Lahad Datu – ein unliebsamer Zwischenstopp in einer Stadt, die ihre guten Zeiten bereits hinter sich hat

Der Regenwald gefällt uns irrsinnig gut, wir wollten deshalb noch mehr sehen und haben uns einen besonders alten Regenwald herausgesucht. Im Internet war es aber sehr schwer eine Tour durch das so genannte Danum Valley zu finden. Wir haben uns deshalb entschieden in der nächstgelegenen größeren Stadt einen Stopp einzulegen. Dort wollten wir uns dann darum kümmern, in den Regenwald zu kommen.

Um von Kinabatangen nach Lahad Datu zu kommen, nahmen wir zuerst ein Privattaxi zur Hauptstraße – es gab keine andere Möglichkeit vom Fluss wieder zurück in die Zivilisation zu kommen. An dieser Hauptstraße haben wir dann an der Bushaltestelle gewartet und sind mit dem öffentlichen Bus nach Lahad Datu gefahren. Nach dem Einchecken haben wir uns gleich auf den Weg zu einem Reisebüro gemacht. Doch leider bekamen wir eine Absage – der erste Touranbieter hatte kein Zimmer frei. Es wurden uns jedoch zwei andere Anbieter empfohlen. Da Sonntag war, hatten die jedoch zu und wir konnten erst am nächsten Tag bei denen nachfragen.

Am nächsten Tag sind wir gleich in der Früh losgegangen. Ein Touranbieter hatte jedoch erst ab Nachmittag offen. Deshalb gingen wir zurück ins Hotel. Am Nachmittag gingen wir dann wieder los – doch der erste Touranbieter hatte leider nichts mehr frei. Wir gingen dann noch zu einem anderen und haben auch dort eine Absage bekommen. Ziemlich niedergeschlagen wussten wir nicht was wir tun sollen. In der Stadt fühlten wir uns überhaupt nicht wohl und wir wollten nicht länger warten, bis in den nächsten Wochen etwas frei wird. Wir gaben uns noch eine Chance und hofften, dass wir doch noch ein Last Minute Angebot erhalten. Deshalb blieben wir eine 2. Nacht in der Stadt.

Die Stadt war sehr alt und verdreckt. Wir haben uns überhaupt nicht wohl gefühlt. Alle Gebäude, die hier standen, waren sehr alt und schon ziemlich heruntergekommen. Wir fanden keine ordentlichen Restaurants oder Shops, die wir besuchen konnten. Das Einkaufszentrum, das wir um die Ecke hatten, war schon sehr alt und kaputt. Man merkt in dieser Stadt, dass die florierenden Zeiten der aufstrebenden Palmöl-Industrie vorbei sind und das ist auch gut so. Eigentlich sind wir ja sehr froh darüber zu sehen, dass die Rodung der Regenwälder, die noch übrig sind, verboten ist. Die noch übrigen Gebiete wurden geschützt. Es ist trotzdem traurig zu sehen, dass so viele Palmöl-Plantagen hier sind und in der Stadt haben wir uns auch einfach nicht wohlgefühlt – wir haben uns noch nie so gefreut, eine Stadt zu verlassen. Und außerdem waren wir sehr froh einen KFC zu finden – noch nie zuvor haben wir uns so über ein international bekanntes Restaurant gefreut.

Leider haben wir am nächsten Morgen keine Nachricht zu einem Last Minute Angebot erhalten. Wir wollten daher so schnell wie möglich von Lahad Datu weg. Da man online Flüge am gleichen Tag nicht buchen kann, fuhren wir zum Flughafen und buchten dort den nächstmöglichen Flug. Wir nahmen gleich den ersten Flug nach Kota Kinabalu, der am frühen Nachmittag startete. Dort sind wir eine Nacht geblieben. Erst am nächsten Tag flogen wir weiter in unsere Zielstadt, nämlich nach Kuching.

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