Bali 2.0 – ein kurzer Zwischenstopp, der sich wie nach Hause kommen anfühlt

Eine Woche mit gutem Wetter, interessanter Kultur aber traurigem Anblick des Meeres bzw. Strandes.

Eigentlich wollten wir nach Afrika Australien bereisen. Doch die Flüge von Südafrika nach Western Australia waren immens teuer – deshalb haben wir Flüge nach Bali gebucht und sind erst eine Woche später nach Australien geflogen. Dadurch konnten wir uns sehr viel Geld sparen und hatten noch eine Woche in Indonesien.

Die Anreise dauerte ziemlich lange. Wir flogen 9 Stunden von Kapstadt nach Doha, hatten dort eine längere Wartezeit und dann nochmal 9 Stunden von Doha nach Bali. Solche Anreisen sind ziemlich anstrengend und kräftezehrend. Doch als wir in Bali das Flughafen-Gebäude verlassen haben und die warme, feuchte und tropische Luft spürten und einatmeten, war alles vergessen. Es fühlte sich unglaublich gut an und wir hatten das Gefühl nach Hause zu kommen, all die Erinnerungen von unseren ersten 9 Monaten Reisen in Südostasien sind hoch gekommen und wir haben uns auf Anhieb total wohl gefühlt. Wir kannten den Flughafen und die Umgebung und haben wieder im gleichen Hotel genächtigt – all das machte es unglaublich schön wieder in Bali zu sein, wir fühlten uns unglaublich wohl.

In dieser Woche sind wir wieder in die Kultur eingetaucht. Wir haben köstliche traditionelle Speisen verzehrt und an den Straßen war überall alles wunderschön geschmückt, da ein Feiertag anstand. Wir haben uns auch einen Hahnenkampf angesehen, das gehört in Bali zur Kultur und alle Männer sind davon besessen und wetten um sehr viel Geld welcher Hahn den Kampf gewinnen wird – in solchen Runden sieht man keine Touristen, sondern nur Einheimische. Genau das lieben wir am meisten beim Reisen, komplett in die Kultur und das Leben der Einheimischen einzutauchen ist wunderschön und sehr horizonterweiternd.

Wir wollten uns auch den Ort ansehen, wo ganz viele Influencer zu Hause sind. Doch der Verkehr dorthin war ein Wahnsinn – es war kompletter Stau und total viel los. Wir hätten es zweimal probiert, dann aber aufgegeben und sind lieber auf einen Kaffee gegangen. Das Verkehrschaos in dieser Gegend war echt unglaublich und wir haben uns nur gedacht dort würden wir nicht wohnen wollen.

Natürlich sind wir auch wieder an den Strand und wollten schwimmen und surfen. Doch leider haben wir dafür eine sehr schlechte Jahreszeit erwischt. Es lag nicht am Wetter, auch in der Regenzeit war es herrlich schön. Doch die große Katastrophe war die Verschmutzung des Meeres. Man konnte nicht ins Meer gehen ohne gefühlt 1.000 Plastikmüll-Fetzen zu berühren. Wenn man auch nur die Füße hineinhielt, berührte man ständig Plastikmüll. Beim Surfen war das natürlich noch extremer und man berührte den Müll am ganzen Körper. Ich habe es nicht geschafft in diesem schmutzigen Meer schwimmen zu gehen. Diese Tatsache machte uns sehr traurig und nachdenklich – das Meer ist normalerweise ein wunderschöner Ort und großer Lebensraum für viele Tiere. Doch wenn man so viel Müll sieht, dann bekommt man richtig Angst um unseren Planeten und die Natur. Eine Australierin, die in Bali wohnt, hat mir dann erklärt dass dieser Müll großteils von den Balinesern selbst ist. Das ganze Jahr über schmeißen sie Müll in den Straßengraben. Und wenn in der Regenzeit überall viel Wasser ist, dann wird dieser Müll ins Meer geschwemmt und der Strand ist voll davon. Da muss noch viel Aufklärungsarbeit gemacht werden, um ein Umdenken erreichen zu können – hoffentlich passiert das rasch!

Trotz dem Müllproblem war die Woche in Bali wunderschön und ist sehr schnell vergangen. Wir würden jederzeit wieder einen Zwischenstopp in Bali in Kauf nehmen. 🙂

Garden Route – wo sich ein Lebenstraum erfüllt und wir von der Natur komplett überwältigt werden

Die Natur entlang der Küste war ein Traum und wir haben wieder ganz besondere Begegnungen mit afrikanischen Tieren gemacht.

Für 10 Tage nahmen wir uns ein Mietauto, um das ländliche Gebiet bzw. die südliche Küste Südafrikas zu entdecken. Ein kleiner weißer Suzuki Swift war das perfekte Auto dafür – komisch war allerdings, dass das Lenkrad auf der rechten Seite war, die Gangschaltung musste man mit der linken Hand betätigen und die Blicker mit der rechten. Der Linksverkehr ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, da auch im Auto alles umgekehrt als zu Hause ist, aber wir haben uns dann relativ schnell daran gewöhnt und alles ist gut gegangen.

Unser erstes großes Ziel war gleich einer der bekanntesten Orte von Südafrika bzw. ganz Afrika. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als wir in der Hauptschule davon gelernt haben, da habe ich mir schon gedacht „Irgendwann will ich dorthin“ und an diesem Tag hat sich mein Traum erfüllt – wir waren beim Kap der guten Hoffung! Es ist ein unbeschreibliches Gefühl wenn man einen so bekannten Ort dann tatsächlich bereist und die Umgebung fühlen kann. Das Wetter war der Wahnsinn, extrem windig – ich würde mich als Seefahrerin nicht trauen da in ein Boot zu steigen. Es sind in dieser Gegend auch tatsächlich viele Schiffe gekentert und wenn man da so steht und den Wind spürt, kann man sich das gut vorstellen und versteht auch warum dieses Kap „Kap der guten Hoffnung“ heißt.

Entlang der Garden Route haben wir mehrere Zwischenstopps gemacht. Wir haben die einzigartige Natur bewundert und genossen. Wir waren immer in Küstennähe und so haben wir in Hermanus einen tollen Klippen-Wanderweg entdeckt. Wir waren am südlichsten Punkt von Afrika, merkwürdig wenn man bedenkt, dass sich zumindest theoretisch hier der indische und atlantische Ozean treffen. Wir haben auch einen Leuchtturm besichtigt – das erste Mal war ich in einem Leuchtturm. Der Scheinwerfer da oben ist riesengroß, das kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man herunten steht oder einen Leuchtturm von der Ferne besichtigt.

