Wir tuckern durch das ganze Land!

Mit unserem Tuk Tuk sind wir jetzt ganz viel unterwegs – es gibt viele Gründe warum es so toll ist und Spaß macht.

In Mirissa haben wir die Entscheidung getroffen, uns ein eigenes Tuk Tuk zu mieten, um die Möglichkeit zu haben selbst durch die Insel zu cruisen. Es war die beste Entscheidung, die wir hier in Sri Lanka bisher getroffen haben und das hat mehrere Gründe.

Grund Nr. 1
Warum es so cool ist, mit dem eigenen Tuk Tuk herumzufahren, hat mit der Kultur und den Menschen von Sri Lanka zu tun. In Sri Lanka ist ein Tuk Tuk das wichtigste Verkehrsmittel der einfachen Leute. Auf der Straße sieht man sie in allen Farben. Wenn wir jetzt auch mit unserem eigenen Tuk Tuk durch die Straßen fahren, haben wir das Gefühl, dass wir uns wie die Einheimischen fortbewegen und können selbst spüren wie sich das anfühlt. Am schönsten ist aber, dass sich die Leute aus Sri Lanka auch so freuen. Fast jeder schenkt uns ein Lächeln und winkt, wenn sie sehen, dass hier weiße Touristen mit einem Tuk Tuk fahren. Somit verbindet uns das Tuk Tuk voll und ganz mit den Einwohnern von Sri Lanka. Das ist sehr schön!

Grund Nr. 2
Das Tuk Tuk gibt uns Flexibilität und Freiheit. Da wir jetzt selbst ein Tuk Tuk haben, sind wir nicht darauf angewiesen, dass wir mit einem Zug oder Bus fahren. Wir müssen uns nicht ständig ein Taxi rufen, wenn der Fußweg zu lange ist. Auf der ganzen Insel können wir die Gegend viel besser erkunden, weil wir einfach einsteigen und losfahren können. In Arugam Bay haben wir beispielsweise zwei Spots besucht (nähere Infos im nächsten Beitrag), die wir ohne Tuk Tuk sicher nicht besucht hätten. Auch hier in Ella haben wir Spots im Visier, die wir ohne Tuk Tuk nicht so einfach besuchen könnten.

Grund Nr. 3
Wie der Straßenverkehr hier in Sri Lanka abläuft, ist sehr schwierig zu beschreiben. Was zuerst auffällt ist, dass hier Linksverkehr herrscht. Wir müssen nun also auf der für uns „falschen“ Straßenseite fahren. Besonders im Kreisverkehr ist das gewöhnungsbedürftig. Insgesamt sieht der Verkehr hier sehr chaotisch und ungeordnet aus. Man hat das Gefühl jeder fährt ohne sich an Regeln zu halten. Außerdem wird ständig gehupt, in erster Linie um auf sich selbst aufmerksam zu machen. Doch irgendwie geht es trotzdem gut und man kommt unfallfrei von A nach B. Und wisst ihr was das lustigste daran ist? Mit unserem Tuk Tuk sind wir mittendrin und können alles hautnah erleben. Die erste Fahrt zur Tankstelle war natürlich auch von Nervosität begleitet, aber die Menschen hier sind so nett und freundlich. Sie haben uns gleich geholfen und sogar vorgelassen. An den Linksverkehr haben wir uns gewöhnt und die ungeschriebenen Regeln auch intus, es kann also nichts mehr schief gehen!

Grund Nr. 4
Sri Lanka wird die grüne Perle genannt und hat eine atemberaubende Tierwelt. Von der Straße aus sehen wir alle möglichen Bäume und Pflanzen, die hier wachsen. Außerdem laufen uns auch ständig verschiedene wilde Tiere über den Weg. Das Gefahrenschild „Achtung Elefant“ muss man auch wirklich Ernst nehmen. Bisher sind uns 4 Elefanten auf der Straße begegnet. Außerdem sieht man auch ab und zu mal ein Waran. Ziegen, Kühe und Büffel laufen auch ständig auf der Straße – meist sogar in größeren Herden. Da muss man schon ordentlich aufpassen. Und wir haben auch bereits ein wild lebendes Krokodil von der Straße aus entdeckt. Wir bleiben natürlich immer gleich stehen und schauen sich die Tiere und die Pflanzen etwas näher an – das könnten wir ohne unserem eigenen Tuk Tuk nicht machen.

