Eigentlich wollten wir nach Afrika Australien bereisen. Doch die Flüge von Südafrika nach Western Australia waren immens teuer – deshalb haben wir Flüge nach Bali gebucht und sind erst eine Woche später nach Australien geflogen. Dadurch konnten wir uns sehr viel Geld sparen und hatten noch eine Woche in Indonesien.
Die Anreise dauerte ziemlich lange. Wir flogen 9 Stunden von Kapstadt nach Doha, hatten dort eine längere Wartezeit und dann nochmal 9 Stunden von Doha nach Bali. Solche Anreisen sind ziemlich anstrengend und kräftezehrend. Doch als wir in Bali das Flughafen-Gebäude verlassen haben und die warme, feuchte und tropische Luft spürten und einatmeten, war alles vergessen. Es fühlte sich unglaublich gut an und wir hatten das Gefühl nach Hause zu kommen, all die Erinnerungen von unseren ersten 9 Monaten Reisen in Südostasien sind hoch gekommen und wir haben uns auf Anhieb total wohl gefühlt. Wir kannten den Flughafen und die Umgebung und haben wieder im gleichen Hotel genächtigt – all das machte es unglaublich schön wieder in Bali zu sein, wir fühlten uns unglaublich wohl.
In dieser Woche sind wir wieder in die Kultur eingetaucht. Wir haben köstliche traditionelle Speisen verzehrt und an den Straßen war überall alles wunderschön geschmückt, da ein Feiertag anstand. Wir haben uns auch einen Hahnenkampf angesehen, das gehört in Bali zur Kultur und alle Männer sind davon besessen und wetten um sehr viel Geld welcher Hahn den Kampf gewinnen wird – in solchen Runden sieht man keine Touristen, sondern nur Einheimische. Genau das lieben wir am meisten beim Reisen, komplett in die Kultur und das Leben der Einheimischen einzutauchen ist wunderschön und sehr horizonterweiternd.
Wir wollten uns auch den Ort ansehen, wo ganz viele Influencer zu Hause sind. Doch der Verkehr dorthin war ein Wahnsinn – es war kompletter Stau und total viel los. Wir hätten es zweimal probiert, dann aber aufgegeben und sind lieber auf einen Kaffee gegangen. Das Verkehrschaos in dieser Gegend war echt unglaublich und wir haben uns nur gedacht dort würden wir nicht wohnen wollen.
Natürlich sind wir auch wieder an den Strand und wollten schwimmen und surfen. Doch leider haben wir dafür eine sehr schlechte Jahreszeit erwischt. Es lag nicht am Wetter, auch in der Regenzeit war es herrlich schön. Doch die große Katastrophe war die Verschmutzung des Meeres. Man konnte nicht ins Meer gehen ohne gefühlt 1.000 Plastikmüll-Fetzen zu berühren. Wenn man auch nur die Füße hineinhielt, berührte man ständig Plastikmüll. Beim Surfen war das natürlich noch extremer und man berührte den Müll am ganzen Körper. Ich habe es nicht geschafft in diesem schmutzigen Meer schwimmen zu gehen. Diese Tatsache machte uns sehr traurig und nachdenklich – das Meer ist normalerweise ein wunderschöner Ort und großer Lebensraum für viele Tiere. Doch wenn man so viel Müll sieht, dann bekommt man richtig Angst um unseren Planeten und die Natur. Eine Australierin, die in Bali wohnt, hat mir dann erklärt dass dieser Müll großteils von den Balinesern selbst ist. Das ganze Jahr über schmeißen sie Müll in den Straßengraben. Und wenn in der Regenzeit überall viel Wasser ist, dann wird dieser Müll ins Meer geschwemmt und der Strand ist voll davon. Da muss noch viel Aufklärungsarbeit gemacht werden, um ein Umdenken erreichen zu können – hoffentlich passiert das rasch!
Trotz dem Müllproblem war die Woche in Bali wunderschön und ist sehr schnell vergangen. Wir würden jederzeit wieder einen Zwischenstopp in Bali in Kauf nehmen. 🙂





















































































































































































































































































































