Bali 2.0 – ein kurzer Zwischenstopp, der sich wie nach Hause kommen anfühlt

Eine Woche mit gutem Wetter, interessanter Kultur aber traurigem Anblick des Meeres bzw. Strandes.

Eigentlich wollten wir nach Afrika Australien bereisen. Doch die Flüge von Südafrika nach Western Australia waren immens teuer – deshalb haben wir Flüge nach Bali gebucht und sind erst eine Woche später nach Australien geflogen. Dadurch konnten wir uns sehr viel Geld sparen und hatten noch eine Woche in Indonesien.

Die Anreise dauerte ziemlich lange. Wir flogen 9 Stunden von Kapstadt nach Doha, hatten dort eine längere Wartezeit und dann nochmal 9 Stunden von Doha nach Bali. Solche Anreisen sind ziemlich anstrengend und kräftezehrend. Doch als wir in Bali das Flughafen-Gebäude verlassen haben und die warme, feuchte und tropische Luft spürten und einatmeten, war alles vergessen. Es fühlte sich unglaublich gut an und wir hatten das Gefühl nach Hause zu kommen, all die Erinnerungen von unseren ersten 9 Monaten Reisen in Südostasien sind hoch gekommen und wir haben uns auf Anhieb total wohl gefühlt. Wir kannten den Flughafen und die Umgebung und haben wieder im gleichen Hotel genächtigt – all das machte es unglaublich schön wieder in Bali zu sein, wir fühlten uns unglaublich wohl.

In dieser Woche sind wir wieder in die Kultur eingetaucht. Wir haben köstliche traditionelle Speisen verzehrt und an den Straßen war überall alles wunderschön geschmückt, da ein Feiertag anstand. Wir haben uns auch einen Hahnenkampf angesehen, das gehört in Bali zur Kultur und alle Männer sind davon besessen und wetten um sehr viel Geld welcher Hahn den Kampf gewinnen wird – in solchen Runden sieht man keine Touristen, sondern nur Einheimische. Genau das lieben wir am meisten beim Reisen, komplett in die Kultur und das Leben der Einheimischen einzutauchen ist wunderschön und sehr horizonterweiternd.

Wir wollten uns auch den Ort ansehen, wo ganz viele Influencer zu Hause sind. Doch der Verkehr dorthin war ein Wahnsinn – es war kompletter Stau und total viel los. Wir hätten es zweimal probiert, dann aber aufgegeben und sind lieber auf einen Kaffee gegangen. Das Verkehrschaos in dieser Gegend war echt unglaublich und wir haben uns nur gedacht dort würden wir nicht wohnen wollen.

Natürlich sind wir auch wieder an den Strand und wollten schwimmen und surfen. Doch leider haben wir dafür eine sehr schlechte Jahreszeit erwischt. Es lag nicht am Wetter, auch in der Regenzeit war es herrlich schön. Doch die große Katastrophe war die Verschmutzung des Meeres. Man konnte nicht ins Meer gehen ohne gefühlt 1.000 Plastikmüll-Fetzen zu berühren. Wenn man auch nur die Füße hineinhielt, berührte man ständig Plastikmüll. Beim Surfen war das natürlich noch extremer und man berührte den Müll am ganzen Körper. Ich habe es nicht geschafft in diesem schmutzigen Meer schwimmen zu gehen. Diese Tatsache machte uns sehr traurig und nachdenklich – das Meer ist normalerweise ein wunderschöner Ort und großer Lebensraum für viele Tiere. Doch wenn man so viel Müll sieht, dann bekommt man richtig Angst um unseren Planeten und die Natur. Eine Australierin, die in Bali wohnt, hat mir dann erklärt dass dieser Müll großteils von den Balinesern selbst ist. Das ganze Jahr über schmeißen sie Müll in den Straßengraben. Und wenn in der Regenzeit überall viel Wasser ist, dann wird dieser Müll ins Meer geschwemmt und der Strand ist voll davon. Da muss noch viel Aufklärungsarbeit gemacht werden, um ein Umdenken erreichen zu können – hoffentlich passiert das rasch!

Trotz dem Müllproblem war die Woche in Bali wunderschön und ist sehr schnell vergangen. Wir würden jederzeit wieder einen Zwischenstopp in Bali in Kauf nehmen. 🙂

Garden Route – wo sich ein Lebenstraum erfüllt und wir von der Natur komplett überwältigt werden

Die Natur entlang der Küste war ein Traum und wir haben wieder ganz besondere Begegnungen mit afrikanischen Tieren gemacht.

Für 10 Tage nahmen wir uns ein Mietauto, um das ländliche Gebiet bzw. die südliche Küste Südafrikas zu entdecken. Ein kleiner weißer Suzuki Swift war das perfekte Auto dafür – komisch war allerdings, dass das Lenkrad auf der rechten Seite war, die Gangschaltung musste man mit der linken Hand betätigen und die Blicker mit der rechten. Der Linksverkehr ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, da auch im Auto alles umgekehrt als zu Hause ist, aber wir haben uns dann relativ schnell daran gewöhnt und alles ist gut gegangen.

Unser erstes großes Ziel war gleich einer der bekanntesten Orte von Südafrika bzw. ganz Afrika. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als wir in der Hauptschule davon gelernt haben, da habe ich mir schon gedacht „Irgendwann will ich dorthin“ und an diesem Tag hat sich mein Traum erfüllt – wir waren beim Kap der guten Hoffung! Es ist ein unbeschreibliches Gefühl wenn man einen so bekannten Ort dann tatsächlich bereist und die Umgebung fühlen kann. Das Wetter war der Wahnsinn, extrem windig – ich würde mich als Seefahrerin nicht trauen da in ein Boot zu steigen. Es sind in dieser Gegend auch tatsächlich viele Schiffe gekentert und wenn man da so steht und den Wind spürt, kann man sich das gut vorstellen und versteht auch warum dieses Kap „Kap der guten Hoffnung“ heißt.