In Mossel Bay hatten wir eine total coole Unterkunft, da haben wir in einem alten Zug geschlafen. Die Kabinen konnte man noch erkennen und die Aussicht auf das Meer war traumhaft. Wir konnten sogar vom Bett aus Delfine sehen, das war ein besonderes Highlight. Der wohl schönste Strand war in Wildernes. Wir haben noch nie einen so großen, breiten und weiten Strand gesehen. Es war allerdings wieder eine Klippe und man musste zuerst unzählige Treppen hinabsteigen um zum Meer zu gelangen. Von der Klippe oben hatte man dafür einen Traum-Ausblick und wir konnten ganz viele Delfine sehen, noch nie haben wir so viele Delfine auf einmal gesehen.

Der Nationalpark Robberg war auch ein tolles Ausflugsziel. Da ist eine ganze Landzunge ein Nationalpark und man kann über Sanddünen wandern, Seelöwen beobachten und im Meer schwimmen, das war wunderschön.

Gegen Ende unseres Roadtrips haben wir ein Sanctuary mit geretteten Tieren besucht. Dort haben wir viel über Wilderei und Gewalt gegenüber den afrikanischen Tieren gehört, das machte uns sehr traurig. Besonders gefährdet sind die weißen Löwen, weil die so selten sind – das ist sehr bedrückend. Ein geretteter weißer Löwe hat uns bei diesem Besuch ein besonderes Geschenk gemacht. Er hat anfangs geschlafen und ist dann ganz langsam entlang dem Zaun zu einem großen Holzgestell marschiert. Am Weg dorthin machte er schon Geräusche, doch als er dann ganz oben auf der Kante stand, da hat er so richtig gebrüllt, wie im Film bei „König der Löwen“. Ich bekam Gänsehaut. Der Löwe ist einfach der König aller Tiere, das spürt man, er strahlt so viel Macht aus. Dieser Moment war wirklich unbeschreiblich schön und werde ich nie vergessen.

Wir fuhren natürlich auch zu den Pinguinen. Die haben wir in Betty’s Bay besucht und es war so lustig. Noch nie haben wir wild und frei lebende Pinguine gesehen. Sie watscheln so lustig herum und man könnte die ganze Zeit lachen, wenn man sie beobachtet.

Als wir wieder nach Kapstadt zurückkamen, waren wir sehr froh, dass unser Roadtrip gut verlaufen ist. Wir haben uns glücklicherweise auch immer sicher gefühlt außer in Port Elizabeth, dort war die Stimmung komisch. Ansonsten war überall alles sehr liebevoll und schön hergerichtet und man fühlte sich als wär man in England und nicht Südafrika, denn wir haben auch hauptsächlich weiße Menschen getroffen und gesehen.

Die letzten Tage in Afrika haben wir in Kapstadt verbracht. Wir gingen auf den Lion’s Head wandern und genossen den wundervollen Ausblick. Wir haben auch in der Mall bei der Waterfront gemütlich flaniert und uns dann sogar den Kinofilm „Avatar 2“ angesehen – das war total cool.

Irgendwie fühlte es sich schlussendlich komisch an, dass wir nach 2,5 Monaten den Kontinet Afrika verlassen. Wir haben auf diesem Kontinent so viele wunderbare Begegnungen gemacht, mit Tieren und Menschen. Die Natur ist ein Traum und das Schlafen im Zelt hat uns total gut gefallen. Danke für die schöne Zeit auf dem wahrscheinlich schönsten Kontinent der Welt, danke Afrika – bis zum nächsten Mal.

Kapstadt – ein toller Start in das Jahr 2023

Den Jahreswechsel unserer Weltreise haben wir in einer sehr bekannten aber durchaus besonderen Stadt verbracht.

Nach der langen Zeit in der Gruppe haben wir uns sehr darauf gefreut wieder unabhängig und flexibel reisen zu können. Die Gruppenreise mit dem Overland-Safari-Truck war jedoch trotzdem die beste Entscheidung, die wir treffen hätten können. Denn ohne der Gruppe hätte wir nicht so viele afrikanische Länder bereist und wir haben auch Freunde fürs Leben gefunden – dafür sind wir sehr dankbar.

Um Kapstadt gleich ein bisschen kennen zu lernen, machten wir eine Free Walking Tour. In Städten ist das immer eine hervorragende Idee, um in kurzer Zeit und auf Basis von Spenden einen guten Überblick zu bekommen. Wir haben sehr viel über die Geschichte und Gebäude der Stadt erfahren – das war aufgrund der Vergangenheit bzw. Zeit der Apartheid sehr interessant. Etwas beunruhigend war jedoch, dass unser Guide so nervös bzgl. Diebstahl war – das machte mich auch ganz nervös. Glücklicherweise ist aber nichts passiert.

Das neue Jahr 2023 haben wir sehr sportlich begonnen. Wir haben den berühmten Tafelberg bestiegen. Leider haben wir den Fehler gemacht, dass wir nachmittags hochgingen – es war daher ziemlich heiß und anstrengend aber umso schöner war es als wir oben ankamen. Noch nie in meinem Leben habe ich so einen einzigartigen Berg bestiegen. Von oben hatten wir einen traumhaften Ausblick auf die Stadt und das Meer und da der Tafelberg oben so flach ist wie ein Tisch, hat man nicht das Gefühl auf einen Gipfel zu sein weil die flache Ebene oben so groß ist.

Am 2. Jänner war Kapstadt in einem völligen Ausnahmezustand. Es wurde nämlich der Feiertag der Sklaven gefeiert und in der ganzen Stadt fand ein riesengroßer Karneval-Umzug statt. Früher hatten die Sklaven nur einmal im Jahr, am 2. Jänner frei und konnten feiern wie sie wollten und daran wird bis heute gedacht und deshalb auch gefeiert. Die Einheimischen haben entlang der Straße Pavilions aufgestellt und dort den ganzen Tag verbracht und gefeiert. Es war ein total interessantes Spektakel.

