Der Beamte in Kambodscha hat uns daher die Ausreisestempel gegeben. Nun gingen wir gemeinsam mit Sack und Pack über die Landesgrenze nach Vietnam. Ein anderer, etwas strengerer Beamte kontrollierte wieder alle Dokumente. Dann mussten wir einen Corona-Test machen. Zum ersten Mal auf der Reise genügte ein Antigen-Test. Glücklicherweise waren wir beide negativ und konnten zu der nächsten Station gehen.

Eine Dame und ein Herr kontrollierten wieder alle Dokumente – die legten besonders Wert auf unsere Gesundheitserklärung. Alles hat gepasst und wir gingen weiter. Bei den nächsten 3 Beamten wurde es richtig lustig. Wir waren die ersten internationalen Touristen, die an dieser Grenze einreisen. Deshalb wurden viele Fotos von uns gemacht – die Männer haben sich richtig gefreut, dass sie uns den Einreise-Stempel geben dürfen. Hier hat es jedoch eine Weile gedauert – die Männer mussten vieles im Computer eingeben und es hat so geschienen, als hätten sie einige Schwierigkeiten dabei gehabt. Wir waren sehr geduldig und haben mit einem Beamten gespaßt und über Vietnam gesprochen. Nach einiger Zeit, als von ihnen alles erledigt war, hörten wir die Stempel. Das war ein gutes Gefühl. Wir haben uns riesig gefreut – nun war der Zeitpunkt an dem wir wussten, dass alles geklappt hat. Wir haben den Einreise-Stempel bekommen!

Als nächstes musste unser Gepäck noch durch eine Sicherheitskontrolle – alles war in Ordnung. Dann haben zwei letzte Beamte alles kontrolliert, einer hat zwei blöde Fragen gestellt – aber dann waren wir durch. Wir konnten es nicht glauben, aber die Einreise nach Vietnam hat geklappt! Es war rückblickend gesehen auch sehr einfach und unkompliziert. Die Freude war riesengroß! Wir sind nun in Vietnam! Juhuuuu!

Sihanoukville – die chinesische Stadt im Süden von Kambodscha

Wir haben hier das erste Mal in einem Schlafsaal genächtigt, wurden von einem Mönch geweiht und haben unser 3-Monats-Jubiläum gefeiert.

Nach dem wunderschönen Aufenthalt auf der Insel Koh Rong Sanloem mussten wir wieder zurück auf das Festland. Die Stadt, von der aus man auf die kambodschanischen Inseln fahren kann, heißt Sihanoukville. Obwohl diese Stadt für Touristen nicht so viel zu bieten hat, ist die Geschichte der Stadtentwicklung sehr interessant und wir konnten auch hier schöne Tage verbringen.

Genächtigt haben wir diesmal zum ersten Mal in einem Hostel. Das Onederz Hostel ist sehr schön, hat einen Pool und einen großen Aufenthaltsbereich. Es gibt Doppelzimmer und Schlafräume mit 6 oder 8 Betten. In der ersten Nacht haben wir uns noch für das Doppelzimmer entschieden. Als Pärchen ist es doch nett, die Zweisamkeit genießen zu können. Für die nächsten Nächte haben wir uns jedoch aus Kostengründen entschieden, einen Schlafsaal zu wählen und so schliefen wir gemeinsam mit 4 anderen Personen in einem Zimmer. Es war schon etwas gewöhnungsbedürftig – die Klimaanlage ist immer gelaufen, obwohl wir die in unseren Zimmern immer ausgeschaltet haben und manchmal hatten wir auch einen schnarchenden Kollegen. In Summe war es für den Preis, den wir zahlten jedoch völlig in Ordnung und es hat für uns beide super gepasst. Was dieses Hostel für uns ganz besonders nett machte, waren die Haustiere. Ein kleiner schwarzer Kater wohnt seit ca. 2 Wochen hier. Er ist ein Findelkind und wollte von der Eingangstür zum Hostel einfach nicht weggehen. Der Eigentümer mag Katzen sehr gerne und so darf er hier gemeinsam mit einem weiteren Findelkind zu Hause sein. Besonders mit dem Kleinen haben wir viel gespielt und wir haben uns sehr gefreut für einige Tage ein Haustier zu haben.

Das Stadtbild von Sihanoukville ist sehr interessant. Es handelt sich nämlich um eine Küstenstadt und so gibt es hier und ganz in der Nähe viele Strände. Die Stadt selbst hat sehr viele Hochhäuser und es wird extrem viel gebaut. Die neuen Hauptstraßen sind fast überall 3-spurig, die Kreisverkehre sind riesengroß und überhaupt ist die Stadt sehr weitläufig – es ist sehr viel Platz zwischen Hochhaus, Radweg, Gehsteig und Straße. Man merkt, dass die Bauten sehr überlegt und durchdacht durchgeführt wurden. Was sehr auffallend ist, ist dass es hier ganz viele Casinos gibt. Viele Chinesen sind in diese Stadt ausgewandert oder machen hier Urlaub und deshalb ist hier auch wirklich alles 3-sprachig angeschrieben: Khmer, Chinesisch und Englisch. Die Einheimischen haben nicht so eine Freude mit den Chinesen. Sie kommen nur um ins Casino zu gehen, hat uns ein junger Mann erzählt. Außerdem hat der alte Bürgermeister von Sihanoukville sehr viel Geld aus China erhalten und deshalb ist die Stadt hier so chinesisch angehaucht. Als ein Gebäude eingestürzt ist und 30 kambodschanische Menschen gestorben sind, wurde der Bürgermeister gewechselt und dieser neue steht nun mehr hinter den einheimischen Kambodschanern.