Entlang der Garden Route haben wir mehrere Zwischenstopps gemacht. Wir haben die einzigartige Natur bewundert und genossen. Wir waren immer in Küstennähe und so haben wir in Hermanus einen tollen Klippen-Wanderweg entdeckt. Wir waren am südlichsten Punkt von Afrika, merkwürdig wenn man bedenkt, dass sich zumindest theoretisch hier der indische und atlantische Ozean treffen. Wir haben auch einen Leuchtturm besichtigt – das erste Mal war ich in einem Leuchtturm. Der Scheinwerfer da oben ist riesengroß, das kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man herunten steht oder einen Leuchtturm von der Ferne besichtigt.

In Mossel Bay hatten wir eine total coole Unterkunft, da haben wir in einem alten Zug geschlafen. Die Kabinen konnte man noch erkennen und die Aussicht auf das Meer war traumhaft. Wir konnten sogar vom Bett aus Delfine sehen, das war ein besonderes Highlight. Der wohl schönste Strand war in Wildernes. Wir haben noch nie einen so großen, breiten und weiten Strand gesehen. Es war allerdings wieder eine Klippe und man musste zuerst unzählige Treppen hinabsteigen um zum Meer zu gelangen. Von der Klippe oben hatte man dafür einen Traum-Ausblick und wir konnten ganz viele Delfine sehen, noch nie haben wir so viele Delfine auf einmal gesehen.

Der Nationalpark Robberg war auch ein tolles Ausflugsziel. Da ist eine ganze Landzunge ein Nationalpark und man kann über Sanddünen wandern, Seelöwen beobachten und im Meer schwimmen, das war wunderschön.

Gegen Ende unseres Roadtrips haben wir ein Sanctuary mit geretteten Tieren besucht. Dort haben wir viel über Wilderei und Gewalt gegenüber den afrikanischen Tieren gehört, das machte uns sehr traurig. Besonders gefährdet sind die weißen Löwen, weil die so selten sind – das ist sehr bedrückend. Ein geretteter weißer Löwe hat uns bei diesem Besuch ein besonderes Geschenk gemacht. Er hat anfangs geschlafen und ist dann ganz langsam entlang dem Zaun zu einem großen Holzgestell marschiert. Am Weg dorthin machte er schon Geräusche, doch als er dann ganz oben auf der Kante stand, da hat er so richtig gebrüllt, wie im Film bei „König der Löwen“. Ich bekam Gänsehaut. Der Löwe ist einfach der König aller Tiere, das spürt man, er strahlt so viel Macht aus. Dieser Moment war wirklich unbeschreiblich schön und werde ich nie vergessen.

Wir fuhren natürlich auch zu den Pinguinen. Die haben wir in Betty’s Bay besucht und es war so lustig. Noch nie haben wir wild und frei lebende Pinguine gesehen. Sie watscheln so lustig herum und man könnte die ganze Zeit lachen, wenn man sie beobachtet.

Als wir wieder nach Kapstadt zurückkamen, waren wir sehr froh, dass unser Roadtrip gut verlaufen ist. Wir haben uns glücklicherweise auch immer sicher gefühlt außer in Port Elizabeth, dort war die Stimmung komisch. Ansonsten war überall alles sehr liebevoll und schön hergerichtet und man fühlte sich als wär man in England und nicht Südafrika, denn wir haben auch hauptsächlich weiße Menschen getroffen und gesehen.

Die letzten Tage in Afrika haben wir in Kapstadt verbracht. Wir gingen auf den Lion’s Head wandern und genossen den wundervollen Ausblick. Wir haben auch in der Mall bei der Waterfront gemütlich flaniert und uns dann sogar den Kinofilm „Avatar 2“ angesehen – das war total cool.

Irgendwie fühlte es sich schlussendlich komisch an, dass wir nach 2,5 Monaten den Kontinet Afrika verlassen. Wir haben auf diesem Kontinent so viele wunderbare Begegnungen gemacht, mit Tieren und Menschen. Die Natur ist ein Traum und das Schlafen im Zelt hat uns total gut gefallen. Danke für die schöne Zeit auf dem wahrscheinlich schönsten Kontinent der Welt, danke Afrika – bis zum nächsten Mal.

Lahad Datu – ein unliebsamer Zwischenstopp in einer Stadt, die ihre guten Zeiten bereits hinter sich hat

Der Regenwald gefällt uns irrsinnig gut, wir wollten deshalb noch mehr sehen und haben uns einen besonders alten Regenwald herausgesucht. Im Internet war es aber sehr schwer eine Tour durch das so genannte Danum Valley zu finden. Wir haben uns deshalb entschieden in der nächstgelegenen größeren Stadt einen Stopp einzulegen. Dort wollten wir uns dann darum kümmern, in den Regenwald zu kommen.