Ein paar Tage später hatten wir unseren ganz persönlichen Feiertag. Am 4. Jänner 2023 hatten wir Jahrestag unserer Weltreise. Unglaublich, dass wir nun schon ein Jahr unterwegs waren. Wir sind so froh, den Schritt gewagt zu haben und unendlich dankbar für all die Erfahrungen und Erlebnisse, die wir gemacht haben. Jeder Tag war ein kleines Abenteuer und so schön. Zur Feier des Tages waren wir in einem Café, das in einer aktiven Kirche ist. Das war ein sehr spannendes Gefühl in einer Kirche gemütlich Kaffee zu trinken.

Die Atmosphäre und Stimmung hier in Kapstadt ist generell sehr besonders – ich war noch nie in so einer verrückten Stadt. Einerseits ist alles sehr schön, sauber und gut erhalten. Es gibt viele richtig schöne Gebäude. Auf der anderen Seite ist aber alles komplett eingezäunt und abgesichert – es scheint so, als würde es viele Einbrüche geben. Die Leute sind teilweise extrem nett, freundlich und hilfsbereit. Man sieht aber auch viele Obdachlose und Arme. Der Kontrast und Unterschied ist hier wirklich extrem und habe ich so noch nirgends erlebt. Der Grund dafür ist die Zeit der Apartheid. Ich habe das Gefühl, dass diese Zeit noch immer nicht ganz geheilt wurde. Unser Guide der Free Walking Tour hat uns auch erzählt, dass die aktuelle politische Lage seit Nelson Mandela nicht mehr Präsident ist wieder sehr bedenklich ist. Das macht mich sehr traurig.

Bei unserem Ausflug zur Robben Island haben wir noch näher mit der Geschichte von Südafrika auseinander gesetzt. Diese Insel wurde früher als Gefängnis genutzt und unser Guide war damals als Sträfling in dem Gefängnis. Er hat uns genau zeigen können, in welcher Zelle er saß und was passiert ist – das von einem echten Zeitzeugen zu hören, ist unglaublich beeindruckend aber auch beängstigend. An seinen Worten spürte man, dass die Wunden noch tief sitzen und ich hatte extrem Mitleid. Die Gefangenen waren großteils aus politischen Gründen eingesperrt worden und haben keine Gewalttaten verübt. Deshalb bekamen sie auch politische Erziehung, die Zelle von Nelson Mandela haben wir auch gesehen – die war natürlich bei den Besuchern am beliebtesten.

Nach diesen Erlebnissen in Kapstadt sind unsere letzten Tage am Kontinent Afrika angebrochen – was wir da noch alles erlebt haben, kommt im nächsten Beitrag.

Südafrika – ein paar letzte gemeinsame Tage, die letzte Nacht im Zelt und dann war die Overland-Safari auch schon zu Ende

Im letzten afrikanischem Land verbrachten wir noch ein paar Tage mit der Gruppe, zu Silvester wurden wir jedoch sehr enttäuscht.

Kurz nach Weihnachten haben wir dann die letzte afrikanische Landesgrenze überquert. Wir haben unser 20. Weltreise-Land und das 9. afrikanische Land betreten: Südafrika. Über den Kontinent Afrika hört man leider immer wieder schlimme Dinge. Manche Touristen und Touristinnen haben nicht schöne Erfahrungen gemacht. Das Land Südafrika hat jedoch einen ganz extrem schlechten Ruf. Wir haben auch tatsächlich Erzählungen von Betroffenen gehört, die einem Schauer über den Rücken jagen. Unser Gefühl beim Betreten des Landes war deshalb dementsprechend angespannt.

Die letzten gemeinsamen Tage als Gruppe mit dem Truck standen an. Wir haben noch auf einem wunderschönen Campingplatz gecampt. Irgendwie waren wir traurig, dass bereits die letzte Nacht im Zelt vor uns lag. Ungefähr 2 Monate war genau dieses Zelt unser einziger Platz, in dem wir Privatsphäre hatten. Im Truck, beim Kochen und den Ausflügen waren wir immer in der Gruppe. Wir haben noch ein letztes Mal gemeinsam gekocht, Abend gegessen und am nächsten Tag gefrühstückt. Das war wunderschön, die letzte Nacht im Zelt und mitten in der Natur haben wir auch richtig genossen.

In Stellenbosch machten wir dann für 2 Nächte einen Halt. Dort fielen uns sofort die hohen Sicherheitsvorkehrungen gegenüber der herrschenden Kriminalität auf. Wir durften überhaupt nichts im Truck lassen. Alle Häuser, sowohl private als auch öffentliche Gebäude, sind mit elektrischen Zäunen gesichert. Es gibt überall ca. 2 Meter hohe Mauern und über diesen Mauern sind die elektrischen Drähte, teilweise in 10er Reihe, gespannt. Hier in Südafrika wird Privatbesitz besser gesichert als bei uns daheim die Weiden der Tiere. Das ist wirklich ein sehr merkwürdiges Gefühl und man fragt sich, was hier alles passiert, dass solche Vorkehrungen nötig sind. Wir versuchten uns jedoch nicht verrückt zu machen und nicht zu viel darüber nachzudenken.

Stellenbosch ist bekannt für seine Weingärten und deshalb sind wir herumspaziert und haben uns einen Weingarten näher angesehen. Die Landschaft dort ist sehr schön und es erinnerte uns alles sehr an die österreichische Landschaft. Es sind auch einige sehr schöne Gebäude zu sehen. Nach 2 Monaten hatten wir hier in Stellenbosch auch wieder einmal die Möglichkeit in richtige Restaurants oder Cafés zu gehen. Am Anfang war das richtig komisch für uns, denn in den ärmeren afrikanischen Ländern hatten wir solche Lokale nie gesehen. Die zwei Tage dort sind schnell vergangen und dann fuhren wir schon in unsere letzte Stadt: Kapstadt.

Nun sind endgültig die letzten zwei Tage mit der Truck-Gruppe angebrochen. Wir waren in einem Hostel untergebracht und gingen zu Silvester ein letztes Mal gemeinsam Mittag essen. Wir verabschiedeten uns von unserem Tourguide und dem Truck-Fahrer und es war teilweise richtig emotional, da uns manche Personen sehr ans Herz gewachsen sind.