Wir haben hier in Sihanoukville die zwei großen Einkaufszentren besucht und sind durch die Straßen geschlendert. An einem Tag machten wir einen Ausflug nach Ream und erlebten dort wieder etwas ganz Besonderes.

Wir fuhren mit unserem Leih-Moped zur Ream Pagode und ein kleiner Junge hat uns schon von der Weite gewinkt. Als wir abgestiegen sind und zu dem liegenden Buddha gingen, waren zwei alte Damen anwesend. Diese zwei Damen haben für uns 6 Räucherstäbchen angezündet und jeweils 3 Stück René und mir gegeben. Der kleine Junge hat uns gezeigt, dass wir die nehmen und in den Sand stecken sollen. Er hat uns auch gezeigt, dass wir jetzt beten sollen. Wir haben die Räucherstäbchen hingesteckt und uns hingekniet. Dann war da auch noch ein Mönch. Die alten Damen haben die ganze Zeit gesprochen – wir haben aber kein Wort verstanden. Sie haben uns eine Unterlage direkt vor dem Mönch aufgelegt und zeigten uns sich hinzuknien. Dann mussten wir Geld opfern und in eine goldene Schale legen. Diese Schale mussten wir alle gemeinsam (Mönch, René und ich, die alte Dame) berühren und hinstellen. Daraufhin hat die Segnung begonnen – der Mönch hat lautstark gebetet und uns einige Male mit sehr viel Weihwasser geweiht. Im Anschluss haben die zwei alten Damen und der kleine Junge lautstark zurück gebetet. Alle haben gestrahlt und gelacht – alle haben sich an der Situation erfreut. Auch der Mönch hat am Schluss sein Lächeln nicht mehr verbergen können. Ein unglaubliches Erlebnis war das für uns – es ist so schön wie nett und freundlich die Menschen hier sind. Als wir dann wieder gingen und mit dem Moped wegfuhren, hat uns der kleine Junge wieder gewinkt.

Ein weiteres Highlight hier in Sihanoukville war unser 3-Monats-Jubiläum. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Wir sind nun schon mehr als 3 Monate unterwegs. Wir sind so froh und dankbar, dass trotz der Corona-Pandemie unsere Reise so erfolgreich stattfinden kann. Das Jubiläum haben wir auf der Rooftop-Bar La Vogue gefeiert. Wir haben die Aussicht und die warme Luft hoch oben im Himmel sehr genossen.

Länderguide Thailand ist online

Ich habe Zeit gefunden und die nächste Seite vom Länderguide veröffentlichen können.

Wir sind gerade in Sihanoukville im Süden von Kambodscha und nehmen uns hier ein bisschen Zeit für Dinge die während der Reise etwas untergehen.

Ich habe zum Beispiel an meiner Website weitergearbeitet und darf dir daher heute voller Stolz sagen, dass der Länderguide für Thailand online ist. Da wir sehr lange in Thailand waren, war es ziemlich schwierig alles in kurzer und prägnanter Weise wiederzugeben. Aber ich habe mein Bestes gegeben und hoffe, dass dir die neue Seite gefällt.

Hier kommst du also zum Länderguide Thailand. Wenn du nähere Fragen oder weitere Details haben willst, dann kannst du dich natürlich gerne melden.

Koh Rong Sanloem – eine wunderschöne, noch sehr ursprüngliche Insel

Wir waren auf einer Insel mit schönen Stränden und verbrachten eine schöne Zeit. Außerdem hat sich wieder ein Traum von mir erfüllt.

Eigentlich hatten wir in Kambodscha keinen Aufenthalt am Strand geplant. Doch weil das Wetter am Festland teilweise unerträglich heiß war und wir über die Inseln viele gute Berichte gelesen haben, haben wir uns entschieden einen Stopp am Strand einzulegen. Und ich kann euch bereits vorab sagen, wir sind sehr froh diese Entscheidung getroffen zu haben!

Von Kampot aus haben wir uns mit einem Minivan nach Sihanoukville aufgemacht. Die Fahrt dorthin war ein Erlebnis – eine sehr breite aber wilde Schotter-Sandstraße stand uns bevor. Wir dachten, dass diese nur ein kurzes Stück dauern wird, aber es war dann ziemlich lange. Lesen oder schlafen wäre bei dieser Straße nicht möglich gewesen. Wir sind aber gut angekommen und dann gleich mit dem Boot auf die Insel Koh Rong Sanloem gefahren.