Um von Kinabatangen nach Lahad Datu zu kommen, nahmen wir zuerst ein Privattaxi zur Hauptstraße – es gab keine andere Möglichkeit vom Fluss wieder zurück in die Zivilisation zu kommen. An dieser Hauptstraße haben wir dann an der Bushaltestelle gewartet und sind mit dem öffentlichen Bus nach Lahad Datu gefahren. Nach dem Einchecken haben wir uns gleich auf den Weg zu einem Reisebüro gemacht. Doch leider bekamen wir eine Absage – der erste Touranbieter hatte kein Zimmer frei. Es wurden uns jedoch zwei andere Anbieter empfohlen. Da Sonntag war, hatten die jedoch zu und wir konnten erst am nächsten Tag bei denen nachfragen.

Am nächsten Tag sind wir gleich in der Früh losgegangen. Ein Touranbieter hatte jedoch erst ab Nachmittag offen. Deshalb gingen wir zurück ins Hotel. Am Nachmittag gingen wir dann wieder los – doch der erste Touranbieter hatte leider nichts mehr frei. Wir gingen dann noch zu einem anderen und haben auch dort eine Absage bekommen. Ziemlich niedergeschlagen wussten wir nicht was wir tun sollen. In der Stadt fühlten wir uns überhaupt nicht wohl und wir wollten nicht länger warten, bis in den nächsten Wochen etwas frei wird. Wir gaben uns noch eine Chance und hofften, dass wir doch noch ein Last Minute Angebot erhalten. Deshalb blieben wir eine 2. Nacht in der Stadt.

Die Stadt war sehr alt und verdreckt. Wir haben uns überhaupt nicht wohl gefühlt. Alle Gebäude, die hier standen, waren sehr alt und schon ziemlich heruntergekommen. Wir fanden keine ordentlichen Restaurants oder Shops, die wir besuchen konnten. Das Einkaufszentrum, das wir um die Ecke hatten, war schon sehr alt und kaputt. Man merkt in dieser Stadt, dass die florierenden Zeiten der aufstrebenden Palmöl-Industrie vorbei sind und das ist auch gut so. Eigentlich sind wir ja sehr froh darüber zu sehen, dass die Rodung der Regenwälder, die noch übrig sind, verboten ist. Die noch übrigen Gebiete wurden geschützt. Es ist trotzdem traurig zu sehen, dass so viele Palmöl-Plantagen hier sind und in der Stadt haben wir uns auch einfach nicht wohlgefühlt – wir haben uns noch nie so gefreut, eine Stadt zu verlassen. Und außerdem waren wir sehr froh einen KFC zu finden – noch nie zuvor haben wir uns so über ein international bekanntes Restaurant gefreut.

Leider haben wir am nächsten Morgen keine Nachricht zu einem Last Minute Angebot erhalten. Wir wollten daher so schnell wie möglich von Lahad Datu weg. Da man online Flüge am gleichen Tag nicht buchen kann, fuhren wir zum Flughafen und buchten dort den nächstmöglichen Flug. Wir nahmen gleich den ersten Flug nach Kota Kinabalu, der am frühen Nachmittag startete. Dort sind wir eine Nacht geblieben. Erst am nächsten Tag flogen wir weiter in unsere Zielstadt, nämlich nach Kuching.

Kinabatangan – ein Fluss, der durch den Regenwald fließt

Wir waren ein paar Tage ohne gutem Internet, weil wir so tief im Regenwald waren. Sowohl die Natur als auch die Tierwelt waren sehr beeindruckend dort.

Nach unserem Aufenthalt in Sepilok wollten wir noch tiefer in den Regenwald und wir haben uns dazu entschieden, einen Halt am Kinabatangan River zu machen. Mit einem Taxi ließen wir uns in diese Unterkunft bringen – wir mussten ein Taxi nehmen, weil dort nicht viel ist. Es gibt hier keinen Ortskern oder Restaurants. Wir haben deshalb in unserer Unterkunft genächtigt und gespeist. Wir hatten ein ganz liebes kleines Hüttchen mitten im Regenwald. Das war ein sehr schönes Gefühl mitten in der Natur zu wohnen.

Gleich am ersten Tag unserer Ankunft haben wir eine Bootstour am Fluss gemacht. Von unserem kleinen Boot aus haben wir uns auf die Suche nach vielen wilden Tieren gemacht. Und wir waren erfolgreich – wir haben ganz viele Affen gesehen, sogar verschiedene Rassen. Manche waren komplett grau und manche hatten eine ganz lange Nase. Diese Nasenaffen gibt es nur hier auf Borneo und es war wirklich eindrucksvoll. Die Affen zu beobachten macht immer viel Spaß. Sie leben in großen Gruppen und wenn man einen Baum entdeckt, dann weiß man gar nicht wohin man schauen sollen, weil überall Affen herumhüpfen. Ein kleines Baby-Krokodil haben wir im Wasser gesehen – da sieht man dann nur die Augen. Die Fahrt war auch sehr schön weil wir einfach den Regenwald rundherum genießen durften.

Am nächsten Tag machten wir gleich in der Früh wieder eine Bootstour, diesmal aber in die andere Richtung. So konnten wir einen anderen Teil des Regenwalds sehen. Wir haben wieder viele Affen und Vögel gesehen. Das Highlight war jedoch ein ca. 3 Meter langes Krokodil. Von der Weite haben wir dies bereits gesehen, wir sind dann ganz langsam und möglichst ruhig näher gekommen und dann haben wir beobachten dürfen wie das Krokodil ins Wasser gekrochen ist – diese Beobachtung war wunderbar. Es ist so schön die Tiere in ihrem natürlichem Umfeld so nahe zu sehen. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die Stimmung. Da wir so bald gestartet sind, war es noch sehr nebelig und dunstig – so wie man es von Fotos über den Regenwald kennt, einfach wunderbar.