Silvester verbrachten wir mit unseren Truck-Leuten aber ohne den afrikanischen Guides auf einem Silvester-Partyboot. Wir sind um ca. 21 Uhr ins Meer rausgefahren und haben eine Runde gedreht – die schönen Lichter von der Stadt konnten wir sehen. Genau um 0:00 Uhr mussten wir jedoch aus Sicherheitsgründen angelegt am Hafen sein. Wir waren alle am oberen Deck und konnten die vielen Menschen auf der Promenade sehen. Alle haben auf ein spektakuläres Feuerwerk gewartet. Doch es wurden alle enttäuscht, es gab kein Feuerwerk. Nicht einmal eine einzige Rakete wurde geschossen. Alle waren sehr verwundert und traurig. Die Leute und auch wir, gingen deshalb nach Hause bzw. in die Unterkunft. Erst nach späterer Recherche haben wir erfahren, dass bereits seit 2019 sämtliche Feuerwerke verboten sind. So ein komisches Silvester habe ich noch nie erlebt, denn die Erwartungen von einem spektakulären und großem Feuerwerk in Kapstadt wurden komplett enttäuscht.

Namibia – ein vielfältiges Land, indem wir erstmals Weihnachten im Ausland und in der Hitze gefeiert haben

So viel durften wir hier erleben und sehen, doch Weihnachten war dann doch nicht so schön, wie daheim.

Der erste Stopp in Namibia war der Besuch eines Meteorits. Das war bereits das erste besondere Erlebnis. Man konnte sich nämlich auf dem großen „Stein“ aus dem All stellen und an einer bestimmten Stelle hörte man sein eigenes Echo. Das konnte man jedoch nur selbst hören, alle anderen rundherum hörten das Echo nicht. Es war sehr spannend diesen Riesen aus dem All sehen zu dürfen. Eigentlich ist es ja auch kein Stein sondern ein großes Metallstück – das war wirklich sehr spannend.

Zwei Nächte durften wir dann wieder in einem Nationalpark verbringen. Der Ethosha Nationalpark ist sehr einzigartig, da er so viele Wasserlöcher hat. Besonders in der Früh, am Abend und während der Nacht tut sich an den Wasserlöchern sehr viel, weil die Tiere trinken gehen müssen. Wir haben wieder alle Safari-Tiere gesehen. Besonders am Abend war es spannend eine Elefanten-Herde beobachten zu dürfen. Wir haben auch Nashörner und Giraffen am Wasser gesehen. Bei der Nacht-Safari haben wir außerdem eine Eule entdeckt. Es war wunderschön auch wieder eine Löwen-Familie zu sehen. Die Safaris waren einfach immer das Highlight und wir haben uns immer sehr gefreut, wenn wir Tiere entdeckt und gefunden haben.

Erstmals waren wir in Namibia auch in einer privaten Safari-Farm. Das kann man sich so vorstellen, dass ein riesengroßes Stück Land im Privatbesitz ist. In diesem Gelände werden dann die wilden Tiere völlig frei und wie in ihrem natürlichen Umfeld gehalten. Im Endeffekt ist es wie ein Nationalpark, der privat geführt wird. Zu Beginn waren wir etwas sketpisch, nach dem Besuch sind wir aber sehr positiv gestimmt. Wenn die Besitzer das Wohl der Tiere an erster Stelle stehen, dann geht es den Tieren hier extrem gut. Wir machten auch hiere eine Safari und haben eine Praxis besucht, in der die Wildtiere behandelt werden, wenn sie Verletzungen haben. Außerdem hat die Farm einige Geparde gerettet und die konnten wir aus der Nähe besonders gut beobachten.

Bei einer großen Felsformation machten wir auch Halt. Wir fuhren vorher und nachher in der flachen Wüste herum, doch plötzlich ragen riesengroße Steine in den Himmel. Spitzkoppe werden diese Formationen genannt und wir durften hier in völliger Wildnis und Freiheit bei wunderschönem Sternenhimmel campen. Das war unglaublich schön und sehr romantisch. Wir machten am Abend noch schönes Lagerfeuer und beobachteten die Sterne. Natürlich haben wir vor Einbruch der Dunkelheit auch noch versucht einen Berg zu erklimmen, doch es war leider zu steil und gefährlich ganz an die Spitze zu kommen. Die Wanderung, die eher eine Kletterung war, hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht.

In Swakopmund haben wir dann den ersten Fallschirmsprung in unserem Leben gemacht. Bereits vor unserer Weltreise haben wir darüber gesprochen, dass wir auch mal etwas mit einem richtigen Adrenalinschub machen wollen. Hier in Namibia war es dann soweit. Drei KollegInnen von der Gruppe waren auch dabei und deshalb war es noch viel lustiger und die Erfahrung viel intensiver. Vor uns war John an der Reihe und bevor wir sprangen, haben wir gesehen wie er in der Luft zu Boden gegleitet ist – das war sehr aufregend. Im zweiten Flugzeug waren dann René und ich. Wir flogen mit einer kleinen Maschine auf ca. 3.000 Meter Höhe und dann sprangen wir. Der beängstigenste Augenblick waren die Sekunden an der Kante vom Flugzeug. Ich habe schon in die Tiefe geschaut und nur wenige Sekunden später bin ich mit meinem Begleiter im freien Fall auf die Erde zugerast. Nur kurz hatte ich komische Gedanken und ich fragte mich selbst warum ich das jetzt tue, aber als dann der Fallschirm aufging und wir richtig schön flogen, konnte ich es sehr genießen zu Boden zu gleiten. Ich konnte die Umgebung mit Wüste und Meer vom Himmel aus beobachten und genießen – das war wirklich wunderschön.

Die Wüste von Namibia haben wir uns dann auch noch aus der Nähe angesehen. Wir haben bereits von der Ferne große Sanddünen gesehen und durften auch ein bisschen herumwandern. Wir gingen auch zu einem ausgetrocknetem See. Dort ist der Sand komischerweise weiß und rundherum ist der Wüstensand komplett rot – diese Naturfarben gemeinsam mit den über 1.000-jährigen ausgetrockneten Bäumen zu sehen, war unglaublich beeindruckend.

Am heiligen Abend durften wir dann eine große Sanddüne besteigen. Wir starteten vor Sonnenaufgang und konnten dann oben direkt auf der Kante den Sonnenaufgang beobachten – so hat unser Weihnachten heuer begonnen. Die Stimmung und Atmosphäre mitten in der Wüste war unglaublich schön, der Aufstieg jedoch ganz schön anstrengend – im Sand auf einen Berg zu gehen ist nicht einfach. Danach fuhren wir weiter zu einem Canyon und am Abend lag unser Campingplätz bei einer heißen Quelle. Ziemlich unspektakulär und ohne große Besonderheiten ging unser heiliger Abend zu Ende. Das war dann doch etwas komisch. Normalerweise ist besonders der Abend zu Weihnachten für mich etwas ganz besonderes und es hat sich nicht wie Weihnachten angefühlt.