Angekommen sind wir an einem wunderschönen und riesengroßen Strand, am Saracen Beach. Der Sand dort ist strahlend weiß und das Wasser türkisblau und sehr klar. Wir sind wieder einmal in einem Paradies gelandet. Unsere Unterkunft war an dem Strand vom Sonnenaufgang, deshalb habe ich mir den auch jeden Tag angeschaut. Ich finde es so wunderbar wenn man in der Finsternis am Strand geht, nur das Meeresrauschen hört und keine Menschenseele zu sehen und hören ist. Diese Zeit in der Früh habe ich wirklich genossen und den Tag mit der Beobachtung des Sonnenaufgangs bestmöglich gestartet.

Auch den Sonnenuntergang konnten wir uns nicht entgehen lassen. Dazu mussten wir aber zu Fuß die Insel überqueren und durch den Dschungel zum Lazy Beach wandern. Bei Tageslicht ist das auch ganz einfach, nach dem Sonnenuntergang ist es aber ziemlich rasch dunkel und der Spaziergang retour war eine kleine Herausforderung. Wir haben uns den Weg aber gut gemerkt und sind daher gut angekommen – die Geräusche im Dschungel waren sehr einzigartig und wir genossen die Natur sehr, obwohl wir doch etwas Angst vor Schlangen hatten. Aber zum Glück begegneten wir keiner.

Ansonsten waren wir die meiste Zeit einfach am Strand oder im Meer baden. Es waren auch viele Hunde da, die sogar mit uns gebadet haben – das war sehr lustig. Das Frühstück in unserer Unterkunft (Sara Resort) war sehr gut und die Restaurants in der nahen Umgebung hatten leckere Speisen. Wir ließen es uns also wieder einmal richtig gut gehen. Wir genossen die Zeit und haben uns mehrmals daran erinnert, wie dankbar wir sind, alles so erleben zu dürfen, wie es gerade ist – die Weltreise ist einfach wunderbar.

An einem Nachmittag haben wir uns jedoch für eine Bootstour entschieden. Gemeinsam mit 5 Engländern sind wir am Nachmittag in das weite Meer hinausgefahren. Die ersten beiden Stopps waren zum Schnorcheln – leider hat man aber nicht so viel gesehen, da es am Nachmittag schon ziemlich trüb war. Danach blieben wir mitten im Meer stehen und ließen den Anker ins Wasser. Es war Zeit zum Fischen. Ich habe noch nie zuvor gefischt. Jeder von uns hat eine Rolle mit einer Schnur und einem Hacken mit Tintenfisch erhalten und dann ging es los. Zum Glück habe ich keinen Fisch gefangen, ich habe dann auch wieder aufgehört, als eine Engländerin den ersten Fisch an Bord zog. Ich hatte Mitleid mit den Fischen und wollte ihnen nicht wehtun und sie so quälen. Unser Führer und auch die anderen Engländer haben aber einige Fische aus dem Meer geholt. Da dicke Wolken am Himmel aufzogen, fuhren wir mit dem Boot ein Stück weiter und haben uns einfach hinter einem Berg versteckt. Es hat ein bisschen geregnet, aber sonst war es nicht schlimm.

Das Highlight dieser Tour war für mich das Schwimmen mit Plankton. Noch nie zuvor in meinem Leben habe ich Plankton gesehen und es hat sich wieder einmal ein Traum von mir erfüllt. Bei vollkommener Finsternis mussten wir ins Meer und die Hände und Füße bewegen, um das Naturschauspiel beobachten zu können. Und ich sage es euch: Es ist magisch! Wenn unter Wasser plötzlich viele kleine Punkte um dich herum glitzern und funkelt, dann fühlt sich das an wie Magie. Es sieht so aus als wären viele kleine Glühwürmchen im Wasser. Ich habe mich so gefreut, als ich das gesehen habe! Es war einfach wunderbar!

Nach der Rückkunft auf der Insel wurden die Fische für uns noch gegrillt. Auf einem Tongefäß mit glühenden Kohlen wurde einfach ein Rost gelegt und darauf wurden die noch lebendigen Fische gegrillt. Kein einziger Fisch wurde ausgenommen, mit all den Innereien wurden sie gegrillt. Wir konnten zuerst unseren Augen nicht trauen – die Fische starben elendig. Eigentlich wollte ich den Fisch deshalb auch nicht kosten – doch die Einheimischen essen alle Fische so und um besser nachvollziehen zu können, wie das Leben hier in Kambodscha ist, habe ich den Fisch gekostet. Die Haut mussten wir weggeben, die war kohlrabenschwarz. Das Fleisch war aber sehr weich, zart und leuchtend weiß. Noch nie zuvor habe ich einen so frischen Fisch gegessen. Er war zwar ganz gut, aber ich will aus Tierliebe nie wieder so einen gequälten Fisch essen.

Wie immer ist die Zeit viel zu schnell vergangen, aber wir sind sehr froh und dankbar die Insel besucht und eine so schöne Zeit dort verbracht zu haben.