Am Abend haben wir dann noch eine interessante Erfahrung gemacht – wir gingen gemeinsam mit einem einheimischen Tourguide in den Regenwald und machten dort einen Nachtspaziergang. Das war vielleicht spannend. Ich hatte Angst vor Schlangen und deshalb sehr genau geschaut wohin ich mit meinen Füßen trat. Außerdem waren ganz viele Moskitos unterwegs, wir haben ständig das Surren gehört. Da es dunkle Nacht war, haben wir mit den Taschenlampen geleuchtet und sich so auf die Suche nach schlafenden Tieren gemacht. Es war wirklich irrsinnig spannend und sehr aufregend. Wir haben auch einige Vögel beim Schlafen entdeckt. Dieser Spaziergang wird mir ewig in Erinnerung bleiben.

Auf unserer Fahrt von Sepilok nach Kinabatangan sind uns leider auch traurige Gedanken gekommen. Wir sind zwischen ganz vielen Palmöl-Plantagen gefahren und haben weit und breit riesige Flächen von diesen Palmöl-Palmen gesehen. In den 1970er Jahren wurden hier große Flächen vom ursprünglichen Regenwald gerodet, um diese Palmöl-Palmen ansetzen zu können. Es ist unheimlich traurig, dass all den Tieren und auch den Ureinwohnern ihr natürliches Umfeld gestohlen wurde. Deshalb haben es die Orang Utans und Sonnenbären aber auch viele andere Tiere sehr schwer hier zu leben. Glücklicherweise hat der Staat bereits eingegriffen und es dürfen jetzt keine Regenwälder mehr gerodet werden. Darüber sind wir auch sehr froh.

Weiters haben wir von einheimischen Leuten erfahren, dass der WWF hier in Malaysien sehr viel für die Tiere und Umwelt tut. Das hat uns wieder positiver gestimmt. Seit Jahren werden hier junge Regenwald-Pflanzen aufgezogen und dann in den Regenwald gepflanzt. Außerdem wurden Seile über den Fluss gespannt, damit Orang Utans den Fluss überqueren können. Die können nämlich nicht schwimmen. Die kleineren Affen können zwar schwimmen aber im Wasser ist es gefährlich, da sind viele Krokodile – mit den Seilen kommen sie sicherer über den Fluss. Es ist sehr schön, wenn man von einheimischen Leuten erfährt, dass große internationale Organisationen hier Gutes tun.

Das Highlight unseres Aufenthaltes hier in Kinabatangan hätte ich nun fast vergessen. Als René mal ganz zufällig aus dem Fenster von unserem Hüttchen blickte, entdeckte er einen Orang Utan. Wir konnten unseren Augen nicht trauen, aber es ist tatsächlich ein wild und frei lebender Orang Utan Affe nur wenige Meter entfernt in den Bäumen herum geklettert. Wir haben den Anblick sehr genossen und uns riesig gefreut, dass wir diesen besonderen Moment erleben durften. Das ist so schön am Reisen.

Hoi An, eine sehr romantische Stadt mitten in einer wundervollen Natur

Viele Reisfelder, eine wundervolle Vegetable Village und eine äußerst romantische Altstadt haben wir hier besuchen dürfen.

Um von Da Lat nach Hoi An zu gelangen, haben wir einen Nachtbus genommen. Insgesamt 14 Stunden hat die Reise gedauert und ich konnte sogar ziemlich gut schlafen. Natürlich war der Schlaf nicht allzu tief und fest, aber wir sind halbwegs fit in der neuen Stadt angekommen. Nachdem wir unsere Rucksäcke in der Unterkunft abgegeben haben, gingen wir gleich zu einem Bäcker frühstücken und stärkten uns.

Danach machten wir uns auf dem Weg zum Strand und sind dort bei der Vegetable Village vorbeigekommen. Dort hat es mir ganz besonders gut gefallen. Ich bin ein großer Freund von Gemüsegärten und deshalb war dieses Gemüsedorf für mich ein kleiner Himmel auf Erden. Es gibt hier ganz viele kleine Gemüsefelder, die von den Bauern und Bäuerinnen bearbeitet werden. Natürlich wird hier alles händisch gepflegt. Der Anblick war wunderschön und ich bin einfach eine Weile dagestanden und habe alles beobachtet. Das war wunderschön für mich. Ein Bauer hat uns dann sogar eine Minze und einen Koriander frisch gepflückt und kosten lassen. Diese beiden Pflanzen werden in der vietnamesischen Küche sehr oft verwendet. Nach der Vegetable Village gingen wir zum An Bang Beach. Dieser Strand ist auch sehr schön – das Meer war aber ziemlich rau und der Wind hat stark geblasen. Wir haben die Zeit dort jedoch sehr genossen. Da es kurz regnete, haben wir uns in ein Restaurant gesetzt und den Regen am Strand beobachtet.

Die sogenannten Coconut Boats oder auch Basket Boats, also Korb-Boote genannt, haben wir in Vietnam schon öfter gesehen. Hier in Hoi An haben wir dann auch probiert, ob diese Boote tatsächlich schwimmen und wie sich das Fahren damit anfühlt. Wir haben uns für eine kurze Tour entschieden und die Fahrt war sehr lustig. Wir fuhren durch relativ enge Wassergänge zwischen Kokosnuss-Pflanzen. Da die Vietnamesen Unterhaltung sehr gerne haben, gab es dort am Wasser laute Musik und man konnte in dem Boot tanzen. Da musste man sich in so ein Boot sitzen und der Fahrer hat sich dann ganz schnell gedreht – das erinnerte uns an einen Rodeo-Ritt. Wir hatten deshalb sehr viel Spaß und viel zu sehen. Die Fahrt mit dem kleinen runden Boot war wirklich schön und ist absolut empfehlenswert. Man geht damit nicht unter, die schwimmen ganz gut.