Da die Amerikaner, Australier und Kanadier erst am 25. Dezember Weihnachten feiern, hatten wir an diesem Tag unseren Feiertag. Unser Guide hat den Truck weihnachtlich dekoriert und wir hatten nicht viel am Programm sondern genossen einfach die Zeit am Pool neben einem Fluß. Am Abend gab es dann ein Christmas-Dinner. Das war alles sehr schön und gut, aber es war nicht wirklich Weihnachten. Die Weihnachtslieder haben nicht zu dem heißen Wetter gepasst und generell war es komisch, dass ich zu Weihnachten geschwitzt habe und mich nicht daheim auf die Couch gekuschelt und mich am Ofen gewärmt habe. Es war eine spannende Erfahrung, Weihnachten im Ausand zu bringen, aber daheim ist das viel schöner.

Wie ihr nun gelesen habt, ist Namibia unglaublich abwechslungsreich und hat extrem viel zu bieten. Die Zeit ist sehr schnell vergangen und wir durften wieder so viele schöne Dinge erleben, dafür sind wir so dankbar.

Botswana – hier können wir von der Natur und den Tieren nicht genug bekommen

Die Naturerlebnisse hier machen Botswana zu unserem afrikanischem Lieblings-Land.

Dieser Beitrag über Botswana hat wieder sehr viele Fotos. Ich tu mir so schwer die Fotos auszusortieren, weil ich mit jedem Foto so schöne Erlebnisse verbinde.

Eigentlich hatten wir in Botwana nur zwei richtige Stopps, die hatten es aber so richtig in sich. Zuerst hielten wir beim Chobe Nationalpark. Am Morgen machten wir in diesem Nationalpark eine Safari mit dem Auto. Wir entdeckten wieder einmal die so seltenen afrikanischen Wildhunde. Wir haben aber auch Büffel, Giraffen, Elefanten, Mungos, Schakale und Vögel entdeckt. Witzig war auch, dass wir an diesem Tag sehr viele Jungtiere gesehen haben. Wir nannten diese Safari daher Baby-Safari. Es war wieder einmal unglaublich cool und wunderschön so viele Tiere zu sehen.

Am Nachmittag haben wir dann eine sehr einzigartige Safari gemacht. Wir fuhren nämlich mit dem Boot durch den Nationalpark und machten uns auf die Suche nach Tieren. Auch dieser Ausflug war extrem erfolgreich, obwohl es wie aus Kübeln geschüttet hat. Wir sahen Nilpferde, Krokodile, Kudus und sogar drei Löwinnen haben wir vom Wasser aus gesehen. Die waren sogar aktiv und wollten Antilopen jagen, haben es aber leider nicht geschafft. Die Bootstour war unglaublich schön und der Baby-Tag hat sich fortgesetzt.

In Botswana haben wir außerdem auch vom Truck aus, während unserer Fahrten von Stopp zu Stopp, Tiere wie Straußen und Elefanten gesehen. So waren auch die „normale“ Fahrte eine wunderschöne Safari.

Als nächstes verbrachten wir drei Tage im Okavango Delta und das war mit Abstand die beste Camping-Zeit in ganz Afrika. Zuerst wurden wir mit all unserem Gepäck auf ganz kleinen Booten in das Delta gebracht. Mitten in unberührter Natur bauten wir dann gemeinsam mit dem Einheimischen einen Campingplatz auf. Es mussten Äste ausgehackt werden, damit wir einen schönen Platz für alle zum Essen und Kochen bekamen. Es war so cool einfach mitten in der Natur das Zelt aufzuschlagen. René und ich, wir haben uns einen ganz tollen Platz mit der Tür in Richtung der Natur ausgesucht. Wir wollten die Möglichkeit haben rausschauen zu können, falls wir in der Nacht Tiere hören.

Die Safaris fanden dann zu Fuß statt und wir haben tatsächlich mehrere Tiere zu Fuß entdeckt: Zebras, Giraffen, Pumbas, Nilpferde und Antilopen. Wir haben aber auch Spuren und Fußabdrücke von Elefanten, Giraffen und Leoparden gesehen. Außerdem haben wir viele Knochen und Tierreste entdeckt. Es war unglaublich schön und noch einmal ganz etwas anderes komplett ohne Schutz nur zu Fuß in der Natur herumzulaufen. Am liebsten wären wir noch einige Tage länger geblieben und hätten die Natur weiter genossen. In der Nacht haben wir immer Löwen brüllen gehört. Eine Nacht haben wir auch lautes Zebra-Getrampel gehört – die wurden sicher von jemanden gejagt. Alles war so unglaublich spannend und aufregend, gleichzeitig aber wunderschön. René hat leider auch eine nicht so schöne Begegenung gemacht. Die Burschen fanden ein Baby-Zebra, das behinderte Füße hatte. Die Mutter hat es nie aus den Augen gelassen, aber leider konnte es mit der Gruppe nicht wirklich mithalten. Das Baby ist dann dem Führer nachgelaufen – als wollte es Hilfe. Leider konnten wir aber nicht helfen und möglicherweise holt sich bald eine große Katze dieses Baby-Zebra als Futter.

Zum Frühstück und Abendessen wurde am offenen Feuer gekocht und am Abend wurde dann auch gesungen und getanzt. Leider sind die drei Tage viel zu schnell vergangen – René und ich wären gerne noch wochenlang in diesem Delta geblieben. Es gefällt uns so gut mitten in der Natur zu sein und ständig wilde Tiere um sich zu sehen und hören – ich kann nicht beschreiben wie cool dieses Erlebnis in dem Okavango Delta war. Schau dir einfach die Fotos an, um einen besseren Einblick zu bekommen.

Simbabwe – ein sehr abwechslungsreicher Aufenthalt im Heimatland unseres Guides

Hier erwarteten uns viele Programmpunkte. Wir lebten auf einem Hausboot, bekamen Ruinen zu sehen, gingen zu Fuß auf Safari und sahen riesengroße Wasserfälle.