Grund Nr. 5
Das Tuk Tuk ist ein Dreiradler, es gibt einen Sitz für den Fahrer und in der zweiten Reihe können bis zu 3 Personen mitfahren. Dahinter hat man auch noch eine Ablagefläche. Da wir zwischen den verschiedenen Unterkünften immer unser ganzes Gepäck mitnehmen müssen, ist es toll, dass wir alles im Tuk Tuk unterbringen. Trotz der zwei großen und zwei kleinen Rucksäcke habe ich genug Platz und wir haben mit dem Tuk Tuk das Gefühl ein Zuhause auf drei Rädern zu haben. Das macht es immer sehr heimelig und wir fühlen uns sehr wohl dabei.

Grund Nr. 6
Was wir am gemeinsamen Tuk Tuk fahren außerdem lieben ist, dass wir jederzeit und immer gut miteinander reden können. Es stört uns kein Helm und wir sitzen beide auf einer weichen Bank. Beim Moped bzw. Motorrad fahren wäre das nicht so leicht möglich. Wir machen es daher immer so, dass ich hinten sitze und am Handy die Route zum nächsten Ziel habe und ich sage es meinem Freund an. So kann sich er voll und ganz auf die Straße und den Verkehr konzentrieren und ich kümmere mich darum, dass wir auch dort ankommen, wohin wir wollen. Das Teamworking funktioniert perfekt und jeder trägt seinen Teil bei, damit die Reise für uns beide möglichst angenehm ist.

Grund Nr. 7
Der letzte Grund liegt mir besonders am Herzen. Hier in Sri Lanka gibt es ganz viele kleine Ständchen entlang der Straße. Es wird hier alles mögliche verkauft: Getränke und Snacks wie zum Beispiel Chips und Süßigkeiten, Lottoscheine, Getreide, Gemüse und vieles mehr. Am liebsten sind mir aber die Ständchen mit dem ganz frischen, tropischen und heimischen Obst. Die Südfrüchte, die ich eigentlich daheim auch mag aber aus Nachhaltigkeitsgründen nicht mehr kaufe. Genau diese Früchte gibt es hier in viel höherer und besserer Qualität und komplett regional, von kleinen Familien angebaut und geerntet – so wie ich es liebe. Ananas, Bananen, Kokosnüsse, Limetten, Mangos, Melonen und Papayas gibt es hier zu kaufen und ich kann euch nicht sagen wie lecker das hier alles ist. Das kann man mit dem was wir im Supermarkt bekommen, nicht vergleichen!

Wir haben mit dem Tuk Tuk schon viel erlebt und ich freue mich darauf, noch viel mehr zu erleben. Das Tuk Tuk wird unseren Sri Lanka Aufenthalt zu etwas ganz Besonderem machen.

Elefanten, Krokodile, Wasserbüffel, Pelikane und noch viel mehr

Im Udawalawa Nationalpark ist ein großer Traum von mir in Erfüllung gegangen. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben freilebende Elefanten aus der nächsten Nähe beobachten und bestaunen können. Ich war und bin noch immer überwältigt und überaus begeistert!

Wir schliefen direkt in Udawalawa in einem schönen Bungalow und haben von unserer Vermieterin das Angebot erhalten, dass uns ein ihr bekannter Fahrer durch den Nationalpark führen kann. Da sie alles für uns organisieren würde und ihm das Frühstück mit in den Park geben würde, haben wir das Angebot gleich angenommen und gebucht. Es gibt sehr viele Anbieter für eine Safari und wir hofften daher, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben und ich kann gleich vorab sagen, das haben wir! Zum Glück haben wir von der überaus netten Vermieterin auch noch den Tipp erhalten, dass wir uns mit einem Pullover und Moskitospray ausrüsten. Am Anfang war es nämlich noch ziemlich kalt und Moskitos waren im Park auch überall.