Da hier in Hoi An alles sehr flach ist und die Stadt mitten in Reisfeldern liegt, haben wir mit dem Fahrrad auch die Umgebung unsicher gemacht. Das war sehr schön – wir konnten mit dem Fahrrad die schöne Natur und auch die Stadt besichtigen. Ganz nebenbei hatten wir beim Fahrrad fahren viel Spaß. Oft sind Einheimische mit dem Moped neben uns hergefahren und haben mit uns gesprochen – das war wirklich lustig.

Am wohl berühmtesten ist in Hoi An die Altstadt. Besonders am Abend, wenn die Sonne untergegangen ist und es dunkel wird, verwandelt sich die Altstadt in ein sehr romantisches Stadtviertel. Es leuchten hier tausende Lampions in den verschiedensten Farben. Die Stimmung ist hier wirklich wunderschön und äußerst romantisch. Auf den kleinen Fluss hat man die Möglichkeit eine 20-minütige Fahrt zu machen. Diese Boote sind auch mit bunten Lampions geschmückt. Außerdem kann man sich dann etwas wünschen – diesen Wunsch gibt man einer Kerze in einem gefalteten Papier mit und setzt sie dann im Wasser ab. Neben all den Lampions leuchten diese Kerzen auch noch. Ich kann euch gar nicht gut genug beschreiben, wie die Stimmung in dieser Altstadt ist – es ist unbeschreiblich schön und wahnsinnig romantisch. Das einzige, was jedoch etwas ungut ist, ist dass viele Leute einem so eine Tour anbieten wollen. Die Stadt hier ist sehr touristisch und jeder will, das man genau mit ihm oder ihr die Bootstour macht – diese lästige Sudderei stört die wunderschöne Stimmung sehr. Aus diesem Grund haben wir dann auch keine Tour gemacht sondern sind in ein Lokal in den 2. Stock gegangen und haben bei einem guten Getränk die wunderschöne Stimmung von oben genossen. Das war wirklich ein Traum!

Die erste Seite im Länderguide ist online!

Es gibt wieder ein neues Feature auf meiner Website. Diesmal geht es um die Städte und Länder, die wir bereisen.

Ich darf dich heute wieder über ein neues Feature von meiner Website informieren. Neben den Reisetipps will ich auch Tipps zu den von uns besuchten Städten und Ländern veröffentlichen. Dazu gibt es einen neuen Menüpunkt zwischen Reisetipps und Rabattcodes. Der neue Punkt nennt sich Länderguide.

In diesem Länderguide will ich euch zuerst über die Einreise informieren. Aufgrund von Corona ist dies leider aktuell oft nicht so einfach und man muss sehr viel bedenken und genau planen, was man alles braucht und vorweisen muss.

Wenn ich über ein Land schreibe, dann werde ich unsere Reiseroute bekanntgeben. Zu den einzelnen Stopps will ich dir aufschreiben, was man dort machen und besuchen kann. Ich werde auch bekanntgeben, wie viele Nächte ich im jeweiligen Ort empfehle. Beim Reisen sind natürlich auch die besten Sehenswürdigkeiten und so manche Insidertipps sehr spannend. Diese Infos kann ich nicht verheimlichen. Wenn es schöne Strände oder Inseln gibt, dann kommen die Infos dazu auch online.

Wo und wie wir genächtigt haben, werde ich auch bekanntgeben. Die besten Unterkünfte, die ich mit sehr gutem Gewissen weiterempfehlen kann, werde ich auch verlinken. Mit dazu gehört für mich auch die Info zu den Fortbewegungsmitteln. Ich werde hier notieren, wie wir von A nach B gekommen sind und was man beachten muss.

Außerdem werde ich auf die typische Küche im jeweiligen Land eingehen. Falls es diese gibt, meist ist das aber schon der Fall. Nur in Dubai tu ich mir schwer zu sagen, was die traditionelle Küche ist, da wir das selbst nicht probiert bzw. herausgefunden haben.

Zu guter Letzt werde ich auch auf die Kosten in dem jeweiligen Land eingehen. Ich will dir hier sagen welche Preise normal sind. Oft ist es ja so, dass in Touristen-Gebieten alles sehr überteuert ist. Damit du gleich einschätzen kannst, ob es sich um einen normalen Preis handelt, werde ich hier die Infos bekanntgeben.

Die erste Seite, die ich veröffentlicht habe, ist Dubai. Da wir so viel erleben und immer unterwegs sind, schaffe ich es nicht, diese Seiten sehr zeitnah zu veröffentlichen. Das ist aber auch nicht der Sinn der Sache. Ich will meine Weltreise in vollen Zügen genießen. Wenn ich jedoch Zeit zum Schreiben finde, dann wird im Laufe der Zeit auch dieser Länderguide wachsen. Falls du vorab Infos zu einem Land willst, das wir schon bereist haben, kannst du mich gerne kontaktieren. Ich freue mich sehr über deine Nachricht.

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Länderguide eine Freude mache und du vielleicht den einen oder anderen Tipp von mir für deine nächste Reise verwenden kannst.

News auf der Homepage!

Meine Homepage ist wieder gewachsen. Ich widme mich der Frage „Was nimmst du alles mit?“ und veröffentliche meine Packliste!