In Malawi und Sambia waren wir jeweils nur ein paar Tage. Im Heimatland unseres Guides Peter durften wir jedoch mehr Zeit verbringen. Es war sehr schön zu sehen, wie er sich gefreut hat, wenn er über sein Land gesprochen hat. Er hat auch immer auf witzigste Weise erzählt, dass die Wirtschaft in seinem Land ziemlich am Boden ist – sie schaffen es nämlich seit Jahren nicht eine stabile Währung zu haben. Es war jedoch schön zu sehen, dass er darüber lachen konnte und für uns war es spannend dieses Währungs-Chaos erleben zu dürfen. Der Wechselkurs schwankt nämlich extrem schnell und ist sehr volantil. Deshalb haben wir hier alles in US-Dollar bezahlt und die Shops haben auch am liebsten den US-Dollar angenommen.

Das erste Abenteuer in Simbabwe war eine Hausboottour mit zwei Übernachtungen am Kariba See. Es war sehr cool, mal den Truck und das Zelt gegen ein privates Boot zu tauschen. Wir hatten Kabinen, in denen wir nächtigten und am Deck konnten wir die freie Zeit genießen und dort oben haben wir auch gefrühstückt und Abend gegessen. Tagsüber haben wir die wunderschöne Natur genossen – wir konnten vom Hausboot aus Tiere wie Elefanten und Nilpferde beobachten.

Insgesamt dreimal machten wir auch eine Tour mit einem kleinen Boot. Dabei suchten wir die Tiere und wir konnten aufgrund des kleinen Bootes viel näher kommen. Die erste Runde war am besten – wir haben so viele und auch richtig große Krokodile gesehen. Überall am Ufer konnten wir sie sehen. Auch Nilpferde waren sehr oft zu sehen und wir hatten teilweise auch ein bisschen Angst, dass sie uns nicht angreifen, denn unser kleines Boot würde ein großes und starkes Nilpferd leicht zum Kentern bringen. Glücklicherweise ist aber nichts passiert und wir konnten die unberührte Natur genießen.

Am nächsten Tag hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang. Zuvor sind wir wieder mit einem kleinen Boot am See herumgefahren und wir haben zwei Elefanten aus der Nähe zu Gesicht bekommen. Der Gucker ist wie auf allen Safaris natürlich auch hier wieder im Einsatz und ich war sehr froh, dass wir ihn hatten. So konnten wir die Tiere nämlich noch genauer anschauen und beobachten. Die Zeit am Hausboot ist sehr schnell vergangen und wir hatten alle sehr viel Spaß. Es ging dann mit dem Truck wieder weiter. Eine Nacht schliefen wir bei einer wunderschönen Höhle mit kristallklaren blauen Wasser.

Den nächsten Halt machten wir in einer geschichtsträchtigen Gegend. Wir bekamen eine Führung in der Ruinenstadt Great Zimbabwe, von der das Land seinen Namen erhalten hat. Simbabwe bedeutet nämlich große Steinhäuser. Die Bauten sind teilweise noch richtig gut erhalten und wir konnten viel sehen.

Obwohl uns auch die Geschichte sehr interessiert, haben wir uns gefreut, dass wir wieder mit Tieren in Kontakt kamen. Wir haben wieder komplett wild mitten in der Natur gecampt und wir machten die wohl gefährlichste Safari unserer gesamten Reise. Zu Fuß machten wir uns nämlich auf die Suche nach Nashörnern. Ein Nashorn wiegt ca. 2-3 Tonnen und kann innerhalb von Sekunden bis zu über 40 km/h laufen. Das zu wissen, machte mir schon Sorgen. Als wir den 4 Riesen dann aber auf nur wenige Meter gegenüber standen, war ich sprachlos. Die Tiere sind sehr beeindruckend, bewegen sich nur sehr langsam und ruhig. Es war unglaublich so nahe zu sein. Aber ich hätte mich am Jeep wohler gefühlt. Zweimal haben die Weibchen nämlich ein paar schnelle Schritte auf uns zu gemacht und das war wirklich beängstigend. Ich bin auch der Meinung, dass solche Touren gar nicht angeboten werden sollen. Ich finde, wir waren den Tieren viel zu nahe und es wäre besser sie nur aus der Ferne zu beobachten. Dennoch bin ich froh, dass ich die Nashörner gesehen habe, denn sie stehen auf der Liste der gefährdeten Tiere ganz oben. Unser Führer denkt, dass wir in 10 Jahren alle Nashörner ausgerottet haben. Es gibt so viele Wilderer, die die Hörner haben wollen. In China und Vietnam wird das Pulver nämlich als Heilmittel teuer verkauft.

Schlussendlich war unser letzter Halt in Simbabwe bei den Victoria Falls. Dieser Wasserfall ist der zweithöchste auf der ganzen Welt und hat ca. 100 Meter. Es war beeindruckend das ganze Wasser in die Tiefe sausen zu sehen. An der Stelle, an der der Wasserfall am stärksten war, wurden wir sogar komplett nass, weil es so gespritzt hat. Das war wirklich lustig.

Sambia – ein kurzer Aufenthalt mit vielen teilweise frechen Tieren

In diesem Land haben wir zwar nur ein paar Tage verbracht aber trotzdem wieder viele tolle Tiere gesehen.

Nach Malawi kam uns Sambia sehr modern vor. Das Gebäude an der Grenze war ziemlich neu und modern. Alles wurde sehr rasch und unkompliziert abgewickelt. Die einzigen, die etwas länger auf den Pass warten mussten, waren René und ich. Österreich ist nämlich oft zu unbekannt – an dieser Grenze wussten die Beamten zum Beispiel nicht wo Österreich liegt, deshalb haben sie es gegoogelt. Als wir dann gesagt haben, dass wir zur EU gehören, war alles in Ordnung. Die Tatsache, dass unser Land international gesehen sehr unbekannt ist, ist auch eine extrem interessante Erfahrung für uns.

Obwohl am Anfang alles sehr schön und modern gewirkt hat, haben wir aber auch gesehen, dass die Leute am Land noch sehr ursprünglich und einfach leben.

In Sambia nächtigten wir sehr nahe am Eingang des South Luangwa Nationalpark. Der Campingplatz war wunderschön – wir haben die Morgen- und Abendstimmung am Ufer des Flusses sehr genossen. Am Campingplatz war auch ein ziemlich großer Pool, in dem wir uns abkühlen konnten.