Um 6 Uhr in der Früh ging es dann los. Wir fuhren mit einem speziellen Safari-Auto los und es ging Richtung Nationalpark Udawalawa. Schon auf der normalen Straße konnten wir den ersten Elefanten sehen und unser Führer hat sich auch gleich Zeit genommen und ist kurz stehen geblieben. Dass wir so früh einen Elefanten sehen, damit haben wir nicht gerechnet. Es ging dann nämlich noch weiter und kurz nach der Einfahrt in den Nationalpark hat uns unser Fahrer gleich ganz viele schöne Vögel gezeigt. Die Namen konnte ich mir leider nicht merken, aber sie waren bunter als daheim – meistens grün, blau oder gelb. Alle Vögel waren wunderschön.

Das Tier, das wir am öftesten gesehen haben, war der Pfau. Wir haben sehr viele Männchen und Weibchen gesehen. Am Anfang in der Früh sind sie noch am Baum gesessen und etwas später dann herunten auf dem Boden und wir haben auch ein paar Mal gesehen wie das Männchen seine Federn aufgestellt und ein Rad geschlagen hat – das sieht sehr beeindruckend aus. Einmal ist der Fahrer auch einfach stehengeblieben und hat uns gefragt ob wir Pfauen-Federn wollen, weil welche auf dem Weg gelegen sind. Das war sehr nett von ihm.

Nach all den Vögeln und Pfauen haben wir auch bald die großen Tiere des Parks gesehen: die Elefanten! Wir haben Weibchen und Männchen gesehen. Wir haben auch junge Elefanten gesehen. Wir haben gesehen wie sie fressen und wie sie gehen. Wir haben gesehen wie sie Wasser trinken und wie sie sich mit Wasser abkühlen. Wir haben gesehen wie ruhige Elefanten aussehen und wir haben gesehen wie wütende Elefanten aussehen. Und es war alles einfach unglaublich spannend und ein unvergessliches Erlebnis. Besonders beeindruckend war, wie man erkennen konnte in welcher Stimmung der Elefant gerade ist. Ein männlicher Elefant war nämlich beispielsweise auf der Suche nach einem Weibchen und deshalb sehr unruhig und wütend – da wurde es für uns auch ein bisschen gefährlich als wir auf dem Weg standen. Der Fahrer hat nur gesagt: „He wants a female and he doesn’t like cars.“ und dann haben wir zurückgeschoben, denn genau dieser Elefant hat anscheinend schon zwei Autos umgeworfen als er wütend war. Und ein zweites Mal ist ein Weibchen wütend geworden. Wir haben es mit ihrem Jungen beobachtet und als alle wieder im Gebüsch versteckt waren, wollten wir weiterfahren. Doch durch das Motorgeräusch hat sie sich bedroht gefühlt und ist sofort wieder heraus und auf uns zugelaufen. Elefanten können auch ziemlich schnell laufen wenn sie wollen. Unser Fahrer hat es geschafft, sie zu beruhigen und dann sind wir noch etwas stehen geblieben und nachdem sie dann wieder gegangen sind, sind wir weitergefahren. Das waren wirklich sehr einzigartige Erlebnisse, bei denen das Herz doch etwas schneller geschlagen hat. Alle anderen Elefanten, die wir gesehen haben, waren aber sehr ruhig und sind gemütlich herumgeschlendert oder haben gefressen.

Im Park haben wir auch ein paar Krokodile gesehen. Einem haben wir zum Beispiel zugeschaut wie es aus dem Wasser gekrochen ist und sich dann an Land gelegt hat. Ein anderes größeres haben wir gesehen, wie es auf einem Stein gelegen ist und das Maul ganz weit offen hatte – unglaublich wie groß dieses Maul ist. Ein paar Krokodile haben wir dann auch noch im Wasser gesehen, da sieht man nur einen Teil vom Kopf und Körper.

Einige Reptilien haben wir auch gesehen, aber die gefallen meinem Freund besser als mir und deshalb kann ich mir auch nicht merken wie die heißen.

Weitere Tiere, die wir gesehen haben sind die Tiere im bzw. am Wasser: Wasserbüffel, Pelikane und viele andere Wasservögel. Die Büffel sehen zwar gefährlich aus, sind aber ganz ruhig und liegen entspannt im Wasser. Der Pelikan ist auch ein ganz besonderes Tier – der schaut richtig süß aus mit dem langen und großen Schnabel.

Ziemlich am Schluss unserer Safari haben wir noch eine richtig große Gruppe von Affen gesehen. Die waren überhaupt nicht scheu und einer wollte sogar zu uns rauf ins Auto – die wissen genau, dass manche Touristen Obst dabei haben. Am beeindruckendsten fand ich jedoch das nur wenige Wochen alte Baby, das bei seiner Mama getrunken hat. Ich kann euch nicht sagen, wie süß das war. Und auch da waren wir bis auf 1 m nah, wir konnten es also wirklich gut beobachten.

Zum Glück haben wir eine Halbtagestour gebucht und konnten so bei den Tieren auch immer eine Zeit lang stehenbleiben und schauen. Der Fahrer hat uns außerdem sein Fernglas gegeben – so konnten wir die Tiere in der Ferne noch genauer beobachten. Wir hatten wirklich Glück mit unserem Fahrer – der hat das wirklich toll gemacht. Die Straßen im Park sind nämlich auch teilweise richtig schlecht und er ist immer sehr vorsichtig gefahren und hat auch darauf geachtet, dass wir keine Blätter oder Äste ins Gesicht bekamen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das wieder ein Erlebnis war, das ich mein ganzes Leben lang nicht vergessen werde und wahrscheinlich noch ganz oft davon erzähle und berichte. Es war wirklich ein sehr gelungener Tag und ich habe wieder einmal über mich selbst erfahren, dass ich eine große Liebe zu Tieren habe. Und am allerliebsten ist es mir, wenn die Tiere frei und wild leben können und sich der Mensch nicht zu sehr einmischt sondern die Natur einfach Natur sein lässt. Die Tierwelt ist so wunderbar!

Mirissa und seine Meeresbewohner

Ein neuer Ort, ein neuer Strand, neue Schwerpunkte. Mirissa ist auf jeden Fall eine Reise wert, besonders wenn man Meerestiere sehen will.

Mirissa liegt wieder nur eine Bucht weiter als Weligama und hat trotzdem ganz andere Schwerpunkte. Mirissa ist bekannt für die Wale, Delfine und Schildkröten, die beobachtet werden können. Zuerst haben wir uns gleich den Strand angesehen und wir haben bemerkt, dass dieser wieder ganz anders ist als die letzten beiden. Die Wellen sind noch viel größer und stärker als in Weligama. In Mirissa reihen sich Strandrestaurants und Bars aneinander und man kann nur wenige Surfanbieter finden. Das Meer ist perfekt zum Wellenhüpfen. Es ist wirklich faszinierend diese Unterschiede zu beobachten. Wenn ihr also selbst mal nach Sri Lanka wollt, könnt ihr euch gerne melden und ich kann euch noch mehr Details zu den Unterschieden bzw. eine Empfehlung zu euren Wünschen und Bedürfnissen geben.

Hinsichtlich Wal-, Delfin- oder Schildkrötenbeobachtung gibt es leider in Sri Lanka keine Regulationen und Bestimmungen bezüglich Tierschutz. Deshalb habe ich mich selbst auf die Suche gemacht und ein Unternehmen herausgesucht, das die Tiere nicht zu sehr stört und gut behandelt. Mir ist es wichtig, dass liebevoll mit ihnen umgegangen wird. Zum Glück bin ich auch fündig geworden und dann haben wir gleich gebucht. Eine Wal- und Delfinbeobachtungstour, die um 6 Uhr in der Früh startet. Das Unternehmen nennt sich „Raja & the Whales“ und ist ein Familienbetrieb. Mehrere einheimische Brüder haben sich zusammengetan, haben zwei Boote und machen diese Beobachtungstouren. Es wird hier kein Sonar oder andere Hilfsmittel zur Suche verwendet. Die Brüder haben Kontakte zu vielen Fischern und sie sprechen sich ab, wann und wo jemand einen Wal gesehen hat – so wie die Brüder und Fischer haben auch wir nur mit den Augen gesucht. Das finde ich wirklich sehr schön und es freut mich, dass wir die Tiere somit nicht gestört haben.

Bei unserer ersten Tour haben wir leider keine Wale gesehen, aber dafür mehr als 100 Delfine. Ich kann euch nicht sagen, wie schön das war! Wir sind mit dem Boot gefahren, plötzlich hat jemand Delfine gesehen, das Boot wurde abgestellt und es war ganz ruhig und alle haben geschaut. Diese „spinner dolphins“ waren sehr aktiv. Sie sind herumgesprungen und haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. Wir haben auch Babys gesehen. Es war einfach wundervoll. Was ich zu der Firma auch noch positiv anmerken kann ist, dass man sich bei der Beobachtung wirklich auf das Schauen konzentrieren kann, denn einer der Brüder fotografiert mit einer tollen Spiegelreflexkamera und diese Fotos bekommt man dann später per Mail. Es war ein sehr beeindruckendes und schönes Erlebnis, so viele Delfine in der freien Wildbahn zu beobachten. Die Fotos unterhalb sind übrigens von der Firma, ich habe die Erlaubnis bekommen, diese auf meiner Website herzuzeigen.

Da wir am ersten Tag keine Wale sehen konnten, haben wir das Angebot erhalten, am nächsten Tag kostenfrei noch einmal mitzufahren. Natürlich haben wir das Angebot angenommen, doch leider wurden wir wieder nicht belohnt. Auch am zweiten Tag konnten wir keinen Wal sehen. Aber so ist das eben, wir sind nicht böse – die Natur ist eben einfach unberechenbar und mir ist es lieber, dass wir keinen Wal sehen bevor ganz viele Hilfsmittel verwendet werden und wir den Wal dann vielleicht auch noch belästigen – er wollte sich eben einfach nicht zeigen und das muss man auch akzeptieren. Delfine haben wir aber trotzdem wieder gesehen und die waren wieder sehr bezaubernd.

Was uns in Mirissa auch passiert ist, ist dass wir pitschnass in unserem Zimmer angekommen sind. Das Wetter ist in den Tropen auch völlig anders als daheim. Wir waren noch am Strand als sich dunklere Wolken breit gemacht haben. Wir sind aber noch geblieben, da der Himmel auf der anderen Seite noch ganz schön blau war. Leider haben wir jedoch zu lange gewartet und es hat plötzlich sehr stark geregnet. Nun standen wir vor der Entscheidung, warten wir den Regen ab oder laufen wir? Da wir nicht wussten wie lange der Regen dauern wird und wir sowieso schon etwas nass waren, haben wir die Variante des Laufens gewählt. Im Zimmer sind wir dann natürlich gleich duschen gegangen und wir waren froh, dass wir gleich gelaufen sind, denn der Regen hat länger gedauert als gedacht und wir wären auch unter den Bäumen pitschnass geworden.

Ein weiterer Tipp für Mirissa ist der „Coconut Hill„. Das ist ein Berg, der direkt am Meer liegt und auf dem viele Palmen stehen. Es sieht wundervoll aus, wenn man im Hintergrund das Meer hat und zwischen all den Palmen steht. Überraschenderweise haben wir von dort aus auch zwei Schildkröten gesehen, auf die uns ein einheimischer Mann aufmerksam gemacht hat. Eine war sehr groß und die zweite etwas kleiner – da sie sehr gut getarnt sind, konnte man sie zwischen den Steinen fast nicht erkennen.

Was ich euch auch unbedingt noch erzählen muss ist ein besonderer Besuch am Strand. Direkt über unserem Strandtuch hörten wir Geräusche vom Baum kommend. Als wir nach oben schauten, sahen wir einen Affen, der ein Plastiksackerl voll Obst in den Händen hatte. Er hat das Obst herausgeholt und gefressen. Es sind dann auch noch weitere Affen gekommen, die sich über die Beute hermachten. Wenig später kam ein Pärchen, das neben uns am Strand lag, von der Kaffeepause zurück und es hat etwas gefehlt. Das Sackerl Obst haben sie sich gekauft und wurde von den Affen gestohlen und gefressen. Das war wirklich ein lustiger Moment – also passt auf euer Obst immer gut auf!

Was mir auch noch sehr gut gefallen hat ist, dass am Strand von Mirissa viele Schildkörteneier eingegraben und eingezäunt sind. So kann ihnen nichts passieren. Hoffentlich schlüpfen da mal ganz viele kleine Schildkröten.

Mirissa ist also wieder ein toller Ort mit leckeren Restaurants, hat einen schönen Strand und sehr viel zu bieten. Wir haben sehr viele Meerestiere beobachten können und auch die Palmen auf den Hügel sind sehr bezaubernd. Ich bin froh, dass wir hier einen Stopp eingelegt haben.

Eine holprige Fahrt zum Strand

Der Weg von der Hauptstadt Colombo zu einem wunderschönen Sandstrand im Süden des Landes.

Um von Colombo in den Süden zu den schönen Stränden zu kommen, haben wir uns ein Zugticket gekauft. Dieses Ticket kostete für uns beide in der 2. Klasse und für ca. 140 km nur 540 Rupien (ca. 2,33 €). Die ganzen 3 Stunden lang, die wir im Zug waren, sind wir entlang der Westküste in den Süden gefahren. Wir haben fast immer das Meer an der Seite gehabt – das war wirklich wunderschön. Die Fenster und Türen sind bei diesen Zügen offen und man spürt den Wind sehr stark, die Bahngleise selbst sind auch nicht neu und deshalb kann es manchmal auch ganz schön holprig sein. Entlang der Zuggleise kann man auch sehr gut sehen, wie die Einheimischen hier leben. Die ärmere Bevölkerung lebt in ganz kleinen Hütten, wo viele Leute herumlaufen, es gibt aber auch Bereiche wo die Leute gemauerte Häuser und etwas größere Hütten haben. Während der Zugfahrt haben wir da einen tollen Einblick bekommen. Wir konnten auch viele Pflanzen sehen. Palmen, Bananensträucher und auch sonst ist die Insel sehr grün. Einige Tiere konnten wir auch beobachten, freilaufende Hunde oder Kühe.

Nach dem Aussteigen haben sofort wieder Tuktuk-Fahrer gewartet um ein Taxi für die Touristen zu sein. Wir haben uns auch eines genommen und wurden in unsere Unterkunft gebracht. Diesmal schliefen wir in einer Holzhütte, die nicht sehr viel Licht hatte – das war besonders in der Nacht aber auch oft tagsüber etwas lästig, da wir fast nichts sehen konnten. Das Frühstück war aber sehr lecker, wir bekamen frisches Obst und tolle Sri Lankan Pancakes. Die Umgebung generell und unsere Terrasse sowie der Garten, das war alles sehr nett. Ganz spannend war auch als plötzlich vor unserer Terrasse ein einheimischer Mann bis nach ganz oben auf eine Palme geklettert ist und dann Kokosnüsse und dürre Blätter heruntergeschnitten hat. Wahnsinn, wie schnell der auf der Palme war!

Wir sind dann natürlich auch gleich zum Strand gegangen – zum Midigama Beach. Ein kleiner wunderschöner Sandstrand. Dort haben wir uns dann gleich von einer einheimischen Familie eine Kokosnuss gekauft und das leckere Kokoswasser genossen. Die Familie dort am Strand war sehr nett, der Opa ging fischen, der Papa hatte ein Tuktuk und brachte Touristen herum und die Mama hat Früchte verkauft. Die Tochter hat sich im Meer gespielt und allen von der Familie ein bisschen geholfen. An diesem Strand waren auch Einheimische baden – das fand ich besonders schön.

So konnten wir nach dem Großstadt Getümmel in Dubai und Colombo endlich etwas entspannen und die Ruhe am Strand und am Meer genießen. Das war wunderschön!

Next Stop: Colombo, Sri Lanka

Wir sind in Sri Lanka angekommen und haben uns die Hauptstadt Colombo angesehen.

Um in Sri Lanka quarantänefrei einreisen zu können, muss man vollständig gegen Covid-19 geimpft sein und einen aktuellen negativen PCR-Test vorweisen können. Zusätzlich muss man ein Visa beantragen und eine Health Declaration ausfüllen. Bereits beim Boarding in Dubai wurden diese Unterlagen kontrolliert und bei der Einreise in Colombo mussten wir nochmals alles vorlegen. Alles hat geklappt, es war schon spät in der Nacht, aber angenehm warm – willkommen in Sri Lanka!

Bevor wir uns in Richtung Süden zum Strand machten, haben wir uns vorgenommen, die Hauptstadt für einen Tag lang zu besichtigen. In Colombo gibt es nicht sehr viele Sehenswürdigkeiten, aber wir haben uns zwei Tempel angeschaut, den Gangaramaya-Tempel und Seema Malaka. Bevor wir noch bei der Moschee Jami Ul-Alfar waren, machten wir im Viharamahadevi Park eine kurze Pause.

Im Vergleich zu Dubai hatten wir natürlich einen Kulturschock. Colombo ist zwar auch relativ sauber, es ist jedoch ein Entwicklungsland und das merkt sofort. Am Flughafen warten viele Taxifahrer, die Geld verdienen wollen. Der Verkehr ist (für uns) sehr chaotisch – es sind viele Tuktuks und Motorräder auf der Straße und es wird ständig gehupt und für unsere Gewohnheiten ziemlich wild gefahren. Die Häuser sind alle eher klein und schon in die Jahre gekommen, manchmal sieht es in Wohngegend überhaupt nicht sauber aus. Auch sonst liegt oft Müll herum und niemand räumt es weg. Das Leben hier in Sri Lanka ist im Vergleich zu unserem mitteleuropäischen Standard völlig anders. Ganze Familien leben in kleinen Hütten, das kann man sich bei uns nicht vorstellen. Und doch hat Sri Lanka auch sehr viel zu bieten – sie wird oft als „die grüne Perle“ bezeichnet, weil der Boden sehr fruchtbar ist und die Natur echt viel zu bieten hat. Sind wir mal gespannt, was wir alles noch sehen.

Die einheimischen Leute hier sind ziemlich dunkel, sie haben ganz schwarze Augen und schwarze Haare und auch die Haut ist wirklich dunkel. Unsere helle Hautfarbe fällt deshalb stark auf und die Einheimischen wissen sofort, dass es sich bei uns um Touristen handelt. Dementsprechend wollen sie uns Taxifahrten anbieten, uns etwas verkaufen oder sie erzählen uns von ganz besonderen und schönen Plätzen, die sie uns unbedingt zeigen wollen. Da muss man oft ziemlich hartnäckig bleiben, um nicht mit jemanden ins Geschäft zu kommen, denn meistens zahlt man bei diesen Angeboten viel mehr als sonst üblich ist. Zum Glück bin ich nicht alleine unterwegs, als alleinreisende Frau stelle ich mir das nicht so angenehm vor.

Der Uber-Fahrer, der uns vom Flughafen zum Hotel gebracht hat, war aber sehr nett und freundlich und wir haben uns gut mit ihm unterhalten. Natürlich haben wir dann auch eine Tuktuk-Fahrt unternommen. In Colombo ist dies auch mit Uber möglich – das ist sehr bequem, da man sich dabei das Preisverhandeln erspart. Den Tag in Colombo haben wir also gut genutzt, an die Wärme (ca. 28 Grad) haben wir uns gleich gut gewöhnen können und damit stieg auch die Freude auf den Strand und die weiteren Tage in Sri Lanka.