Ich mache auf der Weltreise sehr viele Erfahrungen und lerne so viel Neues dazu. Es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen – dieses Sprichwort gilt in allen Belangen. Es gilt insbesondere auch für’s Reisen. Da wir nun durchgängig unterwegs sind, viele Länder bereisen, verschiedene Menschen treffen, abwechslungsreiches Wetter erleben und durch diese Erfahrungen ganz viel hinsichtlich Reisen lernen, will ich das alles auch für dich verfügbar machen.

Ich habe eine neue Seite erstellt, die sich Reisetipps nennt. Du findest die Seite auf meiner Homepage im Hauptmenü zwischen Blog und Rabattcodes. Auf dieser neuen Seite will ich dir verschiedene Reisetipps geben, die allgemein gültig sind und sich nicht auf ein bestimmtes Land beziehen. Ich nehme mir vor diese Reisetipps auch ständig zu erweitern, damit ich dir ganz viele Informationen zur Verfügung stellen kann.

Den ersten Reisetipp, den ich dir vorstellen darf, ist die Packliste. Bereits vor Abflug, meist bei der Bekanntgabe über die bevorstehende Weltreise, kam die Frage: „Was nimmst du alles mit?“. Wenn man sich noch nie mit einer längeren Reise beschäftigt hat, dann ist dies eine völlig legitime Frage. Ich habe mir die Frage ja sogar selbst bei den Vorbereitungen für die Weltreise gestellt. Man ist so gut wie nie in der Situation über mehrere Monate hinweg nur aus einem Rucksack zu leben. Es erfordert eine gute Planung, damit man alles beisammen hat, was man braucht. Es ist auch wichtig nicht zu viel mitzuhaben, da man das gesamte Gepäck immer schleppen muss und ein Kilo auf oder ab macht in dem Rucksack einen großen Unterschied. Ich bin mit meiner Packliste bisher sehr zufrieden. Fast alles habe ich schon mindestens einmal benötigt und ich war sehr froh darüber, es im Gepäck zu haben. Mit dem Gesamtgewicht bin ich auch sehr zufrieden. Mein großer Rucksack hat immer um die 11 kg. Das kann ich gut tragen und wird mir auch bei längeren Wegen nicht zu viel.

Du kannst die Packliste auch gerne als Vorlage für deine nächste Reise verwenden. Ich habe die Produkte so gut es ging verlinkt, damit du gleich zu den Produkten kommst, die ich dabei habe. Mit diesen Produkten habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht und kann sie daher mit bestem Gewissen weiterempfehlen. Sehr toll ist übrigens auch, dass dies alles Affiliate-Links sind. Das bedeutet, dass ich eine minimale Werbekostenvergütung bekomme, weil ich für das jeweilige Produkt geworben habe. Der Preis, den du zahlen musst, verändert sich aber nicht – es ist also für dich nicht teurer aber du kannst mich ein bisschen unterstützen, wenn du den Link verwendest.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Durchstöbern der neuen Seiten. So kommst du direkt auf die Seiten: Reisetipps und Packliste. Ich würde mich auch sehr über Rückmeldungen freuen. Kommentiert gerne direkt beim Beitrag oder auf der Seite. Ich freue mich aber auch über Nachrichten, die du mir über das Kontaktformular schicken kannst – die kommen dann nur zu mir persönlich und kann sonst niemand lesen. Vielen Dank! ❤

Neues Feature auf der Website!

Der neue Menüpunkt hilft euch in Zukunft auf Reisen Geld zu sparen!

Im heutigen Blog-Beitrag darf ich euch ein neues Feature von meiner Website präsentieren. Es hat natürlich mit der Weltreise zu tun und ist besonders für die Reiselustigen unter euch spannend.

Es gibt seit heute einen neuen Menüpunkt – vielleicht habt ihr ihn schon gesehen – zwischen Blog und Über Mich ist er zu finden. Der neue Punkt nennt sich Rabattcodes.

Da wir auf Weltreise sehr neugierig sind, begegnen wir ganz vielen Menschen und Unternehmen. Wir sind diesbezüglich auch sehr offen und probieren dadurch viel Neues aus, so lernen wir viele einheimische Leute und auch lokale Unternehmen kennen. Wenn wir vom Angebot eines Unternehmens voll und ganz überzeugt sind und selbst sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben, dann ergibt sich ab und zu auch mal eine Partnerschaft. Wie auf der Seite Rabattcodes beschrieben, bedeutet eine Partnerschaft folgendes:

Ich bekomme vom jeweiligen Unternehmen einen Rabattcode, der für die Buchungen bei dem Unternehmen gültig ist. Diesen Rabattcode kann ich euch zur Verfügung stellen. Wenn ihr die Buchung mit diesem Rabattcode macht, dann bekommt ihr einen Preisnachlass. Die Höhe des Rabattes ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Ich werde euch aber natürlich immer darüber informieren. Ich bekomme eine ganz kleine entgeltliche Entschädigung, da ihr durch mich auf dieses Unternehmen gekommen seid. Dadurch profitieren alle davon und es ergibt sich eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Voller Stolz darf ich euch bereits meinen ersten Rabattcode zur Verfügung stellen. Wenn ihr meine Blog-Beiträge über Sri Lanka und unser TukTuk gelesen habt, dann wisst ihr wie begeistert wir waren, das ganze Land mit dem eigenen TukTuk zu bereisen. Aus vollster Überzeugung kann ich euch empfehlen dies auch zu machen, wenn ihr mal in Sri Lanka seid. Zusätzlich kann ich euch meinen Rabattcode bei TukTuk Rental zur Verfügung stellen. Ihr könnt also ein tolles Abenteuer in Sri Lanka erleben und nebenbei auch noch ein bisschen Geld sparen. Der Code für das eigene TukTuk lautet JULIETUKTUK und ihr könnt damit mindestens 5 % vom Gesamtpreis sparen! Gebt den Code einfach bei der Buchung an, um den Preisnachlass zu erhalten. Gerne könnt ihr euch den Code abspeichern oder irgendwo aufschreiben, aber er wird auch immer auf meiner Website zur Verfügung stehen.

Ich würde mich auch freuen, wenn ihr mit diesem Code bucht. Ich würde mich auch über Rückmeldungen freuen, so können wir unsere Erfahrungen und Erlebnisse austauschen! Und ihr könnt mich natürlich auch vorab kontaktieren, wenn ihr noch Fragen habt oder irgendetwas zu Sri Lanka oder dem TukTuk offen ist. Ich teile meine Erfahrungen sehr gerne mit euch.

Also, worauf wartet ihr noch? Sehnt ihr euch nicht schon seit langem nach einem schönen und erlebnisreichen Urlaub? Ich gebe euch eine kurze Checkliste, wie ihr einen tollen Urlaub erleben könnt:

  1. Urlaub beantragen
  2. Flug buchen
  3. TukTuk buchen
  4. Sri Lanka erleben und genießen

Ich wünsche euch schon mal viel Spaß und einen schönen Urlaub!

Danke übrigens, dass ihr auf meiner Website seid! Es freut mich sehr, wenn ich viele Besucher habe. 🙂

Gemütliche Stunden in der Hauptstadt von Thailand

Unseren zweiten Tag in Bangkok haben wir sehr genossen, wir waren noch bei zwei Tempel und sind durch die Straßen der Stadt geschlendert und am Abend hatten wir noch einen Termin.

Am nächsten Morgen sind wir gleich raus in die Stadt und haben uns ein köstliches Frühstück gegönnt. Dann sind wir zum Wat Indharaviharn gegangen. Dieser große stehende Buddha wurde bis vor kurzem noch renoviert und wir konnten ihn jedoch ohne Gerüst oder Verschleierung besichtigen. Die goldene Farbe hat in der Sonne sehr geglitzert und es war wieder äußerst beeindruckend!

Dann wollten wir uns den Chatuchak-Markt ansehen. Dort geht es anscheinend immer voll zu. Da wir in Sri Lanka so viel mit dem Tuk Tuk unterwegs waren und die thailändischen Tuk Tuks etwas anders aussehen, wollten wir diese auch unbedingt probieren und wir nahmen ein Tuk Tuk Taxi zu dem Markt. Als wir dort angekommen sind, haben wir gesehen, dass dieser am Montag geschlossen hat. Der Taxifahrer hat beim Wegfahren schon verschmitzt gelacht und jetzt wussten wir warum – er hat genau gewusst, dass dieser Markt heute geschlossen hat, hat es uns aber nicht gesagt. Sehr verärgert sind wir ausgestiegen und haben den Preis bezahlt, der vorher ausverhandelt wurde. Da wollte er auch fast nicht darauf einsteigen. Wir waren wirklich sauer.

Leider haben wir in Bangkok generell die Erfahrung gemacht, dass Tuk Tuk-Taxifahrer nicht ehrlich sind. Mehrmals wurde uns gesagt, dass der Wat Phra Kaeo am Vormittag geschlossen ist. Als wir dann aber dort waren, haben wir gelesen, dass er um 8 Uhr morgens öffnet. Ein weiteres Mal wurde uns gesagt, dass der Wat Indharaviharn nur sonntags offen hat, doch wir waren am Montag dort und haben auch alles schön besichtigen können. Die Taxler wollen einfach, dass man mit ihnen mitfährt und mit diesen Lügen wollen sie die Touristen überreden. Wahrscheinlich fällt uns das jetzt aber stärker auf, da nur wenige Touristen unterwegs sind und wir deshalb sehr oft angesprochen werden. Aber falls ihr mal da seid, fällt einfach nicht darauf hinein und geht wohin ihr wollt!

Da wir neben dem eigentlichen Chatuchak-Markt ein paar offene Shops sahen, sind wir da durchgegangen. Wir haben sehr viele Schaufenster von Einrichtungsshops gesehen und dann haben wir noch viele Pet-Shops gefunden. Hier kann man verschiedene Haustiere kaufen: Hasen, Katzen, Hunde oder Hamster.

Um wieder zurück in die Altstadt zu kommen, haben wir uns diesmal ein Grab-Taxi genommen, um sich zum Wat Arun bringen zu lassen. Dieser Tempel ist nicht so golden wie alle anderen, die wir zuvor gesehen haben. Dafür ist hier die Liebe zum Detail und zu Mosaik sehr auffallend. Es war wieder wunderschön. Nach der Besichtigung haben wir dann die Fähre zurück auf die andere Seite vom Fluss genommen. Das war die Fähre, die wir eigentlich am Vortag in die andere Richtung nehmen wollten – wir waren deshalb sehr gespannt wo wir rauskamen. Und zu unserer eigenen Überraschung waren wir der Anlegestelle am Vortag ganz nahe, aber sie war nicht gekennzeichnet und deshalb für uns nicht auffindbar.

Den Nachmittag haben wir dann in der Nähe von unserem Hotel verbracht und die Stadt einfach genossen. Es ist sehr interessant die Streetfood-Stände zu beobachten und einfach durch die Stadt zu schlendern. Wir haben uns auch wieder einen Eiskaffee gegönnt und waren in der berühmten Khaosan Road. Diese Straße war vor Corona ein absolutes Highlight und eine Partymeile sondergleichen. Normalerweise kann man hier fast nicht durchgehen, weil sich so viele Menschen bewegen. Eine Bar reiht sich an die andere und es gibt viel zu erleben. Doch als wir durchgegangen sind, war fast nichts. Die Straße ist de facto menschenleer. Ein paar Shops und Massageinstitute waren offen aber sonst haben wir nicht viel gesehen außer verschlossene Türen. Wirklich unglaublich, dass dieser Anblick Corona geschuldet ist.

Am Abend mussten wir uns dann auf dem Weg zum Busbahnhof machen. Wir nahmen uns wieder ein Grab-Taxi und es ging los. Nach mehr als einer halben Stunde sind wir bei einem großen Bus-Terminal angekommen. Wir holten uns Tickets und machten uns auf dem Weg zum richtigen Bus. Noch nie in meinem Leben habe ich so einen riesengroßen Busterminal gesehen. Hier fahren Busse in alle Richtungen und Destinationen. Wohin es für uns ging, erfährt ihr im nächsten Beitrag!

Wirbel und Trubel in der Stadt – Ruhe und Besinnlichkeit im Buddhismus

Nach dem ersten Schock konnten wir in Kandy dem Buddhismus ein Stück näher rücken.

Mitten in der Stadt von Kandy gibt es den so genannten Kandy Lake. Als wir am ersten Abend in die Stadt gegangen sind, sind wir die Hälfte vom See am Ufer entlang gegangen. Obwohl hier neben dem See eine Hauptstraße entlangführt und es dadurch ziemlich laut ist, haben wir im oder neben dem See sehr viele Tiere beobachten können. Zuallererst haben wir eine kleine Schildkröte gesehen, die geschwommen ist und ihr Köpfchen in die Luft hielt. Außerdem gibt es ganz viele Vögel, die auf den Bäumen direkt am See sitzen. Und die größte Überraschung waren große Warane – die sind direkt am Wasser gelegen oder geschwommen. Wahnsinn, wie groß diese Warane hier sind.

Als wir nach dem See weitergingen, haben wir ein großes Einkaufszentrum bemerkt. Ein City Center wie dieses haben wir bislang in Sri Lanka noch nie gesehen. Man kann es mit einem Einkaufszentrum bei uns daheim vergleichen. Als wir dann bei einem anderen Ausgang herausgingen, standen wir mitten in der voll belebten Stadt. Es wimmelte nur so von Menschen, die einen liefen nach links und die anderen nach rechts und an den Geschäften hat sich sehr viel getan. Das war der Moment als wir richtig verblüfft waren und gemerkt haben, dass wir woanders angekommen sind. Im Gegensatz zu Ella waren hier in Kandy fast nur Einheimische zu sehen, wir hatten das Gefühl die einzigen Touristen hier zu sein. Es war sehr laut und so viel Wirbel, dass wir uns zuerst gar nicht auskannten und die Situation erst verdauen mussten. Die Suche nach dem Restaurant ist auch etwas schwierig ausgefallen, wir hatten nach der Zugfahrt richtigen Hunger und wollten kein Street Food von den Einheimischen zu uns nehmen. Zum Glück haben wir dann ein Lokal von Domino’s Pizza entdeckt und haben eine Pizza genossen. Als wir wieder zurück im Zimmer waren, haben wir die Ruhe sehr genossen.

Über Nacht haben wir die Eindrücke der Stadt verdaut und den nächsten Tag widmeten wir dem Buddhismus. Zuerst haben wir uns auf dem Weg zur Bahirawakanda Vihara Buddha Statue gemacht. Das ist ein riesengroßer Buddha, der über die Stadt von Kandy schaut. Da wir zu Fuß unterwegs waren, war es gar nicht so leicht den richtigen Weg in der belebten Stadt zu finden. Nach einer Runde Umweg haben wir es aber geschafft und wir hatten einen tollen Ausblick auf die Stadt.

Am Nachmittag haben wir uns dann auf den Weg zum Zahntempel gemacht. Dieser Tempel ist im Buddhismus eine sehr wichtige Stätte. Jeder Buddhist soll diesen Tempel zumindest einmal in seinem Leben besucht haben. In dem Tempel wird der linke Eckzahn von Buddha aufbewahrt. Es handelt sich hierbei um eine richtige Tempelanlage. Das Hauptgebäude ist sehr groß, es gibt auch Nebengebäude und ein Museum über den Buddhismus. Alles ist sehr schön geschmückt und dekoriert. Viele Pilger kommen mit Blumen und Räucherstäbchen in den Tempel oder haben andere Opfergaben oder Wachs und Docht für Kerzen dabei. Um ca. 18:30 Uhr haben wir dann Trommeln gehört und eine Zeremonie hat begonnen. Zu dieser Zeit waren viele Leute im Tempel. Einige Mönchen sind einmarschiert und der Höhepunkt der Zeremonie war, dass das Fenster zur goldenen Schatulle, in der der Zahn liegt, geöffnet wurde. Alle wollten die Schatulle sehen. Es sind dann auch noch andere Räume geöffnet worden, die den restlichen Tag lang verschlossen bleiben. Der Tempel selbst und auch die Zeremonie waren für uns sehr beeindruckend und faszinierend. Es war ein schöner Tag und wir haben viel über den Buddhismus sehen und lernen dürfen.