Im Nationalpark machten wir eine Safari am Tag und eine am Abend. Am Tag sahen wir wieder sehr viele Tiere: Elefanten, Antilopen, Pumbas, Nilpferde usw. Wir haben auch sehr schöne Vögel gesehen. Die Tiere, die am besondersten waren, waren aber die afrikanischen Wildhunde – die sieht man anscheinend nur sehr selten. Sie sehen aus wie Haushunde, haben aber ein total schön geflecktes Fell. Die Safari am Abend war fast noch beeindruckender als die am Tag. Die Tiere sind in den Abendstunden aktiver, weil es kühler ist. Wir haben gesehen wie die Nilpferde ihre großen Mäuler öffneten, das war sehr beeindruckend. Auch die afrikanischen Wildhunde haben wir wieder entdeckt – diesmal waren sie im Gesicht ganz blutverschmiert. Die dürften kurz zuvor gespeist haben. Generell war es sehr spannend in der Nacht mit einem großen Scheinwerfer herumzufahren und Tiere zu suchen.

Auf unserem Campingplatz bekamen wir auch immer wieder Besuch von vielen Affen. Die waren so frech, dass sie sogar unser Essen gestohlen haben. Wenn niemand da war, haben sie alles gefressen, was sie finden konnten. Zweimal sind sie sogar in unseren Truck eingebrochen und haben nach Futter gesucht. Einer Australierin hat ein Affe den Apfel direkt aus der Hand gestohlen – diese Affen waren wirklich sehr frech und überhaupt nicht geschreckt oder schüchtern. Sie haben sehr viel Essen von uns allen gestohlen.

Ansonsten haben wir die freie Zeit am Campingplatz sehr genossen. Dieser Aufenthalt war auch der einzige große und wichtige Programmpunkt in Sambia. Wir machten uns dann gleich wieder auf den Weg in das nächste afrikanische Land.

Malawi – hier sehen wir wie die Menschen in Afrika wirklich leben

Malawi gilt als eines der ärmsten Länder auf der ganzen Welt – das sieht man auch in allen Bereichen. Die Menschen zählen dafür aber zu den freundlichsten auf der ganzen Welt.

Dass es ein Land mit dem Namen „Malawi“ gibt, wusste ich vor unserer Afrika-Reise gar nicht. Bei der Durchreise verstand ich auch warum. Malawi gilt als eines der ärmsten Länder auf der ganzen Welt und ist deshalb sehr unbekannt. Die Menschen leben nur in kleinen Hüttchen – nur manche können sich kleine gemauerte Häuser leisten. Trotzdem hatten wir eine wunderschöne Zeit dort und nehmen beeindruckende Erlebnisse mit, die Menschen sind nämlich am freundlichsten, verglichen zu allen anderen Ländern, die wir besucht haben.

Gleich nach der Grenze haben uns alle Bewohner freundlich zugewinkt und die Kinder und Erwachsenen hatten ein freundliches Lächeln im Gesicht. Wir wurden also sehr positiv und herzlich willkommen geheißen. Der Malawi-See ist der drittgrößte See in ganz Afrika und am Ufer dieses Sees haben wir unsere Nächte verbracht. Das war sehr schön und wirklich angenehm. Da der See so groß ist, hatte man das Gefühl am Meer zu sein.

Das wohl spannendste und interessanteste in Malawi war unser geführter Spaziergang durch ein Dorf. Es wurde uns die Küche der Bewohner gezeigt – das ist einfach eine Feuerstelle im Freien, auf der ein großer Kochtopf steht. Wir sahen auch die Hühnerställe, die hoch sind, da die Hunde viele Hühner fressen. Die Hühner sind aber für die Menschen sehr wichtig, denn das ist das einzige Fleisch, das sie manchmal essen können. Normalerweise wird Brei aus Cassava gegessen, das ist eine Pflanze, die wie die Kartoffel wächst. In jedem Dorf gibt es dann auch eine manuelle Wasserpumpe. Täglich müssen die Kinder und Frauen das Wasser heraufpumpen und dann nach Hause tragen, damit gekocht und getrunken werden kann. Wenn man nicht mit eigenen Augen sieht wie die Menschen hier leben, kann man es sich nur sehr schwer vorstellen.

Am beeindruckensten war für mich der Besuch in der Volksschule. Sofort wurden wir von den Kindern empfangen und alle wollten unsere weiße Haut berühren. Es hat nicht lange gedauert und jeder hatte mehrere Kinder an beiden Händen hängen. Die Kinder waren sehr lieb und freundlich. Wir haben dann erfahren, dass die Kinder in der Schule Cassava-Brei bekommen, weil sie meist hungrig in der Schule erscheinen – die Familien haben oft nicht genügend Essen für die ganze Familie. In einer Klasse sind mehr als 100 Kinder, das ist für uns unglaublich. Hier funktioniert das aber sehr gut, denn die Kinder sind ehrgeizig und sie wissen, dass Bildung die einzige Möglichkeit ist, aus der Armut herauszukommen. Das war wirklich sehr beeindruckend und ich würde mir wünschen, dass Bildung bei uns auch so wertgeschätzt wird. Es gibt auch eine Schuluniform und alle Kinder müssen sehr kurz geschnittene Haare haben, damit mögliche Läuse und Flöhe nicht weitergegeben werden. Die Schuluniform soll dazu beitragen, dass nicht sofort ersichtlich ist wie arm die Herkunftsfamilie ist. Schultaschen gibt es nicht – Kinder aus besseren Verhältnissen haben eine kleine Tasche oder einen kleinen Rucksack. Manche Kinder haben aber auch nur ein Plastiksackerl mit 1 Heft und 1 Stift. Mehr Materialien können sich die Familien nicht leisten. All diese Eindrücke stimmen mich noch immer sehr nachdenklich. Ich bin unglaublich froh, dass ich den Besuch in der Schule erleben durfte und ich weiß, dass mich dieses Erlebnis in gewisser Weise verändert hat.

Ein weiteres sehr beeindruckendes Erlebnis war dann der Besuch in dem so genannten Krankenhaus. In diesem Ort wird es Krankenhaus genannt, bei uns würde sich niemand in so einem Krankenhaus behandeln lassen. Es ist hier auch nur ein medizinischer Assistent – Ärzte findet man erst in einem ca. 6 Stunden entfernten größerem Krankenhaus. Die Menschen sind aber sehr froh, dass sie diese Institution haben. Malaria ist nämlich sehr weit verbreitet, wirklich gefährlich und hier bekommen die Patienten Hilfe. Wir haben einen Burschen kennen gelernt, der aufgrund von Malaria nun phsychische Störungen hat, das war sehr traurig. Auch andere Einheimische haben uns erzählt, dass sie schon mehrmals Malaria hatten. Besonders für kleine Kinder und Babys ist die Krankheit lebensbedrohlich. Zum Glück werden von der Regierung teilweise Moskito-Netze verteilt, um vorbeugen zu können. HIV und Aids ist auch ein großes Problem, deshalb werden Kondome ausgeteilt und es gibt gratis Beratung hinsichtlich Familienplanung. Nicht selten werden nämlich Mädchen vergewaltigt und bekommen ganz bald, also schon mit 13 oder 14 Jahren Kinder. Wir durften dann auch den Raum sehen, in dem Kinder geboren werden. Hier stehen zwei Betten mit harten Matratzen – sehr viel mehr Hilfsmittel gibt es nicht. In dem Raum, in dem sich die Frauen von der Geburt erholen können, stehen 6 Betten, jeder muss aber das Bettzeug von zu Hause mitnehmen.

Auch bei diesem Besuch wurde ich sehr nachdenklich und ich bin so unglaublich froh, dass ich in Österreich geboren wurde. In Österreich geht es uns so viel besser. Ich habe das Gefühl, dass es uns teilweise sogar zu gut geht, denn bei uns wird oft nicht geschätzt, was wir alles haben und bekommen. Wenn man jedoch einmal selbst sieht wie arm und hilflos Menschen an anderen Orten der Welt sind, dann wird auch der schönste Sonnenuntergang von einem traurigen und negativen Gedanken begleitet. Ich bin sehr dankbar diese Erfahrungen gemacht zu haben und schätze unser Schul- und Sozialsystem in Österreich nun umso mehr.

Sansibar – die Trauminsel im indischen Ozean östlich von Afrika

Die Insel ist wunderschön. Das absolute Hightlight dieses Aufenthalts war, dass wir mit Delfinen schwimmen durften.

Nach den wunderbaren Erlebnissen am Festland von Tansania, durften wir auch die wahrscheinlich schönste Insel des Landes besuchen. Sansibar stand schon seit längerem auf meiner Wunschliste, da ich wunderschöne Bilder dieser Insel bereits vorab des öfteren gesehen habe.

Die Überfahrt vom Festland zur Insel war sehr kompliziert. Zuerst nahmen wir Tuktuks, die uns zum Hafen brachten. Dann nahmen wir eine riesengroße Fähre, die uns übers Wasser brachte. Auf der anderen Seite wartete ein Bus auf uns, der uns dann erst zur richtigen Fähre brachte. Mit dieser fuhren wir nochmal ca. 1,5-2 Stunden. In Sansibar angekommen, musste uns dann wieder ein Bus zur Unterkunft bringen. In der Gruppe so einen Transfer zu absolvieren, ist wirkllich anstrengend. Wir haben uns sehr gefreut, als wir endlich gut angekommen sind.

Die Hotelanlage, die für uns gebucht wurde, war ein Traum. Die Zimmer waren sehr groß und schön. Der Strand war traumhaft und das Restaurant wirklich lecker. Wir haben nach den Nächten im Zelt einen richtigen Traumurlaub für ein paar Tage gehabt. Das Frühstück war ein Buffet und wir saßen direkt am Strand und konnten das Meer währenddessen beobachten – solche Umstände sind für mich unbeschreiblich schön. Wir haben die Zeit in Sansibar in vollen Zügen genossen.

Programm hatten wir diesmal zum Glück nicht viel, es waren keine Gruppenaktivitäten geplant. Die meiste Zeit haben wir daher einfach am Strand verbracht und die Umgebung genossen – es war unglaublich entspannend und wirklich schön.

Natürlich hielten wir es aber auch nicht aus, immer nur am Strand zu liegen. Deshalb haben wir eine Schnorchel-Bootstour gebucht und das war vielleicht meine bisher schönste Schnorcheltour überhaupt. Wir sind im wunderbar türkisblauen, klaren und ruhigen Meer gefahren und haben uns auf die Suche nach Delfinen gemacht. Es dauerte nicht lange und wir entdeckten welche – dann mussten wir schnell sein. Wir durften diesmal nämlich zum allerersten Mal mit Delfinen schwimmen. Deshalb hüpften wir schnell ins Wasser und verfolgten im offenen Meer die wunderschönen Meeresgeschöpfe. Wir hatten mehrmals die Möglichkeit hineinzuspringen und einmal haben es René und ich als einzige vom Boot geschafft, den Delfinen zu folgen. Wir haben gesehen wie sie sich unter dem Wasser gespielt haben, sie haben sich an den Korallen gekratzt und wenig später kam die ganze Gruppe wieder an die Wasseroberfläche und die Rückflossen waren in der Luft. René und ich waren mitten in dieser Gruppe von Delfinen. Sie haben uns angesehen und wir haben sie angesehen. Noch nie zuvor habe ich Delfine aus dieser Nähe und in ihrem natürlichen Umfeld beobachten dürfen – ich bin so dankbar für dieses tolle Erlebnis. Leider gibt es dazu keine Fotos, denn unsere GoPro ist in Indonesien kaputt geworden – die Erinnerungen habe ich aber tief in meinem Herzen.

Nach dem Strandaufenthalt fuhren wir auch noch für einen Tag in die Hauptstadt der Insel, nämlich nach Stonetown. Am Weg dorthin machten wir einen Stopp bei einer Gewürzfarm. Dort bekamen wir eine tolle Führung und wir erfuhren einiges über die Pflanzen und deren Verwendung, z.B. über Ingwer und Kurkuma. Das war sehr interessant. In der Stadt haben wir dann auch noch eine Stadtführung gemacht und so einiges über die Geschichte von Sansibar gelernt.

Nach diesen wunderbaren Tagen ging es dann wieder zurück auf das Festland von Tansania. Ich bin sehr dankbar für die schönen Erlebnisse in Sansibar. Am Festland wartete bereits ein anderer Truck auf uns. Für die weitere Reise bekamen wir auch einen neuen Tourguide und Fahrer. Wir verabschiedeten und bedankten uns bei dem alten Tourguide, Fahrer aber auch dem Truck names Pluto. Die weitere Reise machte der Truck Kifaruh mit